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Behandlung & Hautpflege bei Neurodermitis 

Als eine der häufigsten Hauterkrankungen kann Neurodermitis einen immensen körperlichen und seelischen Leidensdruck erzeugen. Trockene und schuppende Haut, die mit starkem Juckreiz einhergeht und häufig aufgekratzt wird, zählt zum typischen Erscheinungsbild von Neurodermitis. Obwohl die genauen Ursachen für Neurodermitis noch immer nicht bekannt sind, kann durch entsprechende Vorbeugung und Therapie eine erhebliche Verbesserung erreicht werden. Betroffene benötigen dafür jedoch das richtige Wissen und etwas Geduld.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Das Hautbild Neurodermitis
  2. Unterschiedliche Neurodermitis-Formen
  3. Ursachen und Auslöser von Neurodermitis
  4. Ernährung bei Neurodermitis
    1. Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren
    2. Nährstoffempfehlungen
  5. Neurodermitis behandeln
  6. Hautpflege bei Neurodermitis
  7. Neurodermitis bei Babys & Kindern

Jedes zehnte bis fünfzehnte Kind leidet mittlerweile unter Neurodermitis, damit gehört diese Erkrankung der Haut zu den häufigsten Problemen und kann bereits im Säuglingsalter auftreten. Auch ein deutlich späteres Einsetzen der Krankheit ist aber möglich, wobei oftmals erste Anzeichen in Schüben bis hin zu einem schwereren Ausbruch zu erkennen sind.1

Je nach Alter sind von Neurodermitis unterschiedliche Körperbereiche betroffen

Das Hautbild Neurodermitis

Neurodermitis hat viele Gesichter, das Hautbild während eines Schubs oder chronischen Verlaufs der Erkrankung kann daher stark unterschiedlich ausfallen. Typisch sind jedoch die folgenden Anzeichen:

In Folge der Entzündung der Haut und den mit Neurodermitis verbundenem Juckreiz entstehen, gerade bei anhaltendem Kratzen, zudem schorfige Beläge oder Verkrustungen. Diese können weißlich, gelblich oder gar schwarz sein.

Unterschiedliche Neurodermitis-Formen

Wie bereits erwähnt, kann sich Neurodermitis in stark unterschiedlichen Formen äußern. Kleine Ekzeme und Risse gelten dabei unter anderem als Minimalformen, die Erkrankung kann jedoch ebenfalls bis hin zu einer Entzündung der kompletten Haut führen. Im Folgenden werden die Sonder- und Minimalformen der Neurodermitis aufgeführt:

Ursachen und Auslöser von Neurodermitis

Wie eingangs erwähnt, sind die genauen Ursachen für Neurodermitis nicht bekannt.

Studien und Erfahrungen zeigen allerdings, dass die Erkrankung einen erblichen Faktor aufweist. Leiden oder litten bereits die Eltern unter Neurodermitis, steigt das Risiko auch für die Kinder an. Zusätzlich tritt Neurodermitis gehäuft im städtischen Bereich auf. Vermutet wird, dass die Hauterkrankung und vor allem die Entzündung teilweise auf ein "gelangweiltes" Immunsystem zurückgeht.

Auto-Immunreaktion spielt eine bedeutende Rolle

Durch Desinfektionsmittel, ein sauberes Umfeld und die stetige Abtötung von Keimen richtet sich das Immunsystem schließlich gegen eigentlich harmlose Reize, wie bestimmte Nahrungsmittel oder Pollen und Staub. Es entsteht eine Auto-Immunreaktion, die körpereigene Abwehr bekämpft also keine Erreger, sondern den Organismus selbst. Auch die Umwelt selbst spielt aber eine Rolle.

Chemie des Alltags als weitere Ursache

Pestizide, Fungizide, Putzmittel, Weichspüler - der Alltag und unsere Umwelt stecken voller Chemie. Diese kann zum einen die Beschaffenheit bestimmter Reizstoffe verändern und sie damit zur vermeintlichen Gefahr für das Immunsystem werden lassen. Zum anderen belasten sie die Gesundheit und halten die Erregeranzahl im Umfeld unnatürlich gering, wodurch das Immunsystem keine Gelegenheit für erforderliche Abwehrreaktionen hat und in der Folge überreagiert. Alle möglichen Auslöser der Neurodermitis sind mit diesen Theorien jedoch nicht erklärbar.2,3

Auslöser der Neurodermitis

Die Auslöser der Neurodermitis sind so verschieden, wie die Formen der Hauterkrankung. Zu ihnen gehören:

Mit Dokumentation gegen Neurodermitis

Wer um die möglichen und teils sehr individuellen Auslöser der Neurodermitis weiß, kann gezielt gegensteuern. Zum einen können die ungünstigen Stoffe und Situationen vermieden werden, zum anderen lässt sich die persönliche Pflege und Therapie so zielgerichtet angehen und ist dadurch effizienter. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, ein detailliertes Tagebuch zu führen. In diesem sollten täglich folgende Fragen so eingehend wie möglich beantwortet werden:

Sind Kinder betroffen, sollten Sie als Eltern natürlich die Tagebuchführung zunächst übernehmen, das Niederschreiben aber als festes Ritual in den Alltag integrieren. Dies kann spielerisch erfolgen und zusätzlich zu einem besseren Austausch und einer festeren Eltern-Kind-Bindung führen. Keinesfalls sollte es zur lästigen Pflicht werden. Dann nämlich besteht die Gefahr, dass entscheidende Fakten verschwiegen und der Kürze halber ausgelassen werden.

Ernährung bei Neurodermitis

Die Ernährung kann durchaus eine entscheidende Rolle beim Hautbild von Neurodermitis spielen. Zum einen können in ihr Auslöser in Form von bestimmten Eiweißen, wie Kuhmilch, Nüssen und Getreiden oder Meeresfrüchten stecken. Zum anderen kann ein Mangel an bestimmten Nähr- und Vitalstoffen einen Neurodermitis-Schub begünstigen oder verschlimmern.

Fett und Vitamine gegen Neurodermitis

Da der Haut bei Neurodermitis meist Fett fehlt, lohnt sich ein Blick auf die Versorgung mit diesem energiereichen Nährstoff. Günstige und gesunde Quellen sind fetter Seefisch und Pflanzenöle. Zusätzlich sollte eine abwechslungsreiche und ausgewogene Versorgung mit Vitaminen sichergestellt sein. Das bedeutet in der Praxis täglich viel frisches, möglichst rohes Obst und Gemüse. Zudem sollten durch Ausschlussdiäten und Tests eventuelle Unverträglichkeiten herausgefunden werden.

Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren haben einen entzündungshemmenden Effekt, wirken sich auf die Gesundheit des Herzens und der Gefäße aus, unterstützen das Immunsystem und können Krankheiten vorbeugen. Zudem haben die essenziellen Fettsäuren auch eine Auswirkung auf die Haut und sind insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis sehr wichtig.

Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung

Omega-3-Fettsäuren finden sich lediglich in wenigen Nahrungsmitteln, die häufig auf dem üblichen Speiseplänen landen. Enthalten sind die Fettsäuren in:

Aus tierischen Quellen wie Fischöl und Fisch sind die Fettsäuren in ausgewogenem Maße direkt verwertbar. Bei pflanzlichen Lebensmitteln wie Ölen steht hingegen nur eine der Omega-3-Fettsäuren zur Verfügung. Aus dieser können die restlichen Fettsäuren dieser Gruppe zwar im menschlichen Körper hergestellt werden, der Umsatz ist allerdings stark begrenzt. Um den täglichen Bedarf zu decken, müssten selbst bei einem geringen Verbrauch 30 bis 200 Milliliter entsprechenden Pflanzenöls aufgenommen werden. Realistisch ist das -zumindest auf lange Sicht - nicht.

Omega-3-Fettsäuren-Bedarf bei Neurodermitis decken

Wer unter Neurodermitis leidet, hat einen erhöhten Omega-Fettsäuren-Bedarf. Da dieser über die Ernährung allein ohnehin schon schwierig zu decken ist, ist der erhöhte Bedarf häufig problematisch und hat zumeist einen Mangelzustand zur Folge.

Um das Hautbild positiv durch die ungesättigten Fettsäuren zu beeinflussen, muss die Aufnahme also gezielt erhöht werden. Dies kann durch mehrere Portionen fetten Seefisch pro Woche, durch die tägliche Aufnahme von etwa zwei Esslöffeln Chia-Samen oder entsprechende Nahrungsergänzungsmittel erfolgen:

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Walnüsse, die genannten Pflanzenöle und Hanfsaat dürfen und sollten natürlich dennoch auf dem Speiseplan stehen. Dies ist allein in Hinblick auf sekundäre Pflanzenstoffe und unterstützende Substanzen wichtig.

Das richtige Verhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren

Die Empfehlung zum Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren lautet 5 zu 1. Im Durchschnitt liegt das Verhältnis aber - selbst bei einer verhältnismäßig gesunden und ausgewogenen Ernährungsweise - bei 20:1.

Gerade bei Neurodermitis ist das Überangebot von entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren denkbar ungünstig. Diese stecken allerdings in zahlreichen Lebensmitteln. Darunter:

Wer Neurodermitis also positiv durch die Ernährung beeinflussen möchte, sollte diese Nahrungsmittel deutlich einschränken und die Omega-3-Zufuhr entsprechend erhöhen.

Ausgewogen und individuell

Aufgrund der individuell verschiedenen Auslöser und Unverträglichkeiten gibt es nicht den einen Neurodermitis-Ernährungsplan. Stattdessen ist hier Geduld und Disziplin gefragt, wobei das Tagebuch ein wichtiges und erleichterndes Hilfsmittel bei der Suche nach der persönlich besten Ernährung ist.

Nährstoffempfehlungen bei Neurodermitis

Bestimmte Nährstoffe können das Hautbild bei Neurodermitis verbessern und die Häufigkeit von Schüben verringern. Dazu sollten sie täglich in ausreichender Menge und idealerweise über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Der Bedarf kann durch die Hautkrankheit allerdings so erhöht sein, dass die Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll ist. Empfohlen wird Folgendes:

Vitamin B-Komplex

B-Vitamine sind entscheidend für die Gesundheit von Haut, Haaren und Nägeln. Optimal ist die tägliche Einnahme eines ausgewogenen Präparates, das zudem 100mg Pantothensäure (Vitamin B5) enthält. Dieses baut die Darmschleimhaut auf und kann daher zusätzlich einen positiven Einfluss auf Neurodermitis haben.

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Vitamin C

1 bis 3g Vitamin C pro Tag wirkt Entzündungen entgegen und senkt den Histaminspiegel im Blut, zudem stärkt es das Immunsystem.

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Vitamin E

400 bis 800 I.E. regulieren das Immunsystem und hemmen Entzündungen. Dazu wirkt Vitamin E ebenso wie Vitamin C antioxidativ und kann Zellen so vor schädlichen Einflüssen schützen.

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L-Glutamin

2 bis 4g dieser Aminosäure schützen den Darm und bauen die Darmschleimhaut auf. Gerade bei Stoffwechselstörungen oder einer erhöhten Durchlässigkeit der Schleimhaut kann die unterstützende Wirkung von L-Glutamin entscheidend für das Hautbild sein.

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Calcium

500 bis 1000mg senken das Risiko für allergische Reaktionen. Zudem tritt ein Calciummangel bei Neurodermitis häufig auf.

Gamma-Linolensäure

Diese Fettsäure kann den Juckreiz lindern, verringert Rötungen, Wassereinlagerungen und die Bildung von Krusten. Nachtkerzenöl ist ein guter Gamma-Linolensäure-Lieferant. Aufgrund dieser Wirkungen kann eine Einnahme von 3g Nachtkerzenöl den Bedarf an Cortison reduzieren. Für die positiven Effekte muss aber ein wenig Geduld mitgebracht werden, denn diese treten meist erst ein bis zwei Monate nach dem Beginn der erhöhten Aufnahme ein.

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Magnesium

Ebenso wie Calcium reduziert Magnesium die Anfälligkeit für Allergien. Zudem besteht auch hier häufig ein Mangel, der mit Neurodermitis einhergeht.

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Omega-3-Fettsäuren

Die ungesättigten Fettsäuren stärken das Immunsystem und die Gewebe, sie wirken sich positiv auf das Hautbild aus und erhöhen den körpereigenen Schutz. Eine erhöhte Zufuhr durch Chia-Samen oder die Aufnahme von 1,5 bis 2g über Fischölkapseln ist optimal.

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Selen

Das Spurenelement kann eine insgesamte Verbesserung des Hautbildes bewirken, wirkt antioxidativ und damit schützend. Für einen positiven Einfluss auf Neurodermitis sollten Kinder täglich 7,5 bis 15µg Selen pro Kilogramm Körpergewicht aufnehmen, Erwachsene eine Dosis von 200 bis 300µg.

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Zink

Das Spurenelement wirkt gegen Entzündungen und antiallergisch, zudem reguliert es das Immunsystem. Die empfohlene Tagesdosis bei Neurodermitis liegt für Zink bei 30 bis 60mg.

Bevor die Zufuhr dieser Stoffe gezielt erhöht wird, ist es sinnvoll die aktuelle Versorgung - also den Blutspiegel - zu untersuchen.

Neurodermitis behandeln

Bei der Behandlung von Neurodermitis werden oftmals zwei Linien verfolgt. Die äußere Therapie (topische Behandlung) sowie die innere Therapie (systemische Behandlung).

Topische Therapie erfolgt äußerlich

Die topische Behandlung bezieht sich auf den Einsatz von Salben, Cremes und Lotionen. Mit Hilfe dieser soll die Haut geschützt und der Feuchtigkeitshaushalt stabilisiert werden. Ziel ist es, das trockene Hautbild zu verbessern und die Entzündungen abklingen zu lassen. Je nach Schweregrad und individuellen Faktoren stehen eine Beruhigung der Haut und eine Linderung des Juckreizes im Vordergrund.

Alle Präparate zur äußeren Anwendung bei Neurodermitis anzeigen.

Systemische Therapie erfolgt von innen

Bei der systemischen Therapie erfolgt die Neurodermitis-Behandlung der Haut von innen heraus. Der Fokus liegt zumeist auf einer Reduzierung der Entzündung, aber auch des Juckreizes. Für die innere Anwendung stehen sowohl rezeptfreie als auch rezeptpflichtige Präparate zur Verfügung. Gängige Wirkstoffe zur Juckreiz- und Entzündungshemmung sind zum Beispiel Cetirizin, Loratadin oder Dimetinden.

Cetirizin bei Neurodermitis

Cetirizin ist als wirksames Mittel bei Allergien bekannt, kann aber auch bei Neurodermitis gute Resultate erzielen. Das Antihistamin verhindert oder lindert zumindest den Juckreiz und kann so den Leidensdruck mindern. Der Wirkstoff ist in Form von Tabletten, Saft, Tropfen und Salbe erhältlich und kann bei Neurodermitis oder zusätzlich bestehenden Allergien individuell und gezielt angewendet werden.

Cetirizin und Neurodermitis bei Kindern

Leiden Kinder unter Neurodermitis, kann der Wirkstoff Cetirizin ebenfalls eingesetzt werden. Zugelassen sind cetirizinhaltige Präparate in entsprechend angepasster Dosierung für Kinder ab zwei Jahren. Allerdings sollten hier die möglichen Nebenwirkungen genau kontrolliert werden, da Cetirizin Müdigkeit und Benommenheit erzeugen kann.

Zum Arzt bei den ersten Auffälligkeiten

Da Neurodermitis zwar behandelt, aber nicht geheilt werden kann, ist die frühzeitige Erkennung ausschlaggebend für einen schnellen Behandlungserfolg. Treten bei Ihnen daher ein oder mehrere der erwähnten Anzeichen auf, leiden Sie unter anhaltendem Juckreiz oder Ekzemen, sollten Sie umgehend einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann oftmals schon auf Sicht und unter Berücksichtigung der Symptome eine erste Diagnose stellen und entsprechende Therapieschritte einleiten oder notwendige Tests beauftragen.

Bei schweren Formen der Neurodermitis kann der Arzt auch zu empfehlenswerten Veränderungen, wie beispielsweise einer Kur im Reizklima, raten.

Alternativen und begleitende Behandlung

Zusätzlich zu der Behandlung mit Cremes und Medikamenten stehen Alternativen für ein verbessertes Hautbild trotz Neurodermitis parat. Zu diesen gehören:

Hautpflege bei Neurodermitis

Je nach Ausprägung und Schweregrad der Neurodermitis sollten bei der Hautpflege verschiedene Wirkstoffe eingesetzt werden. Bei trockener, rissiger und schuppiger Haut kommt es auf die rückfettende Wirkung an. Empfehlenswert sind dann beispielsweise Harnstoff (Urea) und Linolensäure. Allerdings nur, wenn keine Entzündungen bestehen. Kommen Infektionen hinzu, sollten Parfenac, Eichenrindenextrakt und Steinkohlenteer zum Einsatz kommen.

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Handelt es sich bei Ihrer Form von Neurodermitis um nässende Stellen und Ekzeme, sind hingegen austrocknende Maßnahmen und Mittel angeraten. Vor einer Behandlung steht aber der Besuch beim Arzt. Nur mit diesem kann ein sinnvoller und individuell abgestimmter Therapieplan aufgestellt werden.

Sonnenschutz bei Neurodermitis

Sonnenschutzmittel haben bei Neurodermitis einen besonderen Stellenwert. Sie sollten frei von Duftstoffen und Konservierungsmitteln sein, eine besonders hohe Hautverträglichkeit aufweisen und am besten auf der Basis von Wasser in Öl hergestellt worden sein. Auf diese Weise wirken sie feuchtigkeitsspendend und rückfettend.

Zusätzlich zum Sonnenschutz in Cremeform sollten lange Aufenthalte im direkten Sonnenlicht vermieden und die Haut mit leichtem Baumwollgewebe geschützt werden.

Duschen und Baden bei Neurodermitis

Lieber häufig dafür kühl und kurz duschen, als lange heiß baden. Aufgrund des häufigen Eincremens bildet sich auf der Haut ein Film aus Pflegemitteln, Bakterien, Hautschuppen und Schweiß. Die tägliche Reinigung mit klarem Wasser ist daher entscheidend für die Gesundheit. Zudem sollten, allerdings nur wenn nötig, milde Zusätze und Reinigungsprodukte Verwendung finden. Ansonsten reicht Wasser vollkommen aus.

Im Anschluss an die Reinigung wird die Haut trockengetupft, nicht gerieben oder gerubbelt. Um zusätzliche Reizungen auszuschließen, achten Sie auf die folgenden Hinweise:

  Neurodermitis bei Babys & Kindern

Eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen gegen den Ausbruch von Neurodermitis ist das Stillen bis mindestens zum vierten, besser noch bis zum sechsten Lebensmonat. Auch sollte bis zu diesem Zeitpunkt Beikost komplett vermieden werden. Selbst der bei vielen als erste Zusatzkost so beliebte Getreidebrei, gehört dann noch nicht auf den Speiseplan des Säuglings. Denn auch er kann ein Auslöser für die Neurodermitis sein.

Neurodermitis bei Säuglingen und Kindern stellt eine besondere Belastung für alle Beteiligten dar. Der Juckreiz sorgt beim Nachwuchs für schlaflose Nächte, Sorge und Hilflosigkeit bei den Eltern. Die folgenden Tipps können helfen:

Quellen

1 http://www.onmeda.de/krankheiten/neurodermitis-definition-haeufigkeit-1260-3.html 2 https://www.kvberlin.de/30patienten/60gesundheitsratgeber/neurodermitis/10teil2.html 3 http://www.onmeda.de/krankheiten/neurodermitis-ursachen-1260-4.html Burgerstein, U., Schurgast, H, Zimmermann, M: Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung (2012), Trias Verlag (12. Auflage) https://vebu.de/themen/gesundheit/naehrstoffe/omega-3-fettsaeuren http://www.budwig-stiftung.de/service/omega-3omega-6.html http://jucknix.de/cetirizin/ http://www.medizin-im-text.de/blog/2014/75/neurodermitis-aufgekratzt-statt-makellos/


Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen der Autorin dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über sparmedo.de direkt eingepflegt und sind keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments.

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