Sparmedo Ratgeber Logo

Wirksame Hilfe bei Akne

Rund 80 Prozent der Deutschen zwischen 12 und 30 Jahren sind oder waren schon einmal von Akne betroffen. Während der Pubertät zählt Akne zu den typischen Begleiterscheinungen, unterscheidet sich jedoch individuell in der Dauer und Intensität. Bis zum 30. Lebensjahr klingt Akne meist wieder ab, bei 40 Prozent der Frauen bzw. 22 Prozent der Männer bleibt die Hauterkrankung jedoch auch über das 25. Lebensjahr hinaus bestehen.1

Klar ist: Akne ist nicht gleich Akne. Als häufigste Hauterkrankung überhaupt hat sie zahlreiche Erscheinungsformen und Verläufe, kann kaum beeinträchtigen oder aber zu Narbenbildung und psychischer Belastung führen. Umso wichtiger ist es, frühzeitig wirksame Mittel und Maßnahmen einzusetzen.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Entstehung von Akne
  2. Unterschiedliche Akneformen und ihre Symptome
  3. Ursachen für Akne
  4. 6 Faktoren, die Akne verschlimmern können
  5. Ernährung bei Akne
    1. Blutzuckerspiegel
    2. Nährstoffmangel
    3. Vermeidbare Lebensmittel
    4. Geeignete Lebensmittel
    5. Darmgesundheit & Unverträglichkeiten
  6. Akne behandeln
    1. Ziele einer Aknebehandlung
    2. Leichte Akne selbst behandeln
    3. Wann der Arztbesuch unumgänglich ist
    4. äußere Behandlungsmöglichkeiten
    5. innere Behandlungsmöglichkeiten
    6. Hausmittel & natürliche Wirkstoffe
    7. Aknebehandlung in der Schwangerschaft
  7. Hautpflege bei Akne
    1. Pickel ausdrücken
    2. Make-Up
  8. Aknenarben behandeln

Entstehung von Akne

Die folgende Abbildung zeigt die Entstehung von Akne in vier Schritten:

Entstehung von Akne

Um die Entstehung von Akne zu verstehen, muss zunächst der Aufbau der Haut beziehungsweise der Talgdrüsen und deren Funktion bekannt sein.

Hauttalg dient dem Hautschutz

Talgdrüsen sitzen zumeist im Haarkanal und werden daher auch als Haarbalgdrüsen bezeichnet. Sie produzieren das sogenannte Sebum, also Talg, das aus Lipiden besteht. Diese Substanz verteilt sich über Haut und Haare und wirkt als körpereigene Schutzschicht.

Gesunde Drüsen in der Lederhaut produzieren fortlaufend Sebum

Talgproduktion bei gesunden Talgdrüsen

Als natürlicher Schutz hält Sebum Haare und Haut geschmeidig, bewahrt sie vor dem Austrocknen und bildet eine Barriere gegen schädliche Einflüsse. Krankheitserreger und Chemikalien können der Haut bei unzureichender Talgproduktion deutlich leichter zusetzen, zu Infektionen und Verletzungen führen. Zudem wird die Haut trocken und rissig. Beim Haar kommt es hingegen schneller zu Brüchigkeit.


Verhornungsstörung verhindert, dass Talg abfließt

Verhornungsstörung bei Akne

Sind die Drüsen allerdings durch abgestorbene Hautzellen verstopft, liegt eine Verhornungsstörung vor und der Talg kann nicht mehr abfließen.


Talgproduktion findet verstärkt statt und Pickel entstehen

Gesteigerte Talgproduktion bei AkneDiese Verhornungsstörungen führen dazu, dass sich der Haarkanal aufbläht und nach außen abschließt. Die Talgproduktion in der Haut findet verstärkt statt, jedoch kann dieser nicht ausreichend abfließen. Dadurch entstehen zum Beispiel Mitesser.


Bakterien im Inneren fördern Entzündungen und Pusteln

Entzündungen und Eiteransammlungen bei Akne

Vermehren sich im Inneren Bakterien, kommt es zu Entzündungen, Pustelbildung oder der Bildung von Eiter. Die Folge sind schmerzhafte Infektionen und Rötungen, Entzündungsherde, aber auch trockene rissige Haut, die das Hautbild von Akne prägen. Letzteres erklärt sich dadurch, dass die Verteilung von Talg gestört ist und der Hautschutz dadurch an anderer Stelle fehlt.

Unterschiedliche Akneformen und ihre Symptome

Wie bereits erwähnt, ist Akne nicht gleich Akne. Unter dem Überbegriff verbergen sich mehrere verschiedene Formen. Zu diesen gehören:

Akne vulgaris

Die "gewöhnliche" Akne trifft nahezu jeden Jugendlichen und äußert sich fettiger Haut, Pickeln, Papeln und Pusteln. Die Verläufe und Entzündungen können dabei so schlimm werden, dass es zur Narbenbildung kommt.

Akne inversa und Akne conglobata

Die schlimmste Akneform ist die Akne inversa beziehungsweise conglobata. Große Mitesser und Pickel, ineinander übergehendes Narbengewebe und zusammenlaufende Entzündungsherde, starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sind typische Symptome. Ebenso eine bläulich violette Verfärbung der betroffenen Hautstellen. Eine schnelle, umfassende ärztliche Therapie ist hier unumgänglich.

Akne tarda

Bei der Akne tarda handelt es sich um eine Form der Hauterkrankung, die meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr einsetzt. Vor allem Frauen sind betroffen, wobei sich die Symptome meist deutlich kurz vor der Menstruation verschlimmern.

Akne comedonica

Die Akne comedonica ist sehr einfach an den deutlich vergrößerten Poren und den zahlreichen Mitessern - die sogenannten Comedone - zu erkennen. Aus diesen können sich allerdings Entzündungen und dadurch Pickel und Pusteln entwickeln. Häufig tritt diese leichte Form der Akne von der Pubertät bis knapp über das 30. Lebensjahr hinaus auf

Akne venenata

Diese Form gehört zu den sogenannten Kontakt-Aknen, die Symptome werden also durch Hautkontakt zu reizenden Stoffen ausgelöst. Zu diesen gehören Chlor, Teer und andere Chemikalien aber auch Öl.

Akne papulopustulosa

Kennzeichen dieser Akneform sind hauptsächlich tiefsitzende Entzündungen wie Papeln, aber auch Pusteln. Die Haut wirkt dadurch uneben und unter der Haut sind schmerzhafte Knötchen fühlbar, die sich oftmals in Rötungen an der Oberfläche äußern. Eine ärztliche Therapie ist hier oftmals unabdingbar.

Akne neonatorum

Diese Form der Akne zeigt sich bei Neugeborenen und Kleinkindern, die allein oder hauptsächlich von Muttermilch ernährt werden. Über diese gelangen auch die Hormone der Mutter in den kindlichen Organismus und können hier kleine, weißliche Pickel verursachen. Eine spezielle Behandlung ist nicht nötig, da die Akne neonatorum mit dem Ende der Stillzeit von allein verschwindet.

Akne medicamentosa

Barbiturate, Anabolika, hormonelle Verhütungsmittel, Kortison, Lithium, aber auch die Zusatzstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten können zu Veränderungen der Haut führen. Die Folgen sind vergrößerte Poren, Pusteln und Abszesse, eine gesteigerte Talgproduktion und Pickel. Diese treten für gewöhnlich am stärksten im Gesicht auf, zeigen sich aber auch an den Armen sowie auf Brust und Rücken.

Akne aestivalis

Besser bekannt als Mallorca Akne handelt es sich bei dieser Störung der Haut nicht um die eigentliche Akne, sondern um Symptome, die mit einer Schutzfunktion einhergehen. Ausgelöst wird sie durch ein Übermaß an Sonnenstrahlung. Die Symptome bewegen sich zwischen starken Rötungen, Knötchenbildung, Juckreiz und leichter Mitesser-Bildung, jedoch ohne Entstehung von Eiter. Besonders Schultern, Brust und Rücken sowie die Arme sind meist am stärksten betroffen.

Akne cosmetica

Auch als Kosmetik-Akne bekannt, handelt es sich hierbei in der Regel um eine Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber Bestandteilen von Make-up und Hautpflegeprodukten. Schwellungen, Rötungen und Pickel sind die häufigsten Symptome. Wird der auslösende Stoff gefunden und darauf verzichtet, verbessert sich das Hautbild sehr schnell. Betroffen ist etwa ein Viertel aller Frauen zwischen 25 und 50 Jahren.

Ursachen für Akne

Die Ursachen für Akne sind so zahlreich wie die Formen und Erscheinungsbilder. Vor allem die folgenden Faktoren spielen aber eine Rolle:

6 Faktoren, die Akne verschlimmern können

Bestimmte Gewohnheiten und Einflüsse können Akne begünstigen. Diese Faktoren führen zu Veränderungen der Haut und können auf diese Weise Verstopfungen und Entzündungen fördern:

6 Faktoren, die Akne verschlimmern können

Ernährung bei Akne

Die Ernährung hat keinen oder kaum einen Einfluss auf die Haut - sagen die einen. Mit der ausgewogenen Ernährung und einem gesunden Darm lassen sich einige Akneformen ganz natürlich heilen - meinen die anderen. Wer einmal die Geduld und den Willen aufbringt, die Ernährung umzustellen, wird aber meist eine positive Überraschung erleben.

Der Blutzuckerspiegel und seine Rolle bei Akne

Die Ernährung beeinflusst den Blutzuckerspiegel direkt, dieser wiederum hat eine Auswirkung auf den Hormonhaushalt. Je öfter und stärker der Blutzucker in die Höhe schießt, desto mehr Insulin wird produziert. Insulin begünstigt die Ausschüttung von Testosteron, was die Akne auslösen oder verschlimmern kann. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass ein gleichmäßiger Blutzuckerspiegel das Hautbild positiv beeinflusst. Zudem entsteht hierdurch auch eine angenehme Nebenwirkung, denn Stimmung und Leistungsfähigkeit sind ebenfalls weniger Schwankungen unterworfen, wodurch das Gesamtbefinden auch von einer abgestimmten Ernährung profitiert.

Nährstoffmangel und Akne

Tag für Tag sind Körper und Haut unzähligen Belastungen ausgesetzt. Krankheitserreger, Schadstoffe und Stress sind nur einige dieser Faktoren. Um Schäden im Vorfeld abzuwehren oder diese auszugleichen, benötigt der Organismus entsprechende Nährstoffe. Besteht ein Mangel an diesen, lassen die Abwehr- und Regenerationskräfte nach, die Krankheitsanfälligkeit, Entzündungsneigung und auch das Risiko für Akne steigen. Gerade die erhöhte Anfälligkeit für Entzündungen ist bei Akne abträglich, da selbst kleine Risse und Infektionen hierdurch eskalieren, zu schmerzhaften Wunden und Narben werden können. Eine Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist, kann hingegen das Hautbild verbessern.

Diese Nährstoffe sind bei Akne wichtig

Eiweiße und essenzielle Aminosäuren, ungesättigte Fette, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Wasser sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Diese halten nicht nur die Haut gesund und können Akne vorbeugen oder das Erscheinungsbild verbessern. Eiweiße, Fett- und Aminosäuren sind entscheidende Bausteine, die zur Regenerierung beitragen. Einige Vitamine wirken hingegen antioxidativ, fangen also freie Radikale und beugen damit Schäden vor. Auch können sie Entzündungen vorbeugen. Gleiches gilt für die Spurenelemente und Mineralstoffe. Empfehlenswert sind vor allem:

Diese Lebensmittel sollten Sie bei Akne meiden

Lebensmittel, die den Blutzucker rapide in die Höhe schießen lassen, haben die obig erwähnte negative Wirkung auf Haut und Akne. Sie sollten daher möglichst vermieden oder nur in kleinen Mengen aufgenommen werden. Zu ihnen zählen:

Obwohl sich lange eine gegenteilige Meinung hielt, die von einer wissenschaftlichen Studie aus den 1960ern bestätigt erschien, ergeben neue Untersuchung einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Ernährung und Akne. So wurden vor allen Dingen Milch, Fast Food, Lebensmittel mit einer hohen glykämischen Last und Kohlenhydrate als negative Einflüsse ausgemacht.2

Lebensmittel für die Hautgesundheit

Frisches, unbehandeltes Gemüse und Obst, günstige Eiweißquellen - wie Fisch und mageres Fleisch, Eier, Hülsenfrüchte - sowie Nüsse, Vollkornprodukte und Samen wirken sich günstig auf die gesamte Gesundheit und die Haut aus. Zudem sollte reichlich Flüssigkeit, in Form von Wasser, ungesüßten Tees und Gemüsesäften auf dem Speiseplan stehen. Wichtig ist es außerdem, den Körper nicht mit großen Mengen zu überladen. Essen Sie also lieber mehrere kleine und leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt, als zwei bis drei riesige Portionen einzunehmen. Hierdurch bleibt der Blutzuckerspiegel weitestgehend stabil. Die Haut kann sich erholen oder ein Akneschub verhindert werden.

Darmgesundheit, Unverträglichkeiten und Akne

Ist der Darm erkrankt oder wird ständig belastet, leidet die gesamte Gesundheit. Die Haut ist hierbei keine Ausnahme und wird teilweise stark beeinträchtigt. Verantwortlich hierfür ist die eingeschränkte Funktion des Verdauungsapparates. In diesem werden die meisten Nähr- und Vitalstoffe umgewandelt und dem Organismus bereitgestellt. Liegen hier Störungen vor, können - zunächst unbemerkt - Mangelzustände entstehen. Als Teil einer Aknebehandlung oder Ernährungsumstellung ist es daher sinnvoll, eine Darmsanierung durchzuführen.

Akne behandeln

Wird die Akne zur Belastung, weil sie mit Schmerzen einhergeht, Narben hinterlässt oder psychischen Leidensdruck hervorruft, ist eine Behandlung unumgänglich. Sinnvoller ist es natürlich, diese bereits beim ersten Auftreten von Mitessern und Pickeln zu beginnen, um schlimmere Verläufe zu verhindern. Die Aknebehandlung zielt dabei auf verschiedene Verbesserungen ab.

Die Ziele der Aknebehandlung

Zu den Zielen einer umfassenden Aknebehandlung gehören:

Allerdings setzen viele Therapien noch immer nicht an den Ursachen an. Behandelt werden stattdessen die Symptome. Auch dieses Vorgehen kann jedoch eine deutliche Verbesserung bewirken, wenn es gewissenhaft und mit Geduld durchgeführt wird.

Leichte Akne selbst behandeln - Grundregeln und Tipps

Zeigen sich schwarze oder weiße Mitesser, Pickel oder Rötungen, können zunächst genaues Beobachten, eine Umstellung der Pflege und Ernährung helfen. Beachten Sie dabei das Folgende:

Angeraten ist dieses sanfte Vorgehen anstelle eines Arztbesuches aber nur, wenn es sich um einen sehr leichten Fall handelt. Verschlechtert sich das Hautbild, sollte umgehend ein Mediziner aufgesucht werden.

Wann der Arztbesuch bei Akne unumgänglich ist

Wenn bereits ein Punkt der folgenden Liste zutreffend ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wer zunächst abwartet, riskiert schwerere Akneformen und Narbenbildung:

Behandlungsmöglichkeiten zur äußeren Anwendung

Um Akne erfolgreich behandeln zu können, müssen zunächst die individuellen Auslöser bekannt sein. Handelt es sich um ein hormonelles Ungleichgewicht, Kontakt-Akne durch Chemikalien und Kosmetika oder eine ungünstige Ernährung in Verbindung mit genetischer Veranlagung? Erst, wenn die Auslöser feststehen, können diese gemieden und entsprechende Therapieformen getestet werden. Bei der äußerlichen Anwendung kann es sich um den Verzicht auf reizende Stoffe, aber ebenso um den Einsatz von speziellen Substanzen - wie Retinoide, Azelainsäure, Benzoylperoxid und äußerlich anzuwendende Antibiotika - handeln.

In jedem Fall sollte eine ärztliche Untersuchung am Anfang der Therapie stehen. Eine Selbstmedikation ist nur bei sehr leichten Fällen und mit Hausmitteln sinnvoll.

Retiniode

Retinoide werden aus Vitamin A gewonnen und werden eingesetzt, wenn Akne einen sehr schweren Verlauf nimmt und zahlreiche Komedogene auftreten. Allerdings lassen sie die Haut sehr lichtempfindlich werden und erfordern daher zusätzlich einen starken Sonnenschutz. Zudem dürfen sie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Azelainsäure

Azelainsäure gehört zu den Schälmitteln und wirkt der Verhornung der Talgdrüsen entgegen. Produkte, die diesen Wirkstoff enthalten, können allerdings stark reizend wirken. Entscheidend ist daher auch die passende und abgestimmte Hautpflege.

Benzoylperoxid

Benzoylperoxid (BPO) ist ein sogenanntes Schälmittel, das gegen Pickel, Mitesser und generell Verstopfungen der Talgdrüsen wirkt. Um starke Reizungen zu vermeiden, werden lediglich geringe Konzentrationen von 2,5 bis 3 Prozent eingesetzt. Eine Steigerung bis hin zu 10-prozentigen Mitteln ist aber möglich. Die medizinische Hautpflege ist rezeptfrei, aber apothekenpflichtig und bei der Behandlung von Acne vulgaris geeignet.

Antibiotika

Bei häufigen Entzündungen, die oftmals mit Akne einhergehen, ist der Einsatz antibiotischer Salben und Cremes sinnvoll. Auch diese sind meist rezeptfrei erhältlich.

Behandlungsmöglichkeiten zur inneren Anwendung

Da ein hormonelles Ungleichgewicht oftmals am Anfang der Akne steht, gibt es für Mädchen und Frauen die Möglichkeit, Akne durch die Einnahme der Pille zu verbessern. Zusätzlich setzen Ärzte in schwierigen Fällen Antibiotika und Akne-Medikamente wie Isotretinoin und Roacuttan Verwendung finden, diese sind aber teilweise stark mit Nebenwirkungen behaftet und werden daher nur im Notfall verschrieben.

Eine Selbstmedikation kann mit Zink und Hausmitteln wie Heilerde und Aloe Vera erfolgen.

Gute Hausmittel und natürliche Wirkstoffe

Unterstützende Behandlung bei einer Kosmetikerin

Da Akne durchaus keine Seltenheit ist, bieten zahlreiche Kosmetiker spezielle unterstützende Behandlungen an. Sie entfernen Verhornungen und Verunreinigungen, können mit speziellen Mitteln und Maßnahmen das Hautbild verbessern und weiteren Entzündungen vorbeugen. Sogar nach einer Akneerkrankung ist ein Besuch sinnvoll, da die Narbenbehandlung bei einigen Kosmetikern ebenfalls möglich ist.

Aknebehandlung in der Schwangerschaft

Im Rahmen einer Aknebehandlung können Substanzen verschrieben werden, die in Schwangerschaft und Stillzeit ein Risiko für das ungeborene Kind oder den Säugling darstellen. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, einen Kinderwunsch oder eine bestehende Schwangerschaft so früh wie möglich dem behandelnden Arzt mitzuteilen. Hierdurch kann die gewählte Therapie bei Bedarf umgestellt werden. Vor allem die mit dem Vitamin A verwandten Substanzen, wie Isotretinoin, könnten schädigend wirken und müssen daher abgesetzt werden.

Hautpflege bei Akne

Bei der Hautpflege sollte Folgendes beachtet werden:

Pickel ausdrücken

Hautärzte raten dringendst davon ab, Pickel und Mitesser selbst auszudrücken. Dadurch steigt das Infektionsrisiko. Wird eine nach außen abgeschlossene Entzündung - also beispielsweise ein eitriger Pickel - geöffnet, können weitere Keime in die Wunde eindringen. Die Haut wird verletzt und durch den ausgeübten Druck gereizt. In der Folge verschlimmert sich die Infektion meist und es können Narben entstehen.

Druckgefühle, Schmerzen und nicht zuletzt die Optik können aber dennoch dazu verleiten, die Pickel auszudrücken. Sauberkeit ist dann oberstes Gebot - aber keine Garantie dafür, den Zustand zu verbessern. Gesünder und sinnvoller ist es, diese Form der Reinigung und Erleichterung professionell durchführen zu lassen. Beispielsweise bei fachkundigen Kosmetikern.

Make-Up bei Akne

Ebenso wie beim Ausdrücken von Pickeln ist auch beim Abdecken bekannt, dass dieses das Hautbild noch zusätzlich verschlechtern kann. Make-up verstopft nicht selten die Poren und reizt die Haut zusätzlich - dennoch ist die Versuchung groß, Rötungen und Entzündungen unter Kosmetika zu verstecken. Gänzlich unmöglich ist das nicht, wenn einige Tipps beachtet werden:

Aknenarben behandeln

Nicht nur bei sehr schweren Verläufen von Akne kommt es häufig zur Narbenbildung auf der Haut. Diese können eingesunken oder aufgeworfen sein. In der Fachsprache werden die als Dellen sichtbaren Narben als atroph und die wulstartigen Narbengewebe als hypertroph bezeichnet. Bei beiden Formen kann eine entsprechende Therapie für eine optische Verbesserung sorgen.

Atrophe Narben behandeln

Die eingesunkenen Narben können je nach Ausprägung mit speziellen Cremes, Fruchtsäure, Mikrodermabrasion, chemischen Peelings oder chirurgisch therapiert werden. Welche Behandlungsform angeraten ist, muss ärztlich entschieden werden.

Fruchtsäure

Der Einsatz von Fruchtsäure zur Therapie von Aknenarben ist ein recht sanftes Verfahren. Es eignet sich bei milden Ausprägungen und wird durch den Hautarzt durchgeführt. Hierbei wird die Fruchtsäure als Peeling eingesetzt, um Unebenheiten abzutragen und so auszugleichen.

Mikrodermabrasion

Bei der Mikrodermabrasion werden betroffene Bereiche "abgeschliffen". Die Narbenränder werden dadurch angeglichen, das Hautbild wird ebener.

Chemische Peelings

Durch spezielle Mittel wird die oberste Hautschicht gepeelt, wodurch die Übergänge zwischen Narben und anderem Gewebe ebenfalls angeglichen werden.

Chirurgische Behandlung

Die Therapie mit Laser, Unterspritzungen zum Auffüllen der Narben und die Entfernung vonNarbengewebe kann in einigen Fällen angeraten sein und eine deutliche Verbesserung des Hautbildes bewirken.

Hypertrophe Narben behandeln

Aufgeworfene, wulstartige Narbengewebe können durch Cremes und Gels zur Rückbildung bewegt werden. Eine Entfernung durch plastische Chirurgie ist fallabhängig ebenfalls möglich.

Narbencremes

Narbencremes sind auch ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke zu erhalten und können die optische Erscheinung von vernarbten Bereichen verbessern. Allerdings sind dafür eine regelmäßige Anwendung und Geduld von Nöten. Deutliche Unterschiede ergeben sich oftmals erst nach Wochen oder Monaten und das auch nur, wenn die Narben häufig und regelmäßig gepflegt werden.


Quellen

1http://www.doktor-haut.de/akne/die-akne-infografik/
2http://www.clinicalcorrelations.org/?p=4441
https://www.aerzteblatt.de/pdf/111/17/m301.pdf


Bitte beachten Sie: Die im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen der Autorin dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über sparmedo.de direkt eingepflegt und stellen keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments dar.

Beitrag kommentieren

* - Pflichfelder

Passende Artikel

So nehmen Sie Medikamente richtig ein So nehmen Sie Medikamente richtig ein
Medikamente sind in den unterschiedlichsten Darreichungsformen erhältlich. Nicht selten kann sogar ...
Verfasst am 20.11.2013
Dickmacher - heimliche Figurfallen Dickmacher - heimliche Figurfallen
Dass Pizza, Pasta und Pommes dick machen weiß jeder. Wer abnehmen will, vermeidet diese ...
Verfasst am 27.11.2013