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Narbenbehandlung mit der richtigen Narbenpflege

Ob OP-Naht oder Verbrennungen - Narben lassen sich zwar nicht immer vermeiden, mit der richtigen Narbenpflege jedoch gut behandeln. Selbst, wenn die Verletzung lange Zeit zurückliegt, können passende Mittel und Wirkstoffe - wie Heparin, Zwiebelextrakt, Allantoin oder Pflanzenöle - eine deutliche Verbesserung bewirken. 

Mit den richtigen Narbenpflegeprodukten lässt sich aber eine deutliche Besserung erzielen und im besten Fall wird die Narbe so unauffällig, dass sie kaum mehr sichtbar ist. Zudem lassen sich mit den passenden Mitteln auch Beschwerden lindern, die von dem Narbengewebe verursacht werden können.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen: 

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Ursachen für Narbenbildung
  3. Narben Arten
  4. Narben Symptome
  5. Narben behandeln
    1. Geeignete Wirkstoffe zur Narbenpflege
    2. Gängige Darreichungen bei der Narbenpflege
    3. Narben lasern
    4. Mikrodermabrasion und Unterspritzung atropher Narben
  6. Folgen bei Nichtbehandlung
  7. Richtige Hautpflege - Tipps, um Narbenbildung in Grenzen zu halten
    1. Wie pflege ich meine Narbe nach dem Kaiserschnitt?
    2. Wie pflege ich meine Narbe nach einer Operation?

Das Wichtigste zu Narben in Kürze 

  • Zur Narbenbildung kommt es bei tieferen Verletzungen, die bis in das durchblutete Bindegewebe reichen
  • Narbengewebe weicht im Aufbau von anderer Haut ab, ist weniger elastisch und kann auch Beschwerden wie Juckreiz und Schmerzen verursachen
  • Narben werden nach ihrer Erscheinung in atrophe und hypertrophe Formen sowie Keloide unterschieden
  • Bei frühzeitiger und vor allem regelmäßiger Narbenpflege lässt sich das Erscheinungsbild deutlich verbessern
  • Zur Behandlung können Narbenpflegeprodukte mit Wirkstoffen wie Heparin, Harnstoff, Polyurethan, Silikon, Dexpanthenol und Zwiebelextrakt, oder auch chirurgische Maßnahmen eingesetzt werden 

Ursachen für Narbenbildung

Kurz nicht aufgepasst und schon schneidet das Messer in den Finger und nicht die Tomate - ein derlei kleiner Unfall ist wohl jedem schon einmal passiert. Dazu können Narben aber auch in anderen Situationen entstehen. Mögliche Ursachen sind:

  • tiefere Kratzer und Schnitte
  • tiefe Schürfwunden
  • Platzwunden
  • Risse beziehungsweise Überdehnungen in der Haut, beispielsweise durch sehr schnelles Wachstum oder abrupte Gewichtszunahmen
  • Entzündungen und Hautkrankheiten, wie beispielsweise Akne
  • Operationen 
  • Verbrennungen
  • Krankheiten mit Hautbeteiligung wie beispielsweise Windpocken

Auch die Wundversorgung spielt eine Rolle bei der Narbenbildung. Doch wie kommt es nun dazu, dass nicht aus jedem Kratzer oder Schnitt eine Narbe gebildet wird?

Wie entstehen Narben?

Wird nur die oberste Hautschicht verletzt, kann sich die Haut erholen und regenerieren, eine Narbe entsteht also nicht. Bei einer Beteiligung des durchbluteten Bindegewebes verhält es sich jedoch anders. Hier füllt der Körper die Wunde mit einer größeren Menge an minderwertigen Kollagenfasern, die sich in der Struktur deutlich von der umliegenden Haut unterscheiden.

Narbengewebe ist weniger elastisch und fester
Im Vergleich zu unverletzter Haut wirkt die Kollagenstruktur einer Narbe „chaotisch“ und ist dicker. Das neue Gewebe ist daher fester und weniger elastisch. 

Hinzu kommt, dass sich verletzte Blutgefäße nicht oder kaum nachbilden und auch Hautanhangsgebilde, wie Drüsen und Haarfolikel, nicht regeneriert werden. Dadurch ist das neue Gewebe schlechter durchblutet, wird weniger mit Talg versorgt, schwitzt nicht und ist auch nicht behaart. Ihm fehlt also ein großer Teil des Hautschutzes.

Narben Arten

Medizinisch werden fünf Narben Arten unterschieden:

  • Fibröse
  • Sklerotische
  • Atrophe
  • Hypertrophe
  • Keloide

Bei den fibrösen Narben handelt es sich allerdings um die unauffälligste Form. Sie sind weder erhaben noch abgesunken und unterscheiden sich lediglich farblich von der umliegenden Haut. Auch sklerotische Narben finden sich in der Regel auf Hautniveau, sind jedoch auffällig fest und unelastisch oder können sogar schrumpfen. Ein Behandlungsbedarf besteht dennoch selten.
Anders verhält es sich bei den restlichen drei Narben Arten.

Atrophe Narben

Bei atrophen Narben bildet der Körper nicht ausreichend Kollagen, um die durch eine Verletzung entstandene "Lücke" in der Haut ausreichend aufzufüllen. Das Ergebnis ist eine eingefallene Narbe. Besonders häufig entstehen die atrophen Narben durch Akne, Windpocken oder kleinere Platz- und Schürfwunden. Auch wenn eine Wunde sauber genäht wird, kann es beispielsweise bei einem Kollagenmangel zur atrophen Narbenbildung kommen.

Hypertrophe Narben

Bei der hypertrophen Narbenbildung wird die Wunde mit einem Übermaß an Kollagen aufgefüllt, das Narbengewebe ist dadurch sicht- und spürbar über dem Niveau der umliegenden Haut und wirkt erhaben. Hypertrophe Narben können bei entsprechender Veranlagung entstehen, jedoch ebenfalls auf die Belastung des frischen Narbengewebes zurückzuführen sein. Vor allem häufiges Dehnen oder auch ein ständig darauf lastender Zug kann die hypertrophe Narbenbildung begünstigen. 

Wulstnarben - Keloide

Ähnlich der hypertrophen Narben kommt es bei Keloiden zu einer übermäßigen Auffüllung mit Kollagen, allerdings so stark, dass das Narbengewebe deutlich über die Wundränder hinausreicht. Oftmals erinnern die Ausläufer des Narbengewebes in ihrem Aussehen an Krebsscheren. 
Die Wulstnarben scheinen auf erbliche Veranlagung sowie Hormone zurückzuführen zu sein. Häufiger betroffen sind unter anderem:

  • Jugendliche und junge Erwachsene 
  • Frauen
  • dunkle Hauttypen

Auch bei der Körperstelle gibt es Unterschiede. So treten die Keloide vorrangig am Oberkörper und im Bereich des Kopfes, wie beispielsweise an den Ohrläppchen, auf.

Narben Symptome

Neben dem Erscheinungsbild der verschiedenen Narben Arten können durch sie auch Beschwerden ausgelöst werden. 

Typische Narbensymptome

Atrophe Narben gehen - abhängig von der Position der Narbe - vergleichsweise selten mit weiteren Symptomen einher. Anders hypertrophe Narben und Keloide. Möglich sind bei allen Arten:

JuckreizschmerzRötung

  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Rötungen und Wärmeentwicklung
  • Entzündungen, vor allem entlang der Narbenränder
  • Brennen
  • Missempfindungen im Narbengewebe
  • Einschränkungen der Beweglichkeit, vor allem wenn sich die Narben im Bereich von Gelenken befinden

Narben behandeln

Es ist nicht in jedem Fall vorhersehbar, welche Form eine Narbe annehmen wird. Narben Art und Ausprägung sind von vielen Faktoren abhängig. Darunter:

  • Art der Verletzung oder der Ursache der Narbe
  • erbliche Veranlagung
  • Wundversorgung und -hygiene
  • Alter und sonstige Gesundheit
  • Art der Naht bei Operationen oder größeren Wunden

Obwohl die Art und Ausprägung der Narbe durch viele Einflüsse mitbestimmt wird, sollte die richtige Narbenpflege nicht unterschätzt werden. Bereits bei der Wundversorgung werden die Weichen für die Narbenentwicklung gestellt. Darüber hinaus können die passenden Mittel und Maßnahmen für eine deutliche Verbesserung der optischen Erscheinung der Narbe sorgen - selbst dann, wenn diese bereits mehrere Jahre alt ist. 

Geeignete Wirkstoffe zur Narbenpflege

Gängige Wirkstoffe bei der Behandlung von Narben sind unter anderem:

  • Allantoin: Es verbessert die Wasserbindungsfähigkeit, lindert Reizungen, hemmt Entzündungen und beschleunigt die Heilung. Dazu kann Allantoin das Eindringen und damit die Wirkkraft anderer Substanzen positiv beeinflussen.
  • Campher: Er verbessert die Durchblutung und desinfiziert, sollte jedoch nur in geringen Mengen und keinesfalls großflächig angewendet werden.
  • Dexpanthenol: Die Zellerneuerung wird angeregt und die Wundheilung beschleunigt, zudem legt sich Dexpanthenol als Schutzfilm über die Haut. 
  • Heparin: Entzündungen werden gehemmt, die Durchblutung gefördert und auch die Wasserbindung verbessert. Zudem kann Heparin die Kollagenstruktur des Narbengewebes auflockern und damit für mehr Elastizität sorgen.
  • Harnstoff: Er macht die Haut weicher und geschmeidiger und sorgt für eine verbesserte Versorgung mit Feuchtigkeit. 
  • Pflanzenöle: Rosmarin, Mandel, Römische Kamille, Lavendel aber auch Argan und Sonnenblume versorgen die Haut mit Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie verbessern die Feuchtigkeitsversorgung, erhöhen die Elastizität und können sogar Entzündungen vermeiden. 
  • Silikone: Sie hemmen vor allem die übermäßige Bildung von Kollagen, sind also ideal bei hypertrophen Narben und Keloiden. 
  • Zwiebelextrakt: Bakterien werden abgetötet, Entzündungen gehemmt und sogar einen abschwellenden Effekt hat der Zwiebelextrakt. Zusätzlich kann er die Entstehung wulstiger und hypertropher Narben verhindern.

Es gibt also eine ganze Reihe von Wirkstoffen, die für die Narbenpflege geeignet sind. Bewährt haben sich aber vor allem Kombinationen aus verschiedenen Wirkstoffen, die sich gegenseitig ergänzen oder verstärken. So zum Beispiel mehrere Pflanzenöle und -extrakte in einem Produkte. Ebenso wie Zwiebelextrakt, Allantoin und Heparin. 

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Gängige Darreichungen bei der Narbenpflege

Bei der Narbenpflege finden sich Darreichungsformen, die allgemein aus der Hautpflege bekannt sind. Darunter Gel, Creme, Öl und Salbe aber auch Folien und Wirkstoff-Pflaster. Eine weitere Besonderheit sind Gels mit Massagerollern. 
Wichtig für die Narbenbehandlung ist es, die Wirkstoffe einzumassieren. Ein bereits integrierter Massageroller kann die Anwendung daher vereinfachen.

Einzelne Narben Arten müssen unterschiedlich behandelt werden

Atrophe Narben sind eingesunken und entstehen durch unzureichende Bildung von Kollagen. Hypertrophe Narben und Wulstnarben sind entgegen erhaben und kommen durch zu viel Kollagen zustande. Es liegt bereits bei Erscheinung und Bildung nahe, dass die Narben Arten auch auf unterschiedliche Weise - und vor allem mit entsprechend verschiedenen Wirkstoffen - behandelt werden müssen. 

Tatsächlich ist das bei Narbenpflegeprodukten aber nur bedingt der Fall. Stoffe, die entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und positiv auf Elastizität, Heilung und Wasserbindung wirken, eignen sich für alle Narben Arten. Silikone sollten nicht auf atrophen Narben angewendet werden, Pflanzenöle eignen sich dafür umso mehr für das grübchenförmige Gewebe.

Narben lasern

Eine große Hoffnung für Menschen mit starker Narbenbildung oder mit belastenden Beschwerden durch die Narben ist das Lasern. Hierbei werden drei verschiedene Arten unterschieden:

  • Fraxellaser: Er reizt und verbrennt die Haut in geringem Maße, um eine erneute Kollagenbildung anzuregen. 
  • Gefäßlaser: Dieser verödet Gefäße in der Narbe und kann daher rotes, auffälliges Narbengewebe deutlich aufhellen lassen.
  • Abtragung: Mit dem Laser werden die oberen Schichten des Narbengewebes gezielt verbrannt, wodurch die Narbe abgetragen wird. 

Mikrodermabrasion und Unterspritzung gegen atrophe Narben

Atrophe Narben durch Akne oder Windpocken können ein sehr unebenes Hautbild erzeugen und vor allem durch ihr vorrangiges Auftreten im Gesicht und am Oberkörper stark störend wirken. Fällt die Narbenbildung sehr stark aus oder reichen Cremes und Salben schlicht nicht aus, stehen verschiedene andere Lösungen zur Auswahl. Zu diesen gehören:

  • (Fruchtsäure)Peelings
  • Mikrodermabrasion, als chirurgisches Peeling
  • Laser
  • Unterspritzung zur Aufpolstern

Ziel ist es in jedem Fall, die eingesunkene Narbe (optisch) anzuheben und so dem umliegenden Hautniveau anzupassen. Selbst eine kleine Veränderung der Narbenränder kann bereits dazu führen, dass es nicht mehr zu scharfen und starken Schatten kommt und das Hautbild generell ebenmäßiger wirkt. 

Folgen bei Nichtbehandlung

Bereiten die Narben keine Beschwerden, jucken und schmerzen nicht, wirken sie nur als kosmetische Einschränkung. Anders verhält es sich, wenn es immer wieder zu Brennen, Missempfindungen und Schmerzen kommt - denn dahinter könnte sich eine Gefäßentzündung verbergen. Auch wenn das Narbengewebe zunehmend wuchert und wulstiger wird, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Richtige Hautpflege - Tipps, um Narbenbildung in Grenzen zu halten

Bevor es zu Schürfwunde, Verbrennung, Schnitt oder einem tiefen Katzenkratzer kommt, kann bei der Hautpflege bereits einiges unternommen werden, um die Haut gesund und die Narbenbildung in Grenzen zu halten. Die folgenden Tipps helfen dabei:

  • Haut gesund und stark halten: Eine hohe Flüssigkeitszufuhr, ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und Hautpflege mit Sonnenschutz, Pflegeölen und Feuchtigkeitscremes beugt Schäden vor, begünstigt die Bildung von hochwertigem Kollagen und beeinflusst die Narbenbildung positiv.
  • Belastungen vermeiden: Ausgedehnte Sonnenbäder, trockene Raumluft, enge und scheuernde Kleidung sowie Chemikalien schädigen die Haut und machen sie anfälliger für Verletzungen. Dazu wird die Regeneration nachteilig beeinflusst. 
  • Rauchen und Alkohol reduzieren: Nikotin und Alkohol entziehen der Haut Feuchtigkeit, verlangsamen die Regeneration und lassen das Gewebe schneller altern. Die Entstehung ausgeprägter Narben wird dadurch wahrscheinlicher. 

Wie kann ich der starken Narbenbildung richtig vorbeugen?

Ob Kratzwunde oder OP-Naht, wurde tieferliegendes Gewebe verletzt, wird eine Narbe zurückbleiben. Das richtige Vorgehen kann jedoch noch darüber entscheiden, wie stark und auffällig diese ausfallen wird. Zu beachten sind die folgenden Punkte:

  • Wunden desinfizieren und schützen: Verletzungen sind auszuspülen und mit Wasserstoffperoxid zu reinigen. Anschließende Salbenverbände halten sie feucht und begünstigen eine problemlose Heilung. Selbst oberflächliche Kratzer können durch Infektionen unschöne Narben zurücklassen, auch kleine Verletzungen sollten also entsprechend versorgt werden.
  • Feuchtes trocknen, trocknes befeuchten: Zeigen sich eitrige Sekrete oder nässt die Wunde, sollte sie trocken und luftig gehalten werden. Bei Trockenheit und Rissen muss der Bereich befeuchtet werden. Idealerweise durch entsprechende Salben.
  • Narbenbehandlung frühzeitig beginnen: Früher galt, erst einmal abzuwarten. Besser ist es jedoch, so schnell wie möglich mit der Narbenpflege zu beginnen. Sobald die Fäden gezogen wurden und kein Wundschorf mehr vorhanden ist, sollte mit der Behandlung begonnen werden. Dann nämlich ist das "reparierte" Gewebe am empfänglichsten für Wirkstoffe und Maßnahmen und kann recht schnell positiv beeinflusst werden.
  • Junge Narben schützen: Sonne, Hitze, Kälte, Dehnung und Reibung können dem jungen Narbengewebe stark zusetzen und es negativ beeinflussen. Derlei Einflüsse sind daher dringend zu vermeiden. Sonnenschutz, Pflaster aber auch atmungsaktive und weiche Kleidung sollte der Vorzug gegeben werden. 
  • Überanstrengung vermeiden: Wer auf eine frische Narbe ständigen Zug ausübt oder das Gewebe immer wieder dehnt, kann damit die Entstehung von hypertrophen Narben und Wulstnarben begünstigen. Bei Narbengewebe an Gelenken ist Schonung also besonders wichtig. 
  • Hochwertige Kollagenbildung anregen: Vitamin E von innen und außen zugeführt, viel Flüssigkeit, Eiweiß und Vitamine auf dem Speiseplan - so kann die Kollagenbildung angeregt werden. Auf die Narbenbildung hat diese einen positiven Einfluss. 

Wie sieht die richtige Narbenpflege aus?

Die Narbenpflege erfordert Zeit und Geduld. Je nachdem wie stark die Narbe ausgeprägt ist und wie lange sie bereits besteht, ist mit einer Behandlungsdauer von mindestens mehreren Monaten zu rechnen. 
Zudem muss Regelmäßigkeit herrschen. Cremes, Salben und Öle sollten zweimal täglich einmassiert werden, um möglichst schnell zu wirken. Pflaster und Folien sind mindestens 12 Stunden täglich zu tragen. 

Richtige Anwendung von Produkten zur Narbenpflege

Wie pflege ich Schwangerschaftsstreifen?

Schwangerschaft, Wachstum oder schnelle Gewichtszunahmen können die Streifen auf der Haut hinterlassen. Sie entstehen, wenn das Bindegewebe stark gedehnt wird und dabei aufreißt. Bei ihnen heißt es: cremen, cremen, cremen. Zweimal täglich sollten Creme oder Pflegeöl mit einem hohen Vitamin E Gehalt gründlich in das Gewebe einmassiert werden. Diese Maßnahme ist zugleich die beste Vorbeugung.

Narbe nach dem Kaiserschnitt richtig pflegen

Kaiserschnittnarben werden mit zunehmender Häufigkeit geklebt und nicht genäht, das ist jedoch nicht die einzige Besonderheit des großen Schnitts. Die folgende Anleitung hilft bei der richtigen Pflege:

Kaiserschnittnarbe richtig pflegen

  • Narbe täglich kontrollieren. Wenn der Wöchnerinnen-Bauch die frische Narbe verdeckt, Hilfe oder Spiegel einsetzen. 
  • Die Narbenpflege beginnt neben dem Schnitt, nachdem sich der Kleber gelöst beziehungsweise die Fäden gezogen wurden.
  • In den ersten Tagen wird ein Pflegeöl rund um die Narbe einmassiert.
  • Nach einer Woche kann ein spezielles Narbenpflegeprodukt auch auf der Narbe, aber ohne Druck einmassiert werden. 

Tipp: Während des ersten Jahres sollte direkte Sonneneinstrahlung auf die Kaiserschnittnarbe vermieden werden, damit sie sich nicht dunkel verfärbt. Bei Verwachsungen oder Wulstnarben ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Narbe nach einer Operation richtig pflegen

Nach Operationen heißt es erst einmal abwarten, bevor mit der Narbenbehandlung begonnen wird. Die Fäden müssen gezogen und der Schorf abgefallen sein. Dann ist wie folgt vorzugehen:

Narbe nach einer Operation richtig pflegen

  • Als erste Maßnahme werden Wundheilsalben angewendet, die die Heilung beschleunigen und die Haut geschmeidig halten.
  • Die Behandlung mit speziellen Narbenpflegemitteln beginnt nach einer Woche. Zweimal täglich werden die Narbe selbst und das umliegende Gewebe mit langsam kreisenden Bewegungen massiert. 
  • Die Therapie sollte mindestens über drei bis sechs Monate fortgeführt werden.
Quellen

http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1641
http://www.ptaheute.de/beratung-service/die-aktuelle-ausgabe/narbenpflege-aus-der-apotheke/
http://www.pta-aktuell.de/aktion/news/7061-Keine-bleibende-Erinnerung/
http://www.narbeninfo.de/
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32582
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=857
http://www.laserleipzig.de 


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