Sparmedo Ratgeber

Hilfe bei Abszessen - So werden die schmerzhaften Eiterbeulen behandelt

Aktualisiert am 18.01.24

Ein Abszess beschreibt eine Eiteransammlung in einer abgeschlossenen Gewebs- oder Körperhöhle in Folge einer Entzündung oder einer kleinen Verletzung. Häufig sind Abszesse auf der Haut, seltener an inneren Organen. Sie sind schmerzhaft und druckempfindlich. Je nach betroffener Körperregion und Stadium lassen sich Abzesse gut mit Salben behandeln. Manchmal kann jedoch auch eine chirurgische Öffnung nötig sein.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was ist ein Abszess?
  2. Ursachen und Auslöser
  3. Symptome und Erscheinungsbild
  4. Abszesse unter der Haut
  5. Abszesse behandeln
    1. Chirurgische Behandlung
    2. Behandlung mit Medikamenten
    3. Abszess öffnen
    4. Hausmittel
  6. Abszesswunde pflegen
  7. Abszessen vorbeugen
  8. Folgen bei Nichtbehandlung

Was ist ein Abszess?

Abszess - ein mit Eiter gefüllter und klar abgegrenzter Hohlraum im Gewebe

Ein Abszess ist ein neu gebildeter, mit Eiter gefüllter und örtlich abgegrenzter Hohlraum, der meist auf der entsteht. Besonders häufig betroffen sind Bereiche im Gesicht, Nacken, Brust, Achselhöhlen und Rücken, aber auch der Intimbereich, die Analregion oder die Leistengegend. Abszesse können aber, wenn auch seltener, auch im Bauchraum oder an inneren Organen auftreten.

Um die Ausbreitung der Entzündung zu verhindern, bildet der Körper eine dickere Membranwand rund um den Abszess. Unter der Haut wird dadurch eine Verhärtung spürbar und der Abszess kann sich als Beule bemerkbar machen.

Ursachen und Auslöser

Ein Abszess entsteht meist aufgrund von Bakterien, zum Beispiel Staphylokokken (Staphylococcus aureus), Escherichia coli oder Streptokokken. Viele der Bakterienarten gehören zur normalen Hautflora. Dringen die Bakterien nun aber in die Haut ein, zum Beispiel aufgrund einer Verletzung oder einer nicht gereinigten Wunde, provozieren sie eine Abwehrreaktion des Immunsystems und zerstören Zellen. Es entsteht ein neuer Hohlraum im Gewebe, der sich mit den Überresten der zerstörten Zellen, Immunzellen, Bakterien und Gewebsflüssigkeiten - also mit Eiter - füllt. 

Um das Fortschreiten der Entzündung zu verhindern, bildet der Körper eine dickere Membranwand rund um den Hohlraum aus. Hierdurch entsteht eine, oftmals fühlbare, Kapsel.

Die Entstehung von Abszessen kann durch die folgenden Faktoren begünstigt werden:

Wunden
Schürfwunden, aber auch Kratzer, Insektenstiche oder kleinste Verletzungen nach der Rasur können das Risiko für Abszesse erhöhen – besonders, wenn eine zwar oberflächlich abgeheilt zu sein scheint, jedoch noch Erreger in ihr vorhanden sind.

Diese können zunächst unbemerkt als Entzündung unter Haut oder Narbe weiterverlaufen und schließlich zu einem Abszess werden. Zudem kann eine unzureichende oder unhygienische Wundversorgung zu einem Abszess führen.

Injektionen
Mit Nadeln, aber auch Injektionskanülen können Bakterien tief in die Haut gelangen. Die Einstichstelle schließt sich schnell, während die Erreger Zellen im Gewebe zerstören und schließlich zu einer Entzündung und Verkapselung führen.

Krankheiten und Entzündungen
Einige chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus, aber auch Hautkrankheiten wie AkneNeurodermitis oder Schuppenflechte, stellen Risikofaktoren für Abszesse dar.

Reibung und Reizung
Schlecht sitzende, raue und zu enge Kleidung können auf der Haut reiben und sie dadurch reizen. Besteht die Reizung über eine längere Zeit hinweg, sind Abszesse die möglichen Folgen.

Schwäche des Immunsystems
Ein allgemein geschwächtes Immunsystem, bedingt durch (chronische) Krankheiten, anhaltenden Stress, übermäßigen Konsum von Genussmitteln sowie durch die Einnahme bestimmter Medikamente schwächt die körpereigene Abwehr. Erreger können sich so mehr oder minder ungestört vermehren und zu meist größeren oder häufiger auftretenden Abszessen führen.

Kalte Abszesse
Nicht immer müssen Bakterien die Ursache für einen Abszess sein. Eine Sonderform sind sogenannte kalte Abszesse. Bei diesen lassen sich keine Bakterien feststellen und auch die Eiterbildung fällt deutlich geringer aus, weswegen sie auch als sterile Abszesse bezeichnet werden. Ihr Auftreten beschränkt sich in der Regel auf die Zeit nach schweren Krankheiten oder Operationen. Typisch sind die kalten Abszesse zudem bei Tuberkulose.

Symptome und Erscheinungsbild

Typische Entzündungssymptome wie Schwellungen, Rötungen sowie Schmerzen, Druckgefühl und Druckempfindlichkeit in Verbindung mit Spannungsgefühlen, aber auch eine fühlbare Verhärtung bei Abszessen unter der Haut zählen zum Erscheinungsbild eines Abszesses. Oftmals tritt auch ein pulsierender, klopfender Schmerz rund um den betroffenen Bereich auf.

Je nachdem, an welcher Stelle der Abszess auftritt, kann dieser mehr oder weniger deutlich unter der Haut oder Schleimhaut als (eitergefüllte) Beule erkennbar sein.

Symptome bei einem Abszess

Je nach Ausprägung und betroffenem Bereich können bei besonders schweren Verläufen auch allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Schmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen oder Kreislaufbeschwerden hinzukommen.

Abszesse unter der Haut

Abszesse können in jedem Bereich auf der Haut, an inneren Organen und sogar in den Knochen auftreten. Dennoch zeigen sie sich vorrangig auf der Haut in folgenden Bereichen:

Abszess unter der Achsel

Beim Rasieren können kleinste Verletzungen entstehen, die – werden sie nicht richtig desinfiziert – die optimale Basis für Keime sind. Auch eingewachsene Haare sowie Deos, die nicht gut vertragen werden, können Abszesse begünstigen. Die Achselhöhlen sind als Beugebereich sowie sehr anfällig für die Entstehung von Abszessen.  

Abszesse in den Achselhöhlen sollten nicht selbst geöffnet oder ausgedrückt werden – zu groß ist die Gefahr, dass Keime aus dem Eiter in das Gewebe oder die Blutbahn gelangen. Lassen Sie solche Abszesse stattdessen immer von einem Arzt untersuchen, dieser kann spezielle Zug-Salben zur Selbstbehandlung empfehlen.

Abszess im Mund & am Zahnfleisch

Abszesse am Zahnfleisch können nach einer vorangegangenen zahnärztlichen Behandlung entstehen, zum Beispiel nach einer Wurzelbehandlung, aber auch aufgrund einer unbehandelten Zahnhöhle, einer entzündeten Wurzelspitze oder Zahnfleischtasche. Ausstrahlende Schmerzen, Empfindlichkeit gegenüber dem Kau- oder Beißdruck oder Schwellungen sind typische Symptome. Suchen Sie umgehend einen Zahnarzt auf, der versucht, den Abszess abzulassen und die Infektion zu behandeln. Auch hier nicht selbst versuchen, den Abszess aufzustechen.

Gesundheitsrisiken durch Abszesse im Mund

Werden Abszesse im Mund rechtzeitig behandelt, sind keine Komplikationen zu erwarten. Schwierig wird es, wenn ein Abszess im Mund unbehandelt bleibt.
Ggf. öffnet sich dieser von allein durch Kauen oder Zähneputzen. Die Bakterien können sich weiter in das umliegende Gewebe ausbreiten - mit teilweise gefährlichen Folgen, wie:

Suchen Sie deshalb zeitnah einen Zahnarzt auf, der den Abszess entspechend behandelt.

Abszesse im Gesicht

Abszess im Gesicht

Auch im Gesicht kann sich ein Abszess bilden und bei Öffnung der Eiteransammlung kann die Flüssigkeit in das umliegende Gewebe bzw. die Lymph- und Blutbahn übergehen. Gelangt der Eiter samt der enthaltenen Bakterien aus dem Abszess in Blutgefäße oder Gewebe, kann er sich bis in das Gehirn ausbreiten, zu einer Blutvergiftung führen und lebensgefährliche Zustände erzeugen. Heilt der Abszess nicht von allein wieder aus oder ist zu fortgeschritten, lassen Sie diesen von einem Arzt abklären und entsprechend versorgen.

Abszess an der Leiste

Ein tiefsitzender, reibender Hosenbund und häufige Beugung können das Risiko für Abszesse in der Leistengegend deutlich erhöhen. Allerdings lassen sie sich hier auch recht deutlich erkennen und gut durch Salben behandeln, da sie meist recht oberflächlich liegen.

Abszess am Rücken

Ein Abszess am Rücken kann unter Umständen tief unter der Haut liegen und von außen gar nicht sichtbar sein. Allerdings deuten starke Schmerzen beim Sitzen oder Liegen und eine eindeutig tastbare Verhärtung daraufhin. In einem solchen Fall sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann den Abszess ggf. öffnen oder eine entsprechende Behandlung anordnen, um Komplikationen und eine Ausbreitung zu vermeiden.  

Abszess an der Brust

Durch eine Mastitis - also eine Entzündung der Brust- oder Milchdrüsen - kann es zur Entstehung von Abszessen an der Brust kommen. Frauen sind hiervon, gerade während der Stillzeit, deutlich häufiger betroffen, aber auch bei Männern sind Abszesse in dieser Körperregion möglich.

Die Erkennung und Behandlung ist durch die Gewebetiefe erschwert. Der Einsatz von Salben reicht daher nur selten aus.

Abszess an den Beinen

Vor allem die Innenseiten der Oberschenkel sind häufiger von Abszessen betroffen, da diese beim Gehen aber auch durch Nähte von Hosen oftmals Reibung ausgesetzt sind. Je nach Tiefe des Abszesses kann eine Therapie mit Salbe ausreichen, um die abgekapselte Entzündung zur Hautoberfläche zu ziehen und damit eine Öffnung nach außen zu schaffen oder eine folgende chirurgische Öffnung zu erleichtern.

Die Behandlung sollte frühzeitig einsetzen, da fortgesetzter Druck und Reibung sowie die Bewegung beim Gehen immense Schmerzen erzeugt und weiterhin das Risiko einer Öffnung in das umliegende Gewebe erhöht.

Abszess am Po

Abszesse am Po oder genauer gesagt im Analbereich sind keine Seltenheit. Vor allem die Analdrüsen sind häufig betroffen. Aufgrund der Sensibilität der Schleimhäute und des Schließmuskels gehen mit ihnen meist starke Schmerzen einher.

Zudem können Perianalabszesse immense Größen annehmen und müssen in der Regel chirurgisch geöffnet werden. Das gilt auch dann, wenn sich die Abszesse zu einer chronischen Form mit Fistel - also einem Gang von dem Abszess zur Hautoberfläche - ausbildet.

Ursachen für Perianalabszesse
Wie bereits erwähnt, sind vor allem die Analdrüsen häufig anfällig für Abszesse. Die Ursache für Analabszesse bei erwachsenen Menschen sind daher meist Infektionen dieser Drüsen, die sich im Bereich des Anus zwischen Schleimhaut und Haut befinden.

Bei Säuglingen sind die Ursachen hingegen vorrangig in Windeldermatitis beziehungsweise Windelausschlägen zu finden, die auch tieferliegende Hautschichten schädigen.

Abszess behandeln

Abszesse sind schmerzhaft, können das Allgemeinbefinden und die Bewegung empfindlich einschränken. An der Behandlung führt meist kein Weg vorbei. Diese richtet sich nach Lage und Beschaffenheit des Abszesses. Auch die Größe  spielt eine wichtige Rolle. So werden kleine Abszesse punktiert, während größere Abszesse häufig chirurgisch entfernt werden müssen. Es ist ratsam, jeden Abszess von einem Arzt untersuchen zu lassen. Vor allem aber sollte in folgenden Fällen ein Arzt aufgesucht werden: 

Chirurgische Behandlung

Der Eingriff kann in der Regel mit einer lokalen Betäubung stattfinden. Die Abszesskapsel wird durch den Chirurgen mit einem Skalpell geöffnet, sodass der Eiter abfließen kann. Daraufhin wird die Wunde mit einer desinfizierenden Lösung gespült und eine Drainage gelegt. Anschließend soll der Abszess normalerweise offen abheilen. Während und nach einem solchen Eingriff werden meist Antibiotika verabreicht, um weitere Infektionen zu vermeiden. Gegen einen Abszess generell sind Antibiotika jedoch nicht wirksam. 

Behandlung mit Medikamenten

Bei der Behandlung mit Arzneimitteln stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die je nach Position, Zustand und Größe des verkapselten Entzündungsherdes zum Einsatz kommen können. 

Abszess-Salbe

Abszess- oder so genannte Zugsalben sind in der Regel das erste Mittel der Wahl, da sie entzündungshemmend und durchblutungsfördernd wirken:

Diese Salbe enthält den Wirkstoff Ammoniumbituminosulfat. Der Wirkstoff zieht sozusagen die Infektion an die Oberfläche der Haut und beschleunigt den Eiterprozess. Die Abszess-Salbe wird in einer dicken Schicht auf die betroffen Hautstelle aufgetragen und mit einem Pflaster oder Verband abgedeckt. Wenn Sie die Salbe einmal täglich anwenden, dauert es etwa drei bis fünf Tage, bis sich die Eiterkapsel öffnen kann.

Betaisodona Salbe

Betaisodona Salbe enthält den Wirkstoff Povidon-Iod, wobei es sich um ein Antiseptikum handelt. Die Salbe dient zur entzündungshemmenden Wundbehandlung und kann nach der Öffnung eines Abszesses angewendet werden.

Abszess öffnen

Bei Schmerzen und Druckgefühl ist die Versuchung groß, am Abszess herumzudrücken und ihn zu öffnen. Allerdings kann eine nicht professionelle Öffnung zu Komplikationen führen. Die Membran der eitergefüllten Kapseln kann aufbrechen und sich in das umliegende Gewebe entleeren. Die Entzündung wird dann gestreut.

Blutvergiftungen, Eiteransammlungen in Körperhöhlen und die Entstehung weiterer Abszesse können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.

Hausmittel bei Abszessen

Wenn Sie einen Abszess zunächst auf natürliche Weise behandeln möchten, können Sie einmal Folgendes versuchen:

Zwiebeln

Mit ihren antiseptischen, antimikrobiellen und entzündungshemmenden Eigenschaften kann die Zwiebel ggf. auch bei einem Abszess Abhilfe schaffen. Nehmen Sie eine dicke Zwiebelscheibe und legen Sie diese auf die betroffene Stelle. Wickeln Sie ein Tuch darum und lassen die Zwiebel einige Stunden wirken. Bei Bedarf kann die Zwiebelscheibe mehrmals täglich erneuert werden.

Knoblauch

Knoblauch verfügt ebenfalls über antibakterielle, antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften, die sich ideal zur Behandlung von Abszessen eignet. Pressen Sie zwei bis drei frische Knoblauchzehen und schmieren Sie die erzeugte Paste auf den Abszess. Lassen Sie das Ganze dann fünf Minuten einwirken und spülen Sie die betroffene Körperstelle dann ab. Es empfiehlt sich, dieses Hausmittel maximal zweimal täglich durchzuführen.

Quark

Wenn noch keine Eiterbildung vorliegt, ist Magerquark ein bewährtes Hausmittel. Dazu legen Sie einen Quarkwickel mit einem dünnen Tuch an, das auf den Abszess aufgelegt wird. Ist der Quark warm geworden, erneuern Sie den Wickel.

Jedes Hausmittel wirkt individuell und kann daher mehr oder weniger gut helfen. Ggf. müssen die Anwendungen mehrmals wiederholt werden.

Abszesswunde pflegen

Die richtige Hautreinigung und -pflege kann sich positiv auf den Abszess auswirken. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch die Inhaltsstoffe der Produkte können eine Rolle spielen.

Abszesse besser nicht ausdrücken und aufstechen

Ärzte raten davon ab, Abszesse selbst aufzudrücken, da dies mit Risiken verbunden ist. Das Aufstechen scheint hingegen vergleichsweise sicher. Dennoch birgt es Gefahren, wenn es nicht hygienisch einwandfrei durchgeführt wird.

Besser: Setzen Sie Abszess-Salben zur Reifung des Abszesses ein und lassen Sie diese den Eiter an die Hautoberfläche ziehen. Die Salben erweichen weiterhin die Haut und begünstigen dadurch die eigenständige Öffnung und Entleerung. Nutzen Sie (Teil-)Bäder und betupfen Sie die Abszesse im Anschluss mit den genannten ätherischen Ölen, um die Heilung zu beschleunigen.

Pflege offener Abszesse

In den meisten Fällen bleibt die Wunde nach der Öffnung eines Abszesses offen, damit von innen heraus die Heilung eintreten kann. Allerdings besteht dabei das Risiko, dass erneut Bakterien in die Wunde gelangen. Aus diesem Grund muss die Wunde besonders gepflegt werden. Regelmäßig ist der offene Abszess mit lauwarmem Wasser vorsichtig auszuwaschen, auf Seife sollte dabei aber verzichtet werden. Zum Schutz wird die Wunde nach dem Waschen mit Kompressen und Tüchern zugedeckt, die es regelmäßig zu wechseln gilt. 

Richtige Hautreinigung und -pflege

Versorgen Sie ihre Haut mit Feuchtigkeit, halten Sie sie in gesundem Maße sauber und gehen Sie sowohl bei der Reinigung als auch der Pflege so sanft wie möglich vor. Die folgenden Tipps können weiterhin dabei helfen, die Haut gesund zu pflegen:

1. Make-Up weitestgehend vermeiden
Make-Up kann die Poren verstopfen und somit den Abfluss von Talg verhindern. Damit steigt das Risiko für eine Abszessbildung. Verzichten Sie daher so oft wie möglich auf abdeckende Kosmetika. Wenn Sie nicht auf Make-Up verzichten wollen, schminken Sie sich täglich gründlich ab. 

2. Hauttyp beachten
Wer unter trockener Haut leidet, sollte auf austrocknende Stoffe wie Alkohol, aber auch bestimmte Öle - darunter Teebaum und Argan - mit austrocknender Wirkung verzichten. Stattdessen lieber Produkte auf Wasserbasis zurückgreifen. Ist die Haut eher fettig, sind nachfettende Produkte die falsche Wahl. Besser sind pH-hautneutrale Substanzen und auf den Hauttyp abgestimmte Kosmetik.

3. Hygiene in Maßen
Sanftes Waschen mit lauwarmem Wasser sollte maximal morgens, abends und nach dem Schwitzen erfolgen. Im Anschluss wird die Haut trockengetupft und nicht gerieben. Wer hingegen ständig schrubbt, aggressive Reinigungsgele und Seifen einsetzt, schädigt die Haut nachhaltig und begünstigt damit auch die Entstehung von Abszessen.

4. Reinigung von Abszessen
Reinigen Sie betroffene Bereiche ohne Druck. Sanftes Abspülen, Desinfizieren und betupfen mit Ölen oder Salbe sind die bessere Wahl und führen nicht zur Gefahr, die Abszesse versehentlich in das Gewebe zu drücken oder zum Platzen zu bringen.

5. Inhaltsstoffe beachten
Setzen Sie bei der Kosmetik auf nicht-komedogene Inhaltsstoffe und natürliche Substanzen. Diese verstopfen die Poren nicht und können daher die Entstehung von Abszessen verhindern.

Abszessen vorbeugen

Abszesse lassen sich nicht in jedem Fall verhindern, das Risiko für ihre Bildung kann aber reduziert werden. Beachten Sie dazu die Folgendes:

Folgen bei Nichtbehandlung

Werden Abszesse nicht behandelt, können sie durch den von innen ausgehenden Druck aber auch durch äußere Einflüsse unkontrolliert aufbrechen und sich in das umliegende Gewebe entleeren. Mögliche Risiken sind dann:


Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über unsere Seite direkt eingepflegt und sind keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments.


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