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Was hilft gegen Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen sind ein Volksleiden - neben Rückenschmerzen gehören sie weltweit zu den häufigsten Schmerzen überhaupt. Es handelt sich dabei um diffuse Schmerzen im Bereich des Schädels, wobei diese meist durch eine Reizung der Nervenenden oder Blutgefäße ausgelöst werden. Es gibt rund 250 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Allein diese Tatsache zeigt deutlich, wie wichtig und gleichzeitig schwierig eine genaue Diagnose ist.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was sind Kopfschmerzen?
    1. Spannungskopfschmerzen
    2. Cluster Kopfschmerzen
    3. Plötzlich starke Kopfschmerzen
    4. Leichte Kopfschmerzen
    5. Tägliche Kopfschmerzen
  2. Es gibt 250 Arten von Kopfschmerzen - wir stellen die häufigsten Formen vor
    1. Kopfschmerzen im Hinterkopf
    2. Kopfschmerzen in der Stirn
    3. Stechende Kopfschmerzen
    4. Einseitige Kopfschmerzen
    5. Kopfschmerzen an der Schläfe
    6. Chronische Kopfschmerzen
    7. Pulsierende und pochende Kopfschmerzen
  3. Kopfschmerzen Ursachen
  4. Kopfschmerzen Symptome
  5. Kopfschmerzen in der Schwangerschaft
  6. Kopfschmerzen bei Kindern
  7. Kopfschmerzen nach dem Sport
  8. Kopfschmerzen Behandlung
  9. Hausmittel gegen Kopfschmerzen
  10. Tipps gegen Kopfschmerzen

Zu den häufigsten Kopfschmerzarten gehören der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Hierzulande leiden rund 70 Prozent der Bevölkerung unter gelegentlichen oder immer wiederkehrenden Kopfschmerzen, davon knapp fünf Prozent unter täglichen Schmerzattacken.

Unterschiede zwischen Spannungskopfschmerzen, Cluster-Kopfschmerzen und Migräne

Frauen sind häufiger von Kopfschmerzen betroffen als Männer
Die ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass vor allem Migräne auch hormonell bedingt sein kann. Kopfschmerzen sind in jeder Altersgruppe weit verbreitet, immer häufiger leiden bereits Kinder und Jugendliche darunter.

Was sind Kopfschmerzen?

Bei Kopfschmerzen handelt es sich um diffuse Schmerzempfindungen im Bereich des Schädels, die entweder punktuell oder im gesamten Kopfbereich auftreten können. Anders als häufig angenommen sind es aber nicht der Schädel oder das Gehirn selbst, die Schmerzen bereiten, sondern überreizte Nerven und Blutbahnen. Die Hirnmasse hingegen ist schmerzunempfindlich.

Primäre Kopfschmerzen mit eigenem Krankheitsbild
Kopfschmerzen werden in primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterteilt. Der primäre Kopfschmerz ist dabei ein eigenständiges Krankheitsbild, seine Ursache nach wie vor weitestgehend unbekannt.

Sekundäre Kopfschmerzen als Symptom einer Erkrankung
Sekundäre Kopfschmerzen sind hingegen ein Begleitsymptom einer anderen Erkrankung. Primäre Kopfschmerzen sind die häufigsten Schmerzen im Schädelbereich. Allen voran der Spannungskopfschmerz.

Spannungskopfschmerzen sind meist nicht intensiv, aber störend

Spannungskopfschmerz gehört für viele Menschen zum Alltag, da er besonders häufig auftritt.

Spannungskopfschmerz betrifft häufig den gesamten Kopf

9 von 10 Personen kennen diesen Schmerz: Er breitet sich langsam im Bereich des Nackens oder der Schläfen aus und wandert von dort in den gesamten Schädelbereich. Anders als bei anderen Kopfschmerzarten ist der Spannungskopfschmerz:

  • oft weniger intensiv, dafür aber sehr störend
  • da er über Stunden hinweg oder auch den ganzen Tag bestehen kann

Wie der Name schon sagt, treten Spannungskopfschmerzen häufig in Verbindung mit Verspannungen auf, vor allem im Bereich der Nackenmuskulatur, aber auch durch Verspannungen in den Schultern und im Gesicht. Arbeiten mit monotoner Körperhaltung begünstigen die Entstehung von Spannungskopfschmerzen.

Cluster Kopfschmerzen mit sehr starken Schmerzattacken

Der Cluster Kopfschmerz gilt als schlimmste Kopfschmerzform schlechthin, da die Schmerzen von derartiger Stärke sind, dass Betroffene sie als vernichtend beschreiben.

Cluster Kopfschmerzen:

  • treten in Attacken auf, vorwiegend in der Nacht.
  • Betroffene können bis zu acht Attacken pro Tag beziehungsweise pro Nacht erleiden.

Anders als bei anderen Kopfschmerzarten sind hiervon häufiger Männer in jüngeren Jahren betroffen. Die Ursachen dieser extrem schmerzhaften, meist einseitig hinter dem Auge auftretenden Attacken sind nach wie vor nicht bekannt. Erbanlagen gelten jedoch als genauso wahrscheinlich wie ein gestörter Biorhythmus. Der Cluster Kopfschmerz dauert zwischen 15 Minuten und drei Stunden - für Betroffene eine Qual.

Der Cluster in Abgrenzung zur Migräne

Obwohl auch eine Migräne mit stärksten und meist einseitigen Kopfschmerzen einhergeht, unterscheidet sie sich deutlich vom Cluster Kopfschmerz, der in seiner Intensität noch stärker ist. Darüber hinaus fehlen beim Cluster die migränetypischen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und eine Aura. Migräneanfälle können deutlich länger dauern als Cluster Kopfschmerzen und treten dafür nicht mehrmals täglich auf. Darüber hinaus wechselt die Migräne im Verlauf eines Anfalls häufig die Schädelseite, wohingegen der Cluster fast immer nur dieselbe Seite befällt.

Plötzlich starke Kopfschmerzen

Wenn sehr starke Kopfschmerzen ganz plötzlich auftreten, handelt es sich nur selten um Spannungskopfschmerz, der sich eher schleichend ausbreitet. Stattdessen treten Migräne und der Cluster Kopfschmerz in der Regel plötzlich auf und gehen mit heftigen Schmerzen einher. In einigen Fällen kann ein plötzlicher starker Kopfschmerz jedoch auch ein Notfall sein, der ärztliche Hilfe erfordert. Der sogenannte Donnerschlag- oder auch Vernichtungskopfschmerz kann durchaus das Symptom einer ernsten Erkrankung sein, beispielsweise eines Herzinfarkts, einer Hirnblutung oder eines Tumors. Insbesondere bei weiteren Beschwerden wie neurologischen Ausfällen oder Lähmungserscheinungen sollten Sie daher umgehend einen Arzt verständigen. 

Leichte Kopfschmerzen

Leichte Kopfschmerzen sind in der Regel Schmerzen vom Spannungstyp. Nahezu jeder Mensch leidet in seinem Leben mindestens einmal unter diesen leichten Kopfschmerzen. Sie entstehen häufig bei monotoner Computerarbeit, wenn die Nacken-, Schulter- und Gesichtsmuskeln nicht ausreichend entspannt werden. Aber auch Stress, Leistungsdruck und körperlich schwere Arbeit kann Spannungskopfschmerzen hervorrufen. Auch leichte Kopfschmerzen vom Spannungstyp können chronisch verlaufen, nämlich dann, wenn sie an mehr als 15 Tagen im Monat auftreten.

Tägliche Kopfschmerzen

Tägliche Kopfschmerzen sind ein chronisches Leiden. Diese Form kann sowohl beim Spannungskopfschmerz als auch bei der Migräne auftreten. Darüber hinaus können tägliche Kopfschmerzen jedoch auch eine Begleiterscheinung sein, etwa als Nebenwirkung einer medikamentösen Behandlung. Die Ursache täglicher Kopfschmerzen sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden. 

Es gibt 250 Arten von Kopfschmerzen - wir stellen die häufigsten Formen vor

Mediziner unterscheiden mittlerweile 250 Arten von Kopfschmerzen. Die Differenzierung erfolgt hierbei jedoch nicht nur nach der Ursache, sondern vor allem auch nach der Intensität und Qualität der Schmerzen. Von dumpf über ziehend bis hin zu stechend - der Kopfschmerz hat viele Gesichter. Neben den wohl bekanntesten Kopfschmerzarten, den Spannungs-, den Migräne- und den Clusterkopfschmerzen, unterscheiden Ärzte den Kopfschmerz auch je nach Lokalisation.

Kopfschmerzen im Hinterkopf

Kopfschmerzen am Hinterkopf sind meist harmloser Natur. Sie entstehen häufig durch:

  • Verspannungen der Rücken- und Nackenmuskulatur, etwa durch langes und häufiges Sitzen
  • eine allgemein schlechte Körperhaltung
  • eine falsche Matratze

All diese Faktoren können derartige Verspannungen auslösen, die in der Konsequenz zu Kopfschmerzen im hinteren Kopfbereich führen. Diese Kopfschmerzen lassen sich dementsprechend auch mit Wärme, zum Beispiel Kirschkernkissen oder Massagen lindern.

Selten sind Kopfschmerzen am Hinterkopf gefährlich

In sehr seltenen Fällen sind die Kopfschmerzen am Hinterkopf jedoch auch bedrohlich. Insbesondere bei einem plötzlichen und sehr starken Schmerz in Verbindung mit einem steifen Nacken, Schwindel oder Bewusstseinsstörungen können die Hinterkopfschmerzen auch die Vorboten eines Schlaganfalls oder Symptom einer Hirnblutung sein.

Kopfschmerzen in der Stirn

Kopfschmerzen im Bereich der Stirn und der Schläfen sind ein häufiges Anzeichen für Überlastung. In Stresssituationen treten diese Kopfschmerzen daher besonders häufig auch. Auch Computerarbeitsplätze fordern häufig ihr Tribut in Form von Kopfschmerzen in der Stirn und in den Schläfen. Das verkrampfte Schauen auf den Monitor macht dem Kopf ebenso zu schaffen, wie ein eventuell noch undiagnostizierter Sehfehler. Kopfschmerzen in der Stirn basieren nicht selten auf einer Kurzsichtigkeit. Mithilfe einer Brille lassen sich diese Schmerzen daher oft beseitigen.

Stechende Kopfschmerzen

Obwohl Kopfschmerzen in vielen Fällen eher einen drückenden Charakter haben, können sie auch als stechender Schmerz in Erscheinung treten. Früher wurden stechende Kopfschmerzen auch Eispickelkopfschmerzen genannt, weil Betroffene das Gefühl haben, als würde man ihre Schläfen- oder Scheitelregion mit einem Eispickel bearbeiten.

Stechender Kopfschmerz gehört zu den primären Kopfschmerzarten

Diese entstehen also ohne ersichtliche Ursache. Die Stiche treten plötzlich auf und sind auf eine Region lokalisiert, wohingegen der Rest des Kopfes nicht schmerzt. Die Stiche können vereinzelt auftreten, aber auch den ganzen Tag anhalten. Genaue Ursachen für die stechenden Kopfschmerzen sind nicht bekannt. Diese Kopfschmerzart spricht gut auf die Behandlung mit Schmerzmitteln an.

Einseitige Kopfschmerzen

Einseitige Kopfschmerzen treten häufig im Rahmen eines Migräneanfalls auf. Insbesondere beim Auftreten weiterer Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder neurologischen Ausfällen liegt eine Migräne nahe. Wenn die einseitigen Kopfschmerzen eher leicht sind und dennoch immer wieder an derselben Stelle auftreten, sollten Sie zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Übliche diagnostische Maßnahmen sind ein MRT oder ein CT, bildgebende Verfahren also, die eine krankhafte Ursache ausschließen sollen. Auch lang zurückliegende Schädelverletzungen sollten als Auslöser in Betracht gezogen werden. Darüber hinaus können einseitige Kopfschmerzen auch auf Beschwerden mit der Halswirbelsäule oder mit dem Kiefer hindeuten.

Kopfschmerzen an der Schläfe

Kopfschmerzen an der Schläfe stehen meist im Zusammenhang mit einer Überbelastung der Augen. Das kann durch häufiges Lesen passieren, aber auch durch fortdauernde Computerarbeit. Besonders überlastet sind jedoch Augen, die eigentlich auf eine Sehhilfe angewiesen wären. Bei einer Sehschwäche kneifen Betroffene ihre Augen oft zusammen, um besser sehen und lesen zu können. die Muskulatur rund um das Auge verspannt hierdurch und Kopfschmerzen in der Schläfe sind eine häufige Folge. In den meisten Fällen legen die diese Kopfschmerzen, sobald Betroffene eine Brille tragen und ihre Augen entlasten können.

Chronische Kopfschmerzen

Von chronischen Kopfschmerzen sprechen Mediziner dann, wenn der Kopfschmerz an mehr als 15 Tagen pro Monat oder an mehr als 180 Tagen im Jahr auftritt. Ein Schmerztagebuch kann dabei helfen, hier einen Überblick zu gewinnen. Nahezu jede Kopfschmerzart kann chronisch verlaufen. Vor allem Migräne und Spannungskopfschmerzen werden häufig chronisch, insbesondere bei nicht ausreichender Behandlung.

Pulsierende und pochende Kopfschmerzen

Pulsierende und pochende Kopfschmerzen sind charakteristisch für Migräne. In der Regel treten sie nur in einer Schädelhälfte auf, können aber im Verlauf des Anfalls durchaus die Seite wechseln. Weitere Beschwerden wie Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit sowie eventuell eine Aura runden das Krankheitsbild der Migräne ab. 

Kopfschmerzen Ursachen

Ursachen für die Entstehung von Kopfschmerzen

Kopfschmerzen entstehen durch zahlreiche Ursachen. In den allermeisten Fällen lässt sich der genaue Auslöser nicht ausmachen. Folgende Ursachen kommen jedoch infrage:

  • Schlafmangel
  • Verspannungen der Nacken-, Schulter- und Rückenmuskulatur
  • erhöhter Alkoholkonsum
  • Druck von außen
  • grippale Infekte
  • Flüssigkeitsmangel
  • Überdosierung von Schmerzmitteln
  • Sehfehler
  • Bluthochdruck
  • Sonnenstich
  • geringer Blutzuckerspiegel
  • Verletzungen des Schädels
  • Schlaganfall
  • Tumoren
  • psychosomatische Kopfschmerzen

Wetterfühligkeit und Kopfschmerzen

Wenn der Wetterwechsel Kopfschmerzen bereitet, nennt man dieses Phänomen Wetterfühligkeit. Obwohl wissenschaftlich kaum haltbar, empfindet sich mehr als die Hälfte aller Deutschen als wetterfühlig, insbesondere Frauen. Grund ist eine niedrigere Reizschwelle des vegetativen Nervensystems. Insbesondere Veränderungen des Luftdrucks und der Luftfeuchte werden als Auslöser für Kopfschmerzen benannt, da der Körper eines wetterfühligen Menschen Probleme hat, sich diesen immer neuen Verhältnissen unbemerkt anzupassen. Die Bandbreite des vegetativen Nervensystems lässt sich jedoch schulen. Durch einfaches Spazierengehen bei jedem Wetter kann sich der Körper nach und nach an starke Temperaturschwankungen sowie Luftdruck- und Luftfeuchteänderungen gewöhnen.

Kopfschmerzen durch Stress

Spannungskopfschmerzen entstehen häufig durch Stress. Durch die Hektik im Alltag, durch Druck und Stress am Arbeitsplatz, durch Unzufriedenheit im Privatleben. Stress und Leistungsdruck verstärken insbesondere im Berufsleben oftmals bereits bestehende Verspannungen im Nacken. Durch verkrampfte Körperhaltungen, zu wenige Pausen und unzureichend ausgleichende Bewegung und Lockerung kommt es zu Verspannungen und Verkrampfungen der Muskulatur, die wiederum Schmerzsignale sendet, die Kopfschmerzen verursachen. Schlimmer noch: Im Laufe der Zeit kann sich daraus ein sogenanntes Schmerzgedächtnis bilden, so dass der Schmerz chronisch wird. Da Schmerz für den Körper auch Stress bedeutet, entsteht hier eine Spirale, die nur schwer zu durchbrechen ist.

Kopfschmerzen Symptome

Das Leitsymptom bei Kopfschmerzen ist natürlich der Schmerz im Bereich des Schädels. Dieser jedoch kann je nach Art und Intensität der Kopfschmerzen ganz unterschiedliche Ausmaße annehmen. Und der Kopfschmerz tritt nicht immer an derselben Stelle auf. Typisch sind folgende Symptome bei Kopfschmerz:

  • Schmerzen im Bereich des Nackens
  • Schmerzen im Bereich der Schläfen
  • Schmerzen im Bereich der Stirn und hinter den Augen
  • Schmerzen im Bereich des Scheitels
  • einseitige Kopfschmerzen
  • Schmerzen von stechender, pulsierender oder klopfender Qualität
  • seltener auch Druckschmerz oder brennende Kopfschmerzen

Kopfschmerzen und Begleitsymptome

Einige Kopfschmerzarten gehen mit Begleitsymptomen einher, allen voran natürlich die Migräne. Doch auch andere Kopfschmerzarten, etwa der Cluster Kopfschmerz, aber auch normale Spannungskopfschmerzen, können unangenehme Begleitbeschwerden mit sich bringen.

Kopfschmerzen und Übelkeit

Übeleit bis hin zum Brechreiz tritt hauptsächlich im Rahmen eines Migräneanfalls auf. Dennoch können Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit auch auf andere Erkrankungen schließen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen muss bei dieser Symptomatik auch an einen Sonnenstich gedacht werden, der im Übrigen auch Erwachsene treffen kann.

Nackenschmerzen und Kopfschmerzen

Nackenschmerzen treten häufig in Verbindung mit Spannungskopfschmerzen auf. Der Nacken schmerzt aufgrund von Verspannungen, die durch Fehlhaltungen oder monotone Körperhaltung entstehen. Diese Verspannungen lösen Muskelblockaden aus, welche wiederum für den Spannungskopfschmerz verantwortlich sind. Die Nackenschmerzen können sowohl mittig als auch seitlich auftreten und strahlen dann in den Hinterkopf aus.

Schwindel und Kopfschmerzen

Schwindel kann bei vielen Kopfschmerzarten auftreten, insbesondere jedoch bei der Migräne und beim Cluster Kopfschmerz. Doch auch andere Grunderkrankungen können mit Kopfschmerzen und Schwindel einhergehen, etwa Tumorerkrankungen oder Einblutungen ins Gehirn. Daher ist ein Arztbesuch bei Kopfschmerzen und auftretendem Schwindel dringend anzuraten.

Fieber und Kopfschmerzen

Treten Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber auf, ist das ein recht sicherer Hinweis auf einen grippalen Infekt. Erkältungen gehen in fast allen Fällen mit dumpfen Kopfschmerzen einher und auch Fieber tritt in den ersten Tagen häufig auf. Doch Vorsicht: Nicht nur bei einem harmlosen grippalen Infekt werden Kopfschmerzen oft von Fieber begleitet. Auch die Influenza, die echte Virusgrippe, ruft diese Symptome hervor. Die Influenza ist bedeutend gefährlicher und hochansteckend, weswegen sie der ärztlichen Behandlung bedarf.

 Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Kopfschmerzen treten in der Schwangerschaft häufig auf. Insbesondere dann, wenn Sie schon vor der Schwangerschaft regelmäßig unter Kopfschmerzen litten, kann sich die Symptomatik sogar verschlimmern. Grund kann unter anderem die Hormonumstellung sein. Darüber hinaus kommen folgende Ursachen infrage:

  • verändertes Schlafverhalten, insbesondere in der Spätschwangerschaft
  • Müdigkeit
  • Verzicht auf Kaffee
  • Stress

Paracetamol während der gesamten Schwangerschaft möglich

Obwohl Wirkstoffe wie Ibuprofen und auch Diclofenac in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden dürfen, sind Schmerzmittel mit diesen Wirkstoffen nach der 28. Schwangerschaftswoche tabu. Lediglich Präparate mit dem Wirkstoff Paracetamol dürfen während der gesamten Schwangerschaft angewendet werden, allerdings nicht mehrere Wochen am Stück und immer in Rücksprache mit dem Arzt.

Um Kopfschmerzen mit Hausmittel zu lindern, empfehlen sich während der Schwangerschaft zum Beispiel kalte Kompressen, Massagen des Nackens und der Schultern sowie ausreichend Bewegung und kalte Duschen.

 Kopfschmerzen bei Kindern

Kopfschmerzen treten bei Kindern häufig in Verbindung mit einer anderen Erkrankung auf, etwa im Rahmen eines fiebrigen Infektes. Sie können aber durchaus auch als eigenständiges Krankheitsbild auftreten, in Form von Spannungskopfschmerzen oder sogar Migräne. Diese primären Kopfschmerzarten betreffen mittlerweile 20 Prozent der Kinder im Vorschulalter. Unter den Jugendlichen leiden bereits 30 Prozent unter gelegentlichen Kopfschmerzen.1 Die Ursachen können vielfältig sein und reichen von:

  • Schulstress über
  • Mobbing
  • unzureichend Sauerstoff
  • schlechter Luft
  • Lärm und Hitze.

Wenn Kinder häufiger über Kopfschmerzen klagen, sollten Eltern außerdem auch das Essverhalten des Kindes im Blick behalten. Nicht selten steckt auch eine Nahrungsmittelallergie oder eine andere Unverträglichkeit hinter den Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen.

 Kopfschmerzen nach dem Sport

Kopfschmerzen nach dem Sport treten relativ häufig auf. Dieser sogenannte Anstrengungskopfschmerz entsteht nach intensiver Ausdauerbelastung, etwa nach dem Laufen. Durch größere Salz- und Wasserverluste bei andauerndem Schwitzen werden die Gefäße im Kopf gereizt und senden Schmerzsignale aus. Diese starken, teils migräneartigen Kopfschmerzen treten unmittelbar nach dem Sport auf und können einige Stunden anhalten. Als Ursache kommt außerdem ein unbehandelter Bluthochdruck infrage. Sollten Sie nach dem Sport also regelmäßig unter Kopfschmerzen leiden, ist ein Besuch beim Arzt in jedem Fall ratsam.

Kopfschmerzen Behandlung

Nicht jede Kopfschmerzart erfordert eine Behandlung. Insbesondere bei leichten Kopfschmerzen ist es oft schon hilfreich, sich an der frischen Luft zu bewegen, mehr Wasser zu trinken oder kühle Umschläge auf die Stirn oder in den Nacken zu legen. Bei stärkeren Kopfschmerzen oder gar Migräne ist eine medikamentöse Behandlung hingegen meist unumgänglich.

Mittel gegen Kopfschmerzen

Die symptomatische Behandlung von Kopfschmerzen erfolgt meist mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln, nämlich sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Dabei sollten auch frei verkäufliche Schmerzmittel nicht länger als drei Tage in Folge und nicht häufiger als an zehn Tagen im Monat eingenommen werden, da andernfalls das Risiko besteht, die Kopfschmerzen zu verstärken.

Ibuprofen mit schneller und guter Wirksamkeit

Ibuprofen ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Wirkstoff mit schneller und sehr guter Wirksamkeit:

Liegt der Wirkstoff in Salzform als DS-Lysinsalz vor, geht er noch schneller ins Blut über. Ibuprofen hemmt die Bildung von Prostaglandinen, die an der Schmerzentstehung beteiligt sind.

Mehr über den Wirkstoff Ibuprofen erfahren.

Paracetamol bei leichten bis mäßigen Schmerzen

Paracetamol ist ebenfalls ein schmerzstillender und fiebersenkender Wirkstoff mit entzündungshemmenden Eigenschaften:

Es eignet sich zur Behandlung leichter bis mäßiger Schmerzen und in entsprechender Dosierung auch zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern.

Mehr über den Wirkstoff Paracetamol erfahren.

Acetylsalicylsäure bei leichten bis mäßig starken Kopfschmerzen

Acetylsalicylsäure (ASS) ist ein weiterer Wirkstoff mit schmerzstillenden und fiebersenkenden Eigenschaften.

Darüber hinaus wirkt Acetylsalicylsäure blutverdünnend. Für Personen mit erhöhter Blutungsneigung ist es daher nicht geeignet. Acetylsalicylsäure wirkt bei leichten bis mäßig starken Kopfschmerzen.

Mehr über den Wirkstoff Acetylsalicylsäure erfahren.

Kombipräparate

Zur Behandlung von Kopfschmerzen, insbesondere von Erkältungskopfschmerzen, eignen sich auch Kombipräparate mit den Wirkstoffen Paracetamol und/oder Acetylsalicylsäure und Coffein:

Das zugesetzte Coffein verstärkt die schmerzstillende Wirkung und beschleunigt den Wirkeintritt.

Akupressur bei Kopfschmerzen

Die Akupressur ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin. Ähnlich wie bei der Akupunktur werden bestimmte Energiepunkte bearbeitet, jedoch nicht mit Nadeln, sondern mit bloßem Fingerdruck.

Zur Behandlung leichter bis starker Kopfschmerzen
Hierfür können Sie die Akupressurpunkte im Bereich der Nasenwurzel, der Augenbrauen, des Ohrs und des Handgelenks mit leichtem Druck mit dem Zeigefinger und dem Daumen massieren. Folgende Grafik zeigt Ihnen die genaue Lokalisation der Akupressurpunkte und die Behandlung der Hauptpunkte:2

Kopfschmerzen selbst mit Akupressur lindern

Bei immer wiederkehrenden oder sehr heftigen Kopfschmerzen, die zudem mit anderen Beschwerden wie Schwindel einhergehen, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. In diesem Fall ist die Akupressur nicht geeignet.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Leichte Kopfschmerzen lassen sich gut mit bewährten Hausmitteln behandeln. Viele davon sind so einfach wie effektiv:

  • Trinken Sie bei Auftreten der Kopfschmerzen zwei große Gläser stilles Wasser, das reichert das Blut mit Sauerstoff an und wirkt gegen Kopfschmerzen.
  • Massieren Sie Pfefferminzöl in die Schläfen ein, das lindert Kopfschmerzen mithilfe der ätherischen Dämpfe.
  • Ein kurzer Schlaf in einem ruhigen, kühlen und vor allem abgedunkelten Raum lindert Kopfschmerzen, oft sogar Migräne.
  • Magnesiumpräparate, etwa in Form von Brausetabletten, können Migränekopfschmerzen lindern und vorbeugen.
  • Wechselduschen mit kaltem und heißem Wasser regen die Durchblutung an und lindern Kopfschmerzen.

Tipps gegen Kopfschmerzen

Unter Berücksichtigung folgender Tipps können Sie Kopfschmerzen vom Spannungstyp, aber auch wetterbedingten Kopfschmerzen sowie Migräneanfällen gut vorbeugen:

  • meiden Sie Stress
  • integrieren Sie Bewegung in Ihren Alltag
  • bewegen Sie sich an der frischen Luft
  • meiden Sie Aufenthalte in Regionen mit starken Klimaschwankungen
  • trinken Sie täglich mindestens 2,5 Liter Wasser
  • mit Entspannungsübungen beugen Sie Kopfschmerzen vor
  • sorgen Sie für Bewegung an Computerarbeitsplätzen und beugen Sie Verspannungen vor
  • Schlafen Sie mindestens sieben bis acht Stunden in der Nacht
  • verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin
Autorin - Suzette Herrmann
Autorin: Suzette Herrmann

Suzette Herrmann ist seit 2010 freiberufliche Autorin und Übersetzerin. Nach dem Studium entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und wirkte sowohl an mehreren Tageszeitungen als auch an Seniorenmagazinen mit. Ihre Interessensschwerpunkte liegen bei medizinischen Ratgebern und Kindergeschichten.

Quellen

1 http://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/krankheitszeichen/kopfschmerzen/ 2 http://akupressurpunkte-liste.de/beschwerden/kopfschmerzen.htm https://www.kopfschmerzen.de/ http://www.onmeda.de/symptome/kopfschmerzen.html http://www.netdoktor.de/symptome/kopfschmerzen/ https://de.wikipedia.org/wiki/Kopfschmerz http://www.gesundheit.de/krankheiten/schmerz/kopfschmerzen/donnerschlagkopfschmerz-sofort-zum-arzt http://www.reformhaus.de/hilfe-bei-beschwerden/wetterfuehligkeit-hochdruck-im-kopf.html http://www.babycenter.de/a8536/kopfschmerzen-w%C3%A4hrend-der-schwangerschaft http://www.lauftipps.ch/gesundheit/kopfschmerzen-und-lauftraining/ http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/alternativmedizin/chinamedizin/akupressur/kopfschmerzen-und-migraene_aid_20063.html http://www.zentrum-der-gesundheit.de/kopfschmerzen-hausmittel-ia.html


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