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Hilfe bei Magenkrämpfen

Magenkrämpfe sind wiederkehrende Schmerzen im linken Oberbauch, die von vielen Betroffenen auf den Magen projiziert werden. Das Symptom kann gelegentlich nach einer ungesunden Mahlzeit auftreten oder es kann Ausdruck einer zugrunde liegenden Erkrankung sein. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. In akuten Fällen helfen frei verkäufliche Medikamente und Hausmittel. Eine magenschonende Ernährung entlastet Ihren Verdauungstrakt und kann Beschwerden vorbeugen. Magenkrämpfe bei Kindern und Schwangeren haben ihre ganz eigenen Ursachen und gehören frühzeitig in die Hand eines Arztes. 

Im Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Ursachen für Magenkrämpfe
  2. Magenkrämpfe in Kombination mit weiteren Symptomen
  3. Magenkrämpfe bei Kindern
  4. Magenkrämpfe in der Schwangerschaft
  5. Ernährung bei Magenkrämpfen
  6. Magenkrämpfe behandeln
  7. Hausmittel bei Magenkrämpfen

Magenkrämpfe sind Magenschmerzen, die durch Verkrampfung der Magenmuskulatur entstehen. Nahezu jeder hat aus dem einen oder anderen Grund Erfahrung mit diesem Symptom gemacht. Meist treten Magenkrämpfe akut und nur kurzfristig auf, zum Beispiel nach einem ungesunden Essen oder bei Stress. Sie können aber auch der Ausdruck für eine behandlungsbedürftige Erkrankung sein.

Magenkrämpfe sind häufig mit anderen Beschwerden verbunden

Häufig treten Magenkrämpfe nicht alleine auf, sondern werden von einem oder mehreren der folgenden Symptome begleitet:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Aufstoßen
  • Durchfall

Wenn Sie krampfartige Schmerzen im linken Oberbauch verspüren, denken Sie sicher zuerst an den Magen. Aber auch andere Organe im Brustkorb oder im Bauchraum, wie das Herz, die Bauchspeicheldrüse oder der Darm, können für die Beschwerden verantwortlich sein. Weiter zu Magenkrämpfe in Kombination mit anderen Symptomen.

Ursachen für Magenkrämpfe

Magenkrämpfe sind ein Symptom, das mit vielen unterschiedlichen Erkrankungen und Situationen einhergehen kann. Deutlich wird auch der Unterschied zwischen psychosomatischen und rein körperlichen Ursachen.

Situationen, die akute Magenkrämpfe hervorrufen können

Hierzu zählen:

  • die Aufnahme zu großer Nahrungsmengen, eventuell zu fettiger oder schlecht temperierter Speisen
  • körperlicher Stress im Sinne einer Überanstrengung oder einer Verletzung
  • psychischer Stress
  • Einnahme von Medikamenten (z.B. Schmerzmittel)
  • Vergiftungen
  • hoher Konsum von Alkohol
  • Rauchen
  • Schwangerschaft

Erkrankungen als Ursache für akute oder chronische Magenkrämpfe

Hierzu zählen:

  • Rückfluss von Magensäure
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Reizmagen
  • Pylorusstenose (Verschluss des Magenausgangs)
  • Magengeschwür
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Magenkrebs (Magenkarzinom)
  • Magen-Darm-Infektionen
  • psychische Erkrankungen inklusive Essstörungen
  • Mangel an Vitamin B5 (Pantothensäure-Mangel)
  • Nierenentzündung
  • Autoimmunerkrankungen
  • Verschiebung von Teilen des Magens durch eine Zwerchfelllücke in die Brusthöhle (Hernie)
  • Nahrungsmittelallergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Laktose-Intoleranz, Fruktoseintoleranz, etc.)
  • Gallenblasenentzündung
  • Blinddarmentzündung

Magenkrämpfe mit weiteren Symptomen

Das Symptom Magenkrämpfe tritt regelmäßig in Kombination mit weiteren Symptomen auf. Es ist schwer, hier zu differenzieren. Eine sinnvolle Therapie kann erst nach Diagnose der Ursache erfolgen.

Magenkrämpfe & Durchfall

Werden Magenkrämpfe von Durchfall begleitet, handelt es sich in vielen Fällen um eine infektiöse Magen-Darm-Erkrankung. Die Symptome beginnen im Magen und wandern mit dem Erreger durch den Darm weiter. Der Körper reinigt sich so selbst. Die Schmerzen, die Sie verspüren, können aber auch direkt vom erkrankten Darm verursacht werden und bis in den Oberbauch ausstrahlen.

Diverse weitere Erkrankungen der Bauchorgane bis hin zu Vergiftungen und Erkrankungen von Organen außerhalb des Bauchraumes (Mittelohrentzündung, Lungenentzündung) kommen als Ursachen von Magenkrämpfen mit Durchfall in Frage. 

Magenkrämpfe & Übelkeit

Magenkrämpfe werden oft von Übelkeit begleitet, da der Magen versucht, sich von störendem Ballast zu befreien. Nicht immer resultiert die Übelkeit in Erbrechen. Jeder Mensch ist hier unterschiedlich veranlagt. Auch bei dieser Symptomkombination kommen viele der oben genannten Ursachen in Frage. Typische Beispiele für Magenschmerzen und Übelkeit ist eine Mageninfektion oder aber ein erhöhter Beta-HCG-Spiegel in den ersten Wochen einer Schwangerschaft

Magenkrämpfe & Blähungen

Das Magen-Darm-System ist eine Einheit. Magen und Darm interagieren und sind oft gemeinsam von Erkrankungen betroffen. Treten Magenkrämpfe besonders häufig im Zusammenhang mit Blähungen auf, steckt eventuell eine Lebensmittelunverträglichkeit dahinter. Denken Sie an Laktose- oder Fruktoseintoleranz, an eine Unverträglichkeit von Gluten oder Histamin. Auch Stress kann sich durch die Kombination dieser Symptome äußern. Bei einigen Betroffenen treten das Reizmagensyndrom und das Reizdarm-Syndrom zusammen auf, so dass Magenkrämpfe und Blähungen die ersten Krankheitsanzeichen darstellen können. 

Magenkrämpfe nach dem Essen

Ist der Magen von einer schwer verdaulichen, zu fettigen Mahlzeit überfordert, kann er mit Magenkrämpfen reagieren. Eventuell sind die Schmerzen nur die Folge einer überdehnten Magenwand nach einer etwas zu großzügigen Portion. Dann legen Sie sich nach einer Ruhepause rasch wieder.

Blähende Lebensmittel oder Unterverträglichkeiten

Vielleicht sind auch blähende Nahrungsmittel wie Kohl, verschiedene Gemüsesorten und Zwiebelgewächse für die Magenkrämpfe verantwortlich. Achten Sie darauf, ob Sie auf Milchprodukte reagieren und eventuell eine Laktose-Intoleranz bei Ihnen vorliegt. Treten die Beschwerden in Verbindung mit Sodbrennen und Aufstoßen auf? Dann leiden Sie eventuell unter der Refluxkrankheit und eine überhöhte Produktion von Magensäure liegt vor.

Meiden Sie bei Beschwerden nach dem Essen zunächst auch Alkohol, Koffein und Nikotin. Nehmen Sie Ihre Mahlzeiten in Ruhe ein und suchen Sie bei zunehmenden Magenkrämpfen Ihren Arzt auf. 

Magenkrämpfe bei Kindern

Wiederkehrende Bauchschmerzen haben bei Kleinkindern und Kindern im Vorschulalter meist organische Ursachen, während sie bei Schulkindern bis zu 90 Prozent funktionell bedingt sind.1 Gibt das Kind an, dass die Schmerzen in der Gegend des Bauchnabels am stärksten sind, liegt wahrscheinlich keine chirurgisch zu behandelnde Ursache vor. Eltern fürchten meist als erstes eine Blinddarmentzündung, aber in der Realität entpuppen sich die Bauchschmerzen eher als Verstopfung, Blähungen oder psychosomatische Schmerzen durch Angst oder Sorgen.

Mittelohr- oder Lungenentzündung als mögliche Ursachen

Kinder reagieren auch auf eine Mittelohr- oder eine Lungenentzündung häufig mit Magenkrämpfen. Lässt sich Ihr Kind von seinen Magenkrämpfen nicht ablenken, wirkt deutlich krank auf Sie oder hat weitere Symptome wie Fieber, blutigen Stuhl oder heftiges Erbrechen, fragen Sie Ihren Kinderarzt um Rat.

Magenkrämpfe in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der hormonellen Umstellung für den Körper der werdenden Mutter. Es treten viele typische Schwangerschaftsbeschwerden auf und Magenkrämpfe gehören dazu. Sie sind normalerweise kein Grund zur Beunruhigung.

Übelkeit mit Magenkrämpfen im ersten Drittel

Im ersten Drittel der Schwangerschaft plagen viele Frauen wiederkehrende Übelkeitsattacken, die mit Magenkrämpfen einhergehen. Ein hoher Spiegel des Schwangerschaftshormons Beta-HCG ist für dieses Symptom verantwortlich.

Wachsendes Baby sorgt im letzten Drittel für Schmerzen

Im letzten Drittel verursacht das wachsende Baby die unangenehmen Schmerzen. Es liegt ungünstig oder verpasst der Mutter einen kräftigen Tritt in den Magen. Werden Sie von Magenkrämpfen geplagt, ändern Sie Ihre Position oder versuchen Sie Ihr Kind zu animieren, sich zu drehen.

Tipps zur Linderung vom Arzt oder der Hebamme

Behalten Sie aber auch im Hinterkopf, dass eine Erkrankung Ihre Schmerzen verursachen kann und Ihre Schwangerschaft eventuell nicht der alleinige Grund für das Symptom ist. Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme um Rat. Hier bekommen Sie auch Tipps, wie Sie die Magenkrämpfe lindern können. Meiden Sie möglichst Medikamente in der Schwangerschaft und trinken Sie lieber eine Tasse Kamillentee.

Ernährung bei Magenkrämpfen

Magenkrämpfe zeigen an, dass sich der Magen gerade nicht besonders wohlfühlt. Akut helfen eventuell eine Teepause und eine Ernährung mit Schonkost. Je nach Ursache können Sie die Nahrungsmittel entsprechend anpassen. Bei Laktose-Intoleranz bekommen Ihnen zum Beispiel Produkte mit einem geringen Laktosegehalt besser.

Nahrungsmittel, die bei Magenkrämpfen geeignet sind

Kochen Sie zum Beispiel eine Schleimsuppe aus Haferflocken, Wasser und etwas Salz. Auch Reisschleim eignet sich gut. Reisschleim finden Sie in Pulverform im Handel. Verträgt Ihr Magen diese Ernährung, ergänzen Sie die Schleimsuppe mit

  • Milch
  • etwas Öl
  • gekochtem mildem Obst oder Gemüse (z.B. Bananen, Birnen, Äpfel, Karotten)
  • magerem gekochtem Fleisch.

Essen Sie kleine Portionen und verteilen Sie diese über den Tag. Kehren Sie schrittweise zu Vollkost zurück und hören Sie dabei immer auf Ihren Magen.

Alternativen zur klassischen Schonkost

Mögen Sie Reisschleim und Schleimsuppe nicht, versuchen Sie es mit einer fettarmen und milden Ernährung. Ein gereizter Magen verträgt normalerweise

  • stilles Wasser
  • milde Fruchtsaftschorlen
  • Kamillentee
  • Schwarztee
  • Hühnerbrühe oder Gemüsebrühe
  • Bananen
  • Apfelmus
  • geriebenen Apfel
  • Karotten (gerieben oder gekocht)
  • Reis
  • Kartoffelbrei

Lebensmittel, die Sie bei Magenkrämpfen besser meiden

Generell müssen Sie ausprobieren, welche Lebensmittel Sie bei Magenkrämpfen vertragen und welche nicht. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass folgende Nahrungsmittel eher problematisch sein können:

  • fettige Speisen
  • Alkohol, Nikotin und Kaffee
  • sehr heiße und besonders kalte Speisen
  • blähendes Gemüse
  • Rohkost
  • frische Zitrusfrüchte
  • Vollkornprodukte
  • scharfe Gewürze

Wenn Laktose-Intoleranz die Ursache der Magenkrämpfe ist

Probieren Sie aus, ob Ihre Magenkrämpfe durch einen Laktasemangel bedingt sein können. Der Spiegel des Enzyms Laktase nimmt im Verlauf des Lebens ab und kann so eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Laktose) hervorrufen, da dieser nicht mehr ausreichend abgebaut werden kann. Verzichten Sie zunächst auf Milchprodukte, die einen besonders hohen Laktosegehalt haben.

Beispiele sind hier:

  • Vollmilch (5 Gramm Laktose auf 100 Milliliter)
  • Kondensmilch (9,5 bis 12,5 Gramm Laktose auf 100 Milliliter)
  • Trockenmilchpulver (35 Gramm Laktose auf 100 Gramm)
  • Schlagsahne (4 Gramm Laktose auf 100 Milliliter)
  • Milchschokolade (9,5 Gramm Laktose auf 100 Gramm)
  • Milcheis (7 Gramm Laktose auf 100 Gramm)
  • Pudding (3,1 Gramm Laktose auf 100 Gramm)

Achten Sie besonders bei Fertigprodukten und Süßigkeiten auf den Laktosegehalt, der auf der Verpackung angegeben ist. Bessern sich Ihre Magenkrämpfe deutlich unter einer laktosefreien Diät, berichten Sie Ihrem Arzt von Ihrer Beobachtung. Er wird Sie zu weiterer Diagnostik von Laktose-Intoleranz beraten.

Was Sie bei Magenkrämpfen am besten trinken

Traditionell beruhigen Sie einen aufgebrachten Magen mit milden Teesorten. Wenn Sie Kamillentee, Fencheltee oder Pfefferminztee trinken, sorgen Sie für Ihren Flüssigkeitshaushalt und nutzen gleichzeitig Naturheilkräuter zur Besserung Ihrer Beschwerden. Gut verträglich sind außerdem stilles Wasser, stark verdünnte Fruchtsaftschorlen aus milden Obstsorten sowie Brühe. Trinken Sie nach einer fettigen Mahlzeit ein Schnapsglas voll Artischockensaft, um die Fettverdauung zu unterstützen. So beugen Sie Magenkrämpfen vor. 

Magenkrämpfe behandeln

Wie Magenkrämpfe behandelt werden, liegt zunächst an ihrer Ursache. Leiden Sie nur gelegentlich unter Beschwerden, eventuell nach einer etwas zu ausgefallenen Mahlzeit, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen pflanzlichen und schulmedizinischen Medikamenten.

Wann zum Arzt bei Magenkrämpfen

Gelegentlich auftretende, ernährungsbedingte Magenkrämpfe sind unproblematisch und stellen keine Gefahr für den Betroffenen dar. Nehmen die Beschwerden aber deutlich zu und treten begleitende Symptome wie Fieber, starkes Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme oder blutiger Stuhlgang auf, suchen Sie bitte einen Arzt auf. 

Behandlung von Magenkrämpfen mit Medikamenten

Butylscopolaminium bromid wirkt krampflösend

Das Spasmolytikum löst die verkrampfte Muskulatur des Magen-Darm-Trakts und stillt so die Magenkrämpfe. Butylscopolaminium bromid ist in Form von Dragees, Tabletten und Zäpfchen erhältlich. Angaben für die Dosierung entnehmen Sie dem Beipackzettel. Gelegentlich treten Mundtrockenheit, Herzklopfen, Müdigkeit oder ein Hautausschlag als Nebenwirkung auf.

Präparate mit Butylscopolaminium bromid 

Iberogast Fluid wirkt mit der Kraft von neun Heilpflanzen

Die Flüssigkeit enthält eine Kombination von Tinkturen aus Kamillenblüten, Schleifenblumen, Angelikawurzel, Kümmel,Schöllkraut, Mariendistelfrüchten, Melissenblättern, Süßholzwurzel und Pfefferminzblättern. Iberogast beruhigt die Magenbewegung, senkt die Magensäureproduktion und lindert so Magenkrämpfe. Erwachsene nehmen dreimal täglich 20 Tropfen in etwas Wasser zu oder vor einer Mahlzeit ein. Als Nebenwirkung ist in seltenen Fällen eine allergische Reaktion zu erwarten.

Myrrhe, Kaffeekohle und Kamillenblütenextrakt beruhigen den Magen-Darm-Trakt

Das Kombinationspräparat Myrrhinil wirkt adstringierend und entzündungshemmend und wird in Tablettenform angeboten. Die genaue Dosierung entnehmen Sie dem Beipackzettel. Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

Gastritol wirkt auf natürlicher Basis

Gastritol-Tropfen setzen sich aus den Extrakten von sechs Heilpflanzen zusammen. Angelikawurzel,Benediktenkraut,Gänsefingerkraut, Kamillenblüten und Süßholz beruhigen den Magen auf natürliche Weise. Als Nebenwirkung kann eine erhöhte Neigung zu Sonnenbrand auftreten. Erwachsene nehmen dreimal 30 Tropfen in Wasser zu oder nach den Mahlzeiten ein.

Hausmittel bei Magenkrämpfen

Für den Verdauungstrakt stehen viele unterschiedliche Hausmittel zur Verfügung. Legen Sie sich eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen auf den Oberbauch und ruhen Sie sich während der Behandlung aus. Wärme beruhigt den Magen und reduziert die Krämpfe. Eine weitere Möglichkeit, Wärme anzuwenden ist die Therapie mit medizinischen Wickeln. 

  • Ein Heilerdewickel besteht aus einem Brei, den Sie aus Heilerdepulver und warmem Wasser oder Kamillentee anrühren und auf ein Baumwolltuch auftragen. Legen Sie das Tuch auf die Magengegend und ruhen Sie sich aus, bis der Umschlag getrocknet ist.
  • Ein Leinsamenwickel besteht aus Leinsamenmehl, das in einem Stoffbeutel in heißem Wasser erwärmt wird. Legen Sie den Wickel auf den Oberbauch und spüren Sie, wie die Magenkrämpfe durch die Wärme abnehmen.
  • Ein Meersalzumschlag wirkt ebenfalls durch Wärme. Füllen Sie Meersalz in ein Stoffsäckchen und erwärmen Sie es im Ofen auf 50 bis 60 Grad Celsius. Die wohltuende Wärme über der Magengegend entspannt die Muskulatur und stillt den Schmerz.

Halten Magenkrämpfe länger an oder lassen sich nicht eindeutig einer Ursache zuordnen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Autorin – Jessica Kilonzo
Autorin: Jessica Kilonzo

Jessica Kilonzo, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, sammelte Berufserfahrung in Frankfurt am Main, bevor sie mit ihrer Familie nach Tansania zog. Jetzt lebt und arbeitet sie am Kilimanjaro, dem höchsten Berg Afrikas. Online schreibt Jessica Kilonzo für verschiedene Gesundheitsportale, wie zum Beispiel den Allergie-Blog von Allergo Natur.

Quellen
1Illing, Klinikleitfaden Pädiatrie, Urban und Fischer, München, 2009, Seite 522
Lieb, von Pein. Der kranke Gesunde: Psychosomatische Beschwerden verstehen. Georg Thieme Verlag. 2009
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2014
Schilcher, H., et al.: Leitfaden Phytotherapie. Urban & Fischer, München 2007
Treatment of Mild Gastrointestinal Disorders with a Herbal Combination: Results of a Non-interventional Study with Gastritol Liquid. Wegener, Tankred; Heimueller, Edgar (2016). Phytotherapy research : PTR vol. 30 (1) p. 72-7

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