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Magenschleimhautentzündung (Gastritis)

Mit Gastritis wird eine Entzündung der Magenschleimhaut bezeichnet. Unter einer Gastritis leiden viele, vor allem ältere Menschen. Die Häufigkeit der Erkrankung kann nur geschätzt werden, da viele Betroffene unter keinen Symptomen leiden und erst durch Routineuntersuchungen von der Krankheit erfahren.

Eine schonende Ernährung bei Gastritis ist wichtig. So werden mit leichter Schonkost und milden Lebensmitteln die ohnehin gereizten Schleimhäute nicht zusätzlich belastet. Beschwerden wie Schmerzen werden gelindert, die Verdauungsorgane können sich regenerieren. 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was ist Gastritis?
  2. Wie lange dauert eine Gastritis?
  3. Gastritis-Arten
  4. Erosive Gastritis
  5. Ursachen
  6. Symptome
  7. Ernährung bei Gastritis
    1. Buchempfehlung mit Rezepten
  8. Diagnose
  9. Magenschleimhautentzündung behandeln
  10. Gastritis in der Schwangerschaft
  11. Gastritis bei Hund & Katze

Was ist Gastritis?

In der medizinischen Fachsprache heißt eine Magenschleimhautentzündung Gastritis. Sie beschreibt eine entzündliche Veränderung der Magenschleimhaut. Im gesamten europäischen Raum leiden sehr viele Menschen, darunter eine vergleichsweise hohe Anzahl über 50-Jähriger unter dieser Krankheit. Die Häufigkeit, in der eine Magenschleimhautentzündung auftritt, lässt sich nur schätzen.

Obwohl etwa 25 Prozent aller Erwachsenen mit dem Bakterium Heliobacter pylori, dem Hauptverursacher der Entzündung infiziert sind, bricht bei vielen die Krankheit entweder gar nicht aus oder aber sie verläuft ohne ein typisches Beschwerdebild. Erst nach Jahren, infolge einer Routineuntersuchung, stellt dann der Arzt eine krankhafte Entzündung der Magenschleimhaut fest. Eine sichere Diagnose kann ausschließlich ein auf Magen-Darm-Erkrankungen spezialisierter Mediziner, der sogenannte Gastroenterologe, stellen.

Ist Gastritis ansteckend?

Eine Magenschleimhautentzündung ist im Normalfall nicht ansteckend:

Anders verhält es sich mit einer Entzündung der Magenschleimhäute, die durch bestimmte Erreger ausgelöst wurde:

Auch das Bakterium Helicobacter pylori ist ansteckend:

Eine direkte Ansteckung mit Gastritis gibt es also kaum. Ansteckend sind die Krankheitserreger, die nur unter bestimmten Umständen tatsächlich eine Magenschleimhautentzündung hervorrufen.

Wie lange dauert eine Gastritis?

Die Dauer eine Gastritis ist abhängig von der Schwere der Entzündung. Je nach Verlauf der Erkrankung unterscheidet man zwischen akuter Gastritis und chronischer Gastritis

Der Arzt kann bei einer Magenspiegelung feststellen, um welche Art Gastritis es sich handelt.

Therapie und Dauer

Durch das Auftreten des sauren Magensaftes bei einer akuten Gastritis bekommen Patienten zur Behandlung meistens Medikamente, die die Magensäureproduktion verringern verschrieben. Das sind sogenannte Protonenpumpenhemmer. Auch Säure neutralisierende Antazida werden oft verschrieben. Es kommen auch Medikamente in Betracht, die die Magenbewegung anregen, da sich der Magen bei einer Gastritis oft verkrampft. Vermieden sollen bei einer Gastritis Kaffee, Alkohol, Rauchen und fettiges Essen. 

Wie lange eine akute Gastritis dauert, lässt sich pauschal nicht sagen. Eine akute Gastritis kann innerhalb weniger Tage wieder verschwinden, jedoch auch mehrere Wochen bestehen. Je länger die Magenschleimhautentzündung besteht, desto länger ist auch der Behandlungsverlauf. Betroffene können diesen allerdings mit einer an die Gastritis angepassten Ernährung begünstigen. 

Bei einer chronischen Gastritis ist die Magenschleimhaut über einen längeren Zeitraum entzündet. Die Erkrankung kann sich über mehrere Jahre lang hinziehen oder auch ein Leben bestehen. Der Betroffene hat dabei mit immer wieder auftretenden Entzündungen zu kämpfen.
Bei einer chronischen Gastritis wird häufig eine Tripeltherapie verwendet. In der Zeit von sieben Tagen werden drei verschiedene Medikamente eingenommen (zwei Antibiotika und ein Säureblocker). Gerade die Behandlung mit Clarithromycin, Amoxicillin und Protonenpumpeninhibitor zeigt gute Ergebnisse in der Minderung der Gastritis.

Vorbeugung und Stressabbau

Vorbeugen kann man einer Gastritis, indem man auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achtet, sehr scharfe Speisen vermeidet und Stress abbaut. Auch das Rauchen greift Magenschleimhäute an und so ist es empfehlenswert, ganz auf das Rauchen zu verzichten.

Gastritis-Arten

Akute Gastritis  |  Chronische Gastritis  |  Typ A  |  Typ B  |  Typ C  |  Seltene Gastritis-Arten

Akute Gastritis

Die akute Gastritis ist eine kurzzeitige Erkrankung. Als Auslöser einer akuten Gastritis kommen verschiedene Faktoren in Frage. Meist ist Stress, verbunden mit Alkohol oder Schmerzmedikamenten, die Ursache. Oft entsteht sie auch durch eine Lebensmittelinfektion, ausgelöst durch Erreger wie Viren, Bakterien oder Schimmelpilze.

Ebenso ist die Ursache im Missbrauch bzw. der Einnahme von bestimmten, die Magenschleimhaut reizenden Substanzen zu finden. Hier kommen Stoffe wie Nikotin, Alkohol oder zu viel Koffein als Entstehungsgrund in Frage. Eine ähnliche Wirkung können auch Schmerzmittel wie ASS (zum Beispiel Aspirin) haben. Weitere Ursachen für eine akute Gastritis können eine Strahlentherapie, Verätzungen, sowie großer psychischer Stress oder körperlicher Stress wie ein Kreislaufschock sein.

Ursachen | Symptome | Behandlung

Chronische Gastritis

Die chronische Gastritis kommt eher schleichend und heilt nicht von selbst aus. Sie ist eine langfristige Magenschleimhautentzündung. Bei der chronischen Gastritis kann man verschiedene Formen unterscheiden, die auf unterschiedliche Arten ausgelöst werden.

Ursachen | Symptome | Behandlung

Typ A Gastritis

Die Typ A Gastritis ist eine Autoimmunerkrankung. An dieser Form der Gastritis erkranken ca. fünf Prozent der Menschen mit chronischer Magenschleimhautentzündung. Die körpereigenen Abwehrzellen, die normalerweise gegen Krankheitserreger kämpfen, richten sich jetzt gegen Zellen des eigenen Körpers. Als Folge der autoimmunen Reaktion kommt es zur Zerstörung der Magenschleimhaut.

Oft sind die Beschwerden nur unspezifisch, da die eigentliche Aufgabe des Magens, Nahrung zu zerkleinern und für die Verdauung vorzubereiten, nicht gestört wird. Durch die Zerstörung der Schleimhaut verliert der Magen  nach und nach die Fähigkeit, Säure zu produzieren. Das macht zunächst keine Beschwerden. Allerdings werden auch Zellen zerstört, die für den komplizierten Vorgang des Vitamin B12-Stoffwechsels zuständig sind. Die Folge ist dann ein Vitamin-B12-Mangel mit Blutarmut und neurologischen Störungen. Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Magenkrebs ist ebenfalls erhöht, so dass in solchen Fällen eine regelmäßige Magenspiegelung empfohlen wird (alle 2 Jahre).

Zur Behandlung

Typ B Gastritis

Der Erreger, der die Gastritis vom Typ B auslöst, ist das korkenzieherförmige Bakterium Helicobacter pylori. Diese Form der chronischen Gastritis ist die häufigste und macht 85 Prozent der chronisch Erkrankten aus. Es fand bei ihnen irgendwann (meist schon im Kindesalter) eine bakterielle Infektion mit dem Erreger statt. Der genaue Weg der Ansteckung ist noch nicht gänzlich aufgeklärt worden, wahrscheinlich handelt es sich um eine fäkal-orale Übertragung (über Essen und Trinken). Das Erstaunliche ist, dass der Keim bei ca. einem Drittel der Deutschen im Magen vorhanden ist, aber nicht jeder Träger des Erregers auch erkrankt.

Häufig findet sich auch eine B-Gastritis, ohne dass Helicobacter pylori nachgewiesen werden kann. Bei einer HP-Gastritis steigt das Risiko für Geschwüre in Magen und vor allem Dünndarm. Wie bei der A-Gastritis besteht ein höheres Risiko für bösartige Magenerkrankungen. Eine regelmäßige Kontrolle ist hingegen nicht notwendig.

Zur Behandlung

Typ C Gastritis

Eine weitere Form der chronischen Gastritis, die zehn Prozent der Erkrankten betrifft, ist die chemisch-toxische Gastritis. Sie wird ausgelöst durch Stoffe, die die Magenschleimhaut reizen. Der Grund der Erkrankung sind also schädigende Substanzen. Diese können vom Körper selbst produziert werden wie Magensäure, die bei Stress vermehrt produziert wird oder seltener Gallenflüssigkeit, die bei Gallenreflux in den Magen gelangen kann.

Eine schädigende Wirkung können aber auch Medikamente wie Antirheumatika und Schmerzmittel wie ASS (Aspirin) haben. Der Missbrauch von Alkohol im Rahmen einer Abhängigkeit kann ebenfalls als Auslöser fungieren.

Zur Behandlung

Seltene Gastritis-Arten

Weitere fünf Prozent der chronischen Gastritis entfallen auf sehr seltene Magenschleimhauterkrankungen. Hierzu zählen Krankheiten wie die Morbus-Crohn-Gastritis oder die Ménétrier-Gastritis (Riesenfaltengastritis). Eine Gastritis kann aber auch wegen einer Lebensmittelvergiftung durch Bakterien wie Salmonellen oder durch ständiges Sodbrennen entstehen.

Erosive Gastritis

Wird die Magenschleimhaut dauerhaft gereizt, kann sich bei ausgeprägter Schleimhautschädigung aus der akuten Form eine chronische Gastritis entwickeln. Aus einem sehr schweren Verlauf heraus ist auch die Entstehung einer speziellen Form der Magenschleimhautentzündung möglich, der so genannten erosiven Gastritis.

Hierbei ist die Schleimhaut oberflächlich an mehreren Stellen beschädigt. Je nach Ausprägung dieser Defekte wird zwischen inkompletten und kompletten Erosionen unterschieden. Während inkomplette Erosionen lediglich kleine, etwa stecknadelgroße Geschwüre beschreiben, liegen bei kompletten Erosionen flächige Defekte der Schleimhaut vor.

Ursachen einer erosiven Gastritis

Für eine erosive Gastritis Magenschleimhautentzündung kommen verschiedene Ursachen in Frage.

Ein häufiger Grund ist der toxische Einfluss von Präparaten mit dem Wirkstoff ASS (Acetylsalicylsäure), der nicht selten verordnet wird, um beispielsweise einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall vorzubeugen.

Darüber hinaus können aber auch andere NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika) ebenso wie weitere Auslöser einer akuten Gastritis sowie eine akute Infektion mit Helicobacter pylori die Entstehung von Erosionen auslösen.  

Auch übermäßiger Kaffee- und Alkoholkonsum sowie sehr scharfe Nahrungsmittel, tragen nicht selten zu einer erosiven Gastritis bei.

Symptome einer erosiven Gastritis

Bei der erosiven Gastritis handelt es sich um besonders starke Magenschleimhautentzündung, die neben den Symptomen einer akuten Magenschleimhautentzündung mit folgenden Beschwerden einhergehen kann:

Erosive Gastritis behandeln

Die Behandlung dieser Form der Magenschleimhautentzündung richtet sich wie bei den anderen Gastritis-Arten auch nach der Ursache. Ist die Zufuhr von ASS der Auslöser, sollte eine weitere Darreichung überdacht werden. Darüber hinaus ist es wichtig, den Magen dauerhaft zu schützen, was beispielsweise mit Säureblockern erreicht werden kann. Der genaue Therapieverlauf sollte allerdings mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.   

Ursachen von Gastritis

Eine Magenschleimhautentzündung kann von ganz unterschiedlichen Faktoren begünstigt und ausgelöst werden. Bei den Ursachen der Gastritis kann man wieder zwischen den Ursprüngen einer akuten Verlaufsform und den Ursachen für einen chronischen Verlauf der Krankheit unterscheiden.

Verschiedene Risikofaktoren können die Schleimhaut reizen und eine Gastritis auslösen.

Ursachen für eine akute Gastritis

Eine akute Magenschleimhautentzündung entsteht durch Substanzen, die die Magenschleimhaut stark reizen. Durch diese Reizung kommt es zu Entzündungen und je nach Schwere der Entzündung auch zu Blutungen an der Schleimhaut. 


Verursacher können Gifte, sogenannte Toxine, sein, die bei einer Infektion über Nahrungsmittel entstehen. Bakterien oder Schimmelpilze gelangen dabei über die Nahrung in den Magen und geben dort Stoffwechselprodukte ab, welche die Schleimhäute reizen.

Weitere Substanzen, die eine Gastritis fördern, sind Medikamente. Manche Medikamente greifen die Magenschleimhaut an und führen zu Entzündungen. Zu diesem Arzneimittel gehören zum Beispiel Schmerzmittel wie Diclofenac oder ASS, sowie manche Antirheumatika.

Auch ganz alltägliche Stoffe können die Magenschleimhäute reizen und eine Gastritis hervorrufen. Gerade übermäßiger Kaffeekonsum (Koffein) oder Nikotin und Alkohol stellen für die Schleimhäute des Magens eine Belastung dar.

Die Schonung des Magens steht bei einer akuten Gastritis im Vordergrund, denn ein akuter Verlauf kann auch in eine chronische Form der Gastritis übergehen. Hierzu lohnt es sich, im Teil Ernährung bei Gastritis genauer nachzulesen, durch welche Nahrungsmittel und Ernährungsregeln die Entzündung am schnellsten abheilen kann.

Ansonsten helfen Säurebinder wie Heilerde oder Antacida oder bei erheblichen Beschwerden säurehemmende Arzneien wie Protonenpumpenhemmer (PPI).

Ursachen für eine chronische Magenschleimhautentzündung

Die häufigste Ursache für eine Typ B Gastritis ist der Befall mit dem Bakterium Helicobacter pylori, die sogenannte HP-Gastritis. Oft findet sich allerdings auch eine HP-negative B-Gastritis.
Bei Vorliegen einer HP-Gastritis sollte das HP-Bakterium eradiziert (durch eine Therapie mit Antibiotika "weggemacht") werden. Die Chancen, von dieser Form der Gastritis geheilt zu werden, stehen sehr gut. Der behandelnde Arzt wendet hier die sogenannte Eradikationstherapie (siehe Gastritis Behandlung) an.

Handelt es sich bei der Gastritis um eine Erkrankung des Typus A, nämlich einer Autoimmunkrankheit, so gibt es leider keine Aussicht auf vollständige Heilung. Der Körper schadet sich selbst, indem er die Drüsenzellen, die für die Produktion und Ausschüttung der Magensäure zuständig sind, nach und nach zerstört. Bei der Typ A Gastritis können nur die Symptome behandelt werden. Man versucht, die Magenschleimhaut des Patienten möglichst intakt zu erhalten.

Ständiges Sodbrennen oder eine Reflux-Erkrankung können im Rahmen einer C-Gastritis als Ausdruck der Übersäuerung auftreten. Da bei der A- und B-Gastritis die Säureproduktion des Magens nachlässt, verschwindet bei diesen Patienten häufig auch beklagtes Sodbrennen im Krankheitsverlauf. Kurioserweise kann die erfolgreiche Heilung einer HP-Gastritis durch Antibiotika-Behandlung die Säureproduktion des Magens normalisieren und Sodbrennen dadurch wieder verstärkt auftreten.

Wie bei der akuten Gastritis können auch Medikamente und andere reizende Substanzen eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut bewirken.

Gastritis Symptome

Je nachdem, ob es sich um eine akute oder um eine chronische Magenschleimhautentzündung handelt, können starke bis gar keine Schmerzen bei einer Gastritis auftreten. Eine akute Gastritis ist leicht und früh zu erkennen, während dies bei chronischen Formen nicht der Fall ist.

Generell gilt: Bei Beschwerden, die wiederkehren oder anhalten, sollte möglichst frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden. Je früher eine Diagnose gestellt wird und entsprechende Medikamente verordnet werden können, desto schneller geht es dem Patienten auch wieder besser.

Symptome einer akuten Gastritis

Bei der akuten Gastritis gilt, dass sie immer in zeitlicher Nähe zur auslösenden Substanz auftritt. Typische Symptome sind:

Typisch ist, dass sich der Zustand nach dem Essen für kurze Zeit bessert, um sich im Anschluss wieder zu verschlechtern.

Symptome einer chronischen Gastritis

Die chronische Magenschleimhautentzündung weist keine eindeutigen Symptome auf.
Deshalb wird sie oft erst spät erkannt. Manchmal treten nach langer Zeit unspezifische Signale auf, die vom Patienten aber normalerweise anders gedeutet werden. Beispiele für diese nicht eindeutigen Symptome sind:

Wenn Sie sich auf Dauer schlecht fühlen, sollten Sie vorsichtshalber einen Arzt konsultieren. Ein Besuch beim Arzt kann Ihnen vielleicht spätere Komplikationen, die bei einer andauernden chronischen Gastritis eintreten können, wie ein Magengeschwür, ein Zwölffingerdarmgeschür oder Magenkrebs ersparen.

Bei den einzelnen Arten der chronischen Magenschleimhautentzündung können weitere Symptome auftreten:

Ernährung bei Gastritis

Die Schmerzen, die durch eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung) entstehen, können sehr unangenehm sein:

Diese Ernährungsform bietet sich ebenfalls für die chronischen Verlaufsformen einer Gastritis an:

Allgemeine Regeln zur Ernährung bei Gastritis

Sie sollten sehr genau beobachten, wie Sie auf bestimmte Nahrungsmittel reagieren. Grundsätzlich sind alle Lebensmittel in Ordnung, die keine Symptome wie Übelkeit und Druck verursachen. Dies ist vor allem bei Gerichten so, die leicht verdaulich, relativ fettarm und nur mild gewürzt sind. Salz und Pfeffer sollten nur sparsam verwendet werden, stattdessen lieber mit frischen Kräutern würzen. Bestehende Unverträglichkeiten und Allergien gegen bestimmte Lebensmittel müssen natürlich in der Ernährung berücksichtigt werden. Weit verbreitet in der Bevölkerung sind zum Beispiel Laktoseintoleranz und eine Unverträglichkeit gegen das Weizenprotein Gluten.

Mehrere kleine Mahlzeiten & ausreichend Zeit zum essen
Optimal ist es für Gastritis-Betroffene, mehrere und kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. So wird die Produktion der Magensäure nicht allzu stark angeregt. Außerdem ist es wichtig, sich ausreichend Zeit zum Essen zu nehmen. Das Essen gelangt so nach und nach in den Magen und wird dort besser aufgenommen. Damit die Nahrung möglichst gut zerkleinert wird, ist es notwendig, die Nahrungsmittel lange zu kauen. Zum einen wird der feinere Nahrungsbrei leichter im Magen verarbeitet, zum anderen können die Enzyme, die im Speichel enthalten sind, schon einen Teil der Verdauung im Mund übernehmen.

Für die Mahlzeiten selbst gelten folgende Empfehlungen: Das Essen sollte weder zu kalt noch zu heiß gegessen werden. Außerdem sollten die Speisen nicht scharf gewürzt sein. Fettige Gerichte sind ein No-Go für Patienten mit Magenschleimhautentzündung. Essen Sie also möglichst keine gebratenen, frittierten oder geräucherten Speisen. Auch der Verzicht auf Süßigkeiten wird angeraten.

Ungeeignete Lebensmittel

Von allen Lebensmitteln mit hohem Fettgehalt wird bei Gastritis abgeraten. Dazu gehören:

Ungeeignet für Menschen mit Gastritis sind:

Besonders Backwaren gelten als schwer verdaulich. Probleme bereiten auch einige Gemüsesorten. Hier handelt es sich vor allem um Gemüse, das Blähungen verursachen kann wie Kohlsorten, Zwiebeln oder Hülsenfrüchte.

Gastritis - Was trinken?

Es gibt verschiedene Getränke, die bei einer bestehenden Gastritis vermieden werden sollten, da sie die Magenschleimhaut zusätzlich reizen und wiederum solche, die wohltuend wirken. Auf folgende Getränke sollte weitestgehend verzichtet werden:

Als angenehm empfunden werden hingegen:

Milch bei Gastritis - lieber verzichten oder erlaubt?

Ob Milch bei Gastritis gänzlich verzichtet werden sollte oder ob dieser während der Erkrankung getrunken werden kann, darüber sind sich Mediziner wohl nicht ganz einig. Sicherlich ist dies in gewissem Maße auch vom Gastritis-Typ und der Ursache der Erkrankung abhängig. Wichtig ist es, auf seinen Körper zu achten und mögliche Signale zu erkennen. Verschlimmern sich die Beschwerden nach einem Milchverzehr, ist der Verzicht zu empfehlen. Spricht der Körper hingegen gut darauf an, ist nichts gegen einen gelegentlichen Milchkonsum einzuwenden. 

Welches Obst bei Gastritis?

Bei einer Gastritis sind säurearme Obstsorten zu empfehlen. Hierzu zählen beispielsweise:

Beim Verzehr von Obst ist zudem darauf zu achten, dass dieses reif ist. Außerdem empfiehlt es sich auf rohes Steinobst zu verzichten, ebenso wie auf Nüsse, Mandeln, Avocado oder Pistazien. Wer dennoch nicht verzichten möchte, sollte Steinobst vor dem Verzehr garen.

Welches Gemüse bei Gastritis?

Auch beim Gemüse gibt es einige bekömmliche Sorten wie:

Idealerweise wird das Gemüse vor dem Verzehr gekocht, da es so leichter aufgenommen werden kann und dem Magen Arbeit abgenommen wird.

Verzichtet werden sollte hingegen auf:

Diese belasten den ohnehin empfindlichen Magen-Bereich nur unnötig und können unangenehme Beschwerden wie Blähungen hervorrufen.

Wann wieder normal essen bei Gastritis?

Wann bei einer Gastritis wieder normale Kost gegessen werden kann, hängt von der Schwere der Erkrankung bzw. der Ausprägung der Symptome ab. Ist die Gastritis ausgeheilt, können für gewöhnlich auch wieder normale Speisen gegessen werden. Eventuell dauert es einige Zeit, bis sich die Magenschleimhaut wieder beruhigt hat. Sobald keine Schmerzen mehr vorhanden sind, kann sich wieder langsam an gewöhnliche Kost gewöhnt werden. Dabei ist trotzdem darauf zu achten, auf Speisen die stark blähen oder die fettig sind, zu verzichten. 

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Diagnose

Mit Hilfe einer Magenspiegelung kann eine Gastritis festgestellt werden.

Zunächst muss der behandelnde Arzt eine Diagnose stellen. Hierfür befragt er den Patienten nach Symptomen, bereits bestehenden Erkrankungen und Medikamenten, die er regelmäßig einnimmt sowie nach seiner Ernährungs- und Lebensweise. Im Anschluss kann der Arzt andere Krankheiten, die ähnliche Symptome erzeugen, ausschließen. Gallensteine gehen zum Beispiel auch mit Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen einher, können aber schnell durch eine Untersuchung mit Ultraschall überprüft und ausgeschlossen werden.

Wann zum Arzt bei Gastritis?

Besteht eine leichte Gastritis, lassen die Beschwerden für gewöhnlich nach wenigen Tagen nach bzw. verschwinden ganz.  Bleiben die Symptome darüber hinaus bestehen und es tritt keine Besserung ein, sollte eine Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären.

Welcher Arzt bei Gastritis?

Um eine sichere Gastritis Diagnose zu stellen, muss der Arzt eine Magenspiegelung (Gastroskopie) vornehmen. Diese ambulante Untersuchung kann ein Spezialist für Magen-Darm-Erkrankungen, ein Gastroenterologe, durchführen.

Ablauf der Untersuchung

Die Untersuchung läuft wie folgt ab: Der Arzt führt über den Mund und die Speiseröhre ein Endoskop in den Magen ein. Durch die eingebaute Kamera im Endoskop kann der Arzt die Magenschleimhaut untersuchen und auf Veränderungen wie Entzündungen überprüfen. Durch diese Untersuchung ist es auch möglich, das Bestehen eines Magengeschwürs und die Erkrankung an Magenkrebs auszuschließen. Findet der Arzt Stellen in der Magenschleimhaut, die ihm verdächtig vorkommen, so kann er das veränderte Gewebe als Probe entnehmen und im Labor weiter untersuchen lassen.

Durch diese Gewebeproben kann zum Beispiel abgeklärt werden, ob Geschwüre gutartig oder bösartig sind. Auch eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori kann durch Gewebeproben festgestellt werden. Eine Helicobacter-Infektion ist aber auch anhand einer Stuhlprobe oder eines einfachen Atemtests möglich, liefert dann allerdings keine Rückschlüsse auf die Gastritis, weil auch gesunde Menschen Träger des Erregers sein können.


Bei einem Verdacht auf eine Typ A Gastritis kann zusätzlich eine Blutuntersuchung aufschlussreich sein:
Die Antikörper, die gegen die Magenzellen ausgebildet wurden, können im Blut des Patienten nachgewiesen werden.

Wann ins Krankenhaus bei Gastritis?

Liegt bereits ein schwerer Krankheitsverlauf vor, der mit Blutungen einhergeht, ist dies ein Notfall und sollte unbedingt in einem Krankhaus behandelt werden. 

Magenschleimhautenzündung behandeln 

Sie haben Symptome, die auf eine Magenschleimhautentzündung hindeuten, und den Verdacht, an einer Gastritis erkrankt zu sein? Dann sollten Sie möglichst bald einen Arzt aufsuchen. Eine medizinische Behandlung der Gastritis läuft fast immer nach dem gleichen Schema ab. 

Therapieformen bei Gastritis

Jede Art der Behandlung setzt auf die Beseitigung der Ursachen der Erkrankung. Bei einer Magenschleimhautentzündung können je nach Gastritis-Typ und Krankheitsursache verschiedene Therapien zum Erfolg führen. Bei den allermeisten Behandlungen spielen Medikamente, die die Magensäure binden, hemmen oder verringern, eine wichtige Rolle.

Akute Gastritis  |  Chronische Gastritis  |  Typ A  |  Typ B  |  Typ C 

Behandlung bei akuter Gastritis

Bei einer akuten Magenschleimhautentzündung ist die Schonung des Magens oft ausreichend, so dass keine weitere Medikation notwendig ist. Damit sich der Magen schnell regenerieren kann, sollten Sie zunächst ein bis zwei Tage nichts und im Anschluss nur Schonkost essen. Das heißt, Sie sollten nur kleine Portionen beim Essen zu sich nehmen und mit Haferschleim, Zwieback und Co. beginnen.

Wichtig ist es, in dieser Zeit viel Wasser und milden Tee zu trinken. Um die Beschwerden zu lindern, können auch Protonenpumpenhemmer zur Hemmung der Säureproduktion oder H2-Rezeptoren-Blocker, welche die Produktion der Magensäure drosseln, eingenommen werden. Des Weiteren wird empfohlen, das Rauchen zu unterlassen und am Anfang auf Fettes und Gebratenes zu verzichten.

Behandlung bei chronischer Gastritis

Chronische Magenschleimhautentzündungen sprechen meist gut auf Medikamente an, welche die Magensäure verringern, indem sie diese binden oder deren Entstehung hemmen. Je nach Typ der chronischen Gastritis wird verschieden therapiert.

Behandlung bei Typ A Gastritis

Die Ursache der Typ A Gastritis ist bisher leider nicht zu beheben. Die Auswirkungen der Erkrankung können aber durch verschiedene Maßnahmen minimiert werden. Durch eine Behandlung mit Protonenpumpenhemmern, Antazida (neutralisieren Säuren) oder H2-Rezeptoren-Blockern können Schädigungen der Magenschleimhaut so gering wie möglich gehalten werden.

Wichtig sind auch regelmäßige Kontrollen beim Arzt, da das Magenkrebs-Risiko erhöht ist. Je früher eine Wucherung erkannt wird, desto besser sind die Aussichten für den Patienten. Empfohlen wird auch eine allgemein magenfreundliche Lebensweise, damit der Magen nicht unnötigen Belastungen ausgesetzt wird. Bei einer Typ A Gastritis ist meist eine lebenslange Versorgung mit dem Vitamin B12 nötig. Das Vitamin wird in Form von Spritzen verabreicht. Eine orale Einnahme ist nicht sinnvoll, da diese wieder über den Magen stattfinden müsste.

Behandlung bei Typ B Gastritis

Das Bakterium Helicobacter pylori muss nicht in jedem Fall therapiert werden. Ist jedoch eine Gastritis festgestellt worden, so greifen viele Ärzte zur sogenannten Eradikationstherapie. Bei dieser Therapie werden für eine Woche zwei unterschiedliche Antibiotika und ein Protonenpumpenhemmer eingenommen. Bei ca. 90 Prozent der Betroffenen wird der Erreger Helicobacter dadurch abgetötet.

Eine Überprüfung, ob das Bakterium erfolgreich beseitigt wurde, erfolgt nach eineinhalb bis zwei Monaten durch einen Atemtest. Wie jede Einnahme von Antibiotika kann auch die Eradikationstherapie Nebenwirkungen zeigen. Ein Impfstoff gegen Helicobacter pylori existiert bislang noch nicht, wird aber gerade entwickelt.

Behandlung bei Typ C Gastritis

Die Behandlung bei Typ C Gastritis setzt vor allem beim Vermeiden von Magenschleimhaut reizenden Substanzen an. Sind dies beispielsweise Medikamente, die nicht ersetzt werden können, so sollte ein zusätzlicher Magenschutz vom Arzt verschrieben werden, der die Schleimhäute schützt. Auch beim Typ C kommen oft Säureblocker zum Einsatz, um die chronische Gastritis zu heilen.

 Behandlung mit Medikamenten

Die schmerzhafte Entzündung der Magenschleimhaut ist so weit verbreitet, dass die Bezeichnung Gastritis für viele kein Fremdwort mehr ist. Verursacht durch Bakterien oder zu viel Magensäure, kann Gastritis als akute oder chronische Erkrankung auftreten. Auch wiederholte Krankheitsschübe in Verbindung mit Stress, ansäuernder Nahrung oder Genussmitteln sind keine Seltenheit.

Durch rezeptfreie Medikamente kann die unangenehme Entzündung jedoch wirksam behandelt oder zumindest gelindert werden. Zur Verfügung stehen dabei drei Hauptgruppen, die entsprechend ihrer Wirkweise unterteilt werden.

Säurebindende Medikamente bei Magenschleimhautentzündung

Riopan, Talcid und Maaloxan gehören zu den säurebindenden oder -neutralisierenden Medikamenten, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Auch, wenn die säurebindenden Medikamente in unterschiedlicher Darreichungsform und mit verschiedenen Wirkstoffen angeboten werden, ist das Prinzip stets gleich. Vor der Anwendung dieser Präparate bei Gastritis ist ein Arzt oder Apotheker zu befragen.

Talcid Kautabletten 50 ST
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Maaloxan 25mval Suspension  250 ML
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Für den Gehalt der Magensäure verantwortliche Teilchen werden gebunden und neutralisiert.
Dadurch wird ein Steigen des pH-Wertes erreicht. Aus diesem Grund können die säurebindenden Mittel nicht nur bei Gastritis, sondern auch gegen Sodbrennen eingesetzt werden. Ist der Grund für die Gastritis in Bakterien zu suchen oder hat die gesteigerte Produktion der Magensäure eine chronische Ursache, können die neutralisierenden Medikamente allerdings nur eine kurze Linderung verschaffen.

Säureblocker bei Gastritis

Zu den säurehemmenden Medikamenten (je nach Dosierung rezeptfrei oder nur auf Rezept erhältlich) zählen Mittel wie Pantoprazol, Pantozol, Omeprazol und Zantic. Sie wirken anders als Arzneien, die den Säuregehalt der Magensäure lediglich durch Neutralisation mindern.

In niedriger Dosierung sind die Medikamente rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Die richtige Dosierung sollte gemäß dem Beipackzettel erfolgen und/oder mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Sie blockieren die Protonenpumpen oder die Histamin-2-Rezeptoren unumkehrbar.
Dadurch kann Magensäure nicht gebildet und auch nicht freigesetzt werden. Durch den verminderten Säuregrad werden die Schmerzen gelindert, die mit einer Gastritis einhergehen. Genau dieser, eigentlich angenehme Effekt, kann jedoch auch dazu führen, dass ernsthafte Erkrankungen zu spät erkannt und behandelt werden. Zwar schalten Säureblocker die Rezeptoren und Zellen nur solange aus, wie die Zellerneuerung dauert, bei erneuter Einnahme lässt sich diese Wirkung jedoch beliebig verlängern. Um eine nachteilige Wirkung der säurehemmenden Medikamente zu verhindern, sollten sie daher nur kurzfristig angewendet werden. Halten die Beschwerden dennoch an, kann ein Geschwür oder eine andere ernsthafte Erkrankung die Ursache für die Gastritis sein. Ärztliche Untersuchungen und Behandlungen sind dann unumgänglich.

Ausgleichende Medikamente und pflanzliche Wirkstoffe

Iberogast ist wohl der bekannteste Vertreter dieser Medikamente, die ausgleichend auf die Verdauungsorgane wirken.

Durch Pflanzen-Extrakte werden die Bewegung der Muskulatur, die Produktion der Magensäure und der Aufbau der Magenschleimhaut selbst reguliert. Darüber hinaus werden Nerven beruhigt, was zusätzlich entspannt und die mit einer Gastritis einhergehenden Beschwerden lindern kann. Ausgleichende Medikamente wirken zumeist dennoch nicht so schnell, wie es bei hemmenden und blockierenden Arzneien der Fall ist. Denn auch bei korrekter Anwendung des Mittels benötigt der Körper ausreichend Zeit, um sich zu regulieren und zu erholen. Aufgrund der abgerundeten und gänzlich anderen Wirkweise, die viele Faktoren mit einbezieht und eine Balance herstellt, sind diese Mittel die schonendere und natürlichere Wahl. Zudem können sie auch bei anderen Beschwerden des Verdauungstraktes, die zeitgleich mit einer Gastritis auftreten, wirksam sein. Bei einer bakteriell bedingten Gastritis werden auch diese jedoch nicht effektiv wirken.

 Gastritis mit Hausmitteln behandeln

Auch eine Behandlung mit Hausmitteln ist möglich. Allerdings sind diese Hausmittel bei einer chronischen Gastritis eher zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten anzuwenden. Auf alles Reizende wie Nikotin, Alkohol oder zu scharfes oder heißes Essen sollte verzichtet werden.

Ein guter Rat ist es auch, durch Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training Stress abzubauen und einer Übersäuerung des Magens vorzubeugen. Wer möchte, kann auch einen Heilpraktiker aufsuchen und pflanzliche oder homöopathische Mittel zur Heilung einsetzen.

Die Nahrung sollte fett- und kohlenhydratarm sein. Häufige kleine Mahlzeiten sind in der Regel bekömmlicher als wenige, üppige. Scharfe Gewürze oder saure Gerichte sollten gemieden werden. Stark sauer sind auch Softdrinks wie Zitronenlimonade oder Cola. Mehr Informationen dazu unter Ernährung bei Gastritis

Kamillentee und Fencheltee können den Magen beruhigen. Ingwertee ist entzündungshemmend und beschleunigt die Fettverbrennung in geringem Maße, so dass er gut vor oder zum Essen getrunken werden kann.

Eine Kräutermischung aus Kalmuswurzel, Fenchel, Pfefferminzblättern und Melissenblättern beruhigt den Magen und tut gut bei angenehmem Geschmack.

Der Saft von rohem Kohl enthält zwei entzündungshemmende Aminosäuren (S-Methylmethionin und Glutamin). Selbstgemacht am besten den Kohl (Weißkohl oder Wirsingkohl) mit Hilfe eines Entsafters zu Kohlsaft verarbeiten und frisch trinken. 

Schleimhaltiges wie Haferbrei sowie rohe Kartoffeln, Eibischwurzel, Malvenblüten und Malvenblätter oder die Außenhaut des Leinsamens wirken auch erfolgreich gegen Gastritis. Die pflanzlichen Schleime umhüllen reizlindernd die entzündeten Schleimhäute und halten so die unangenehme Magensäure fern. 

Bei wem die Hausmittel keine Wirkung zeigen oder wer starke Schmerzen hat, sollte jedoch sicherheitshalber einen Arzt zu Rate ziehen und sich gründlich untersuchen lassen.

 Gastritis in der Schwangerschaft

Bemerken Sie während der Schwangerschaft Symptome, die für eine Gastritis typisch sind, sollten Sie umgehend Ihren behandelnden Arzt informieren.

Leider sind solche Beschwerden oft nur schwer von den typischen Begleiterscheinungen einer Schwangerschaft zu unterscheiden. Hierzu zählt zum Beispiel Übelkeit, die häufig in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft auftreten kann.

Ursachen einer Gastritis während der Schwangerschaft

Ebenso wie bei nichtschwangeren Personen, können auch bei Schwangeren verschiedene Ursachen in Frage kommen. Neben Belastungen und psychischem Stress können ebenso Medikamente oder bestimmte Nahrungsmittel die Magenschleimhaut reizen und eine Gastritis hervorrufen.

Eine nicht unwesentliche Rolle spielt auch das Bakterium Helicobacter pylori, von dem Schwangere betroffen sein können. Die Erreger überleben sozusagen die Magensäure und gelangen über die Schleimhautwand in den Magen, wo sie dann eine Gastritis auslösen können.

Gastritis-Symptome sind für Schwangere schwer zu deuten

Wie bereits erwähnt, lassen sich während der Schwangerschaft verschiedene Symptome einer Gastritis nur schwer zuordnen. Neben Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl und Druckempfindlichkeit gehören auch Übelkeit und Erbrechen zu den typischen Symptomen einer Magenschleimhautentzündung. Bei Unsicherheit, ob es sich hierbei wirklich nur um typische Schwangerschaftsbeschwerden oder eine Gastritis handelt, lieber einmal mehr den Arzt fragen, um dahingehend und wenn nötig, eine Therapie einleiten zu können.

Gastritis während der Schwangerschaft behandeln

Nicht immer ist eine medikamentöse Behandlung bei einer Gastritis notwendig. Eine akute Magenschleimhautentzündung bedarf nicht immer einer Medikation. Hier kann es schon ausreichen, die Ernährung etwas umzustellen bzw. anpassen, um die unangenehmen Symptome wieder loszuwerden oder auf bestimmte Genussmittel wie zum Beispiel Kaffee zu verzichten.

Handelt es sich um eine chronische Gastritis, die durch Helicobacter pylori verursacht wurde,  werden diese mit Antibiotika behandelt, die sich auch während einer Schwangerschaft eignen. Nur so können mögliche Schädigungen am Ungeborenen verhindert werden.

Zusätzlich können geeignete Mittel die Magensäure reduzieren (zum Beispiel mit Antazida oder einem Antiemetikum).  

Keinesfalls sollten die Beschwerden ausgestanden werden, ohne den Arzt zu informieren. Nur so kann Ihnen geholfen und negative Auswirkungen verhindert werden.

Welche Medikamente bei einer Gastritis während der Schwangerschaft?

Die Einnahme von Medikamenten sollte immer mit einem Arzt besprochen werden bzw. sollte dieser die Medikation festlegen. Zum einen sind Antazida wie beispielsweise Magaldrat angezeigt. Als Mittel der zweiten Wahl können H2-Rezeptorantagonisten mit Wirkstoffen wie Ranitidin eingesetzt werden. Fall damit eine ausreichende Behandlung nicht sichergestellt ist, können außerdem so genannte Protonenpumpenhemmer mit Wirkstoffen wie Omeprazol zum Einsatz kommen. Jedoch gilt auch hier: Vor der Einnahme unbedingt mit dem Arzt sprechen.  

Gastritis während der Schwangerschaft vorbeugen

Während der Schwangerschaft können einige Maßnahmen unternommen werden, um einer Gastritis vorzubeugen. Hierzu zählen unter anderem:

Gastritis bei Hund und Katze?

Genau wie beim Menschen kann auch bei anderen Säugetieren eine Magenschleimhautentzündung auftreten. Dies betrifft dann vor allem Tierbesitzer. Bei Hund und Katze sind bei einer chronischen Gastritis auch die gleichen Folgeerkrankungen wie Magengeschwüre und Magenkrebs möglich.

Wie erkenne ich eine Gastritis bei meinem Hund oder meiner Katze?

Die Gastritis kann viele verschiedene Symptome haben. Häufige Anzeichen sind:

Bei häufigem Erbrechen oder Durchfall sollte relativ schnell ein Arzt aufgesucht werden. Natürlich sind dies nicht nur Symptome für eine Gastritis, sondern kann verschiedene Ursachen haben. Es ist auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass etwas mit ihrem Haustier nicht stimmt.

Ursachen einer Magenschleimhautentzündung bei Haustieren

Die Ursachen einer Gastritis sind auch bei unseren vierbeinigen Freunden mannigfaltig. Sie tritt vor allem bei jungen Tieren auf, die unüberlegt alles fressen, was sie auf der Straße finden. Dabei kommt es oft zu bakteriellen Infektionen oder einer Virus-Erkrankung, die eine Gastritis nach sich ziehen können.
Eine weitere Ursache für die Magenschleimhautentzündung bei Hund und Katze sind die immer häufiger auftretenden allergischen Reaktionen auf bestimmte Futtermittel bzw. Bestandteile der Nahrung wie Proteine. Auch hier treten Erbrechen und Durchfall auf. Um herauszufinden, welche Nahrungsmittel die Futtermittel-Allergie oder -Unverträglichkeit des Tieres auslösen, ist eine langwierige Ausschlussdiät mit einer Fleischsorte nötig, die noch nie gefüttert wurde.

Auch bei Haustieren gibt es eine stressbedingte Gastritis, die sogenannte Reizgastritis. Wie beim Menschen wird durch ständigen Stress eine Überproduktion der Magensäure angeregt, welche die Schleimhäute angreift. Bei Tieren können verschiedene ungewohnte Situationen als Stress wahrgenommen werden wie Umzüge, die erste Mutterschaft oder ständiger Streit mit anderen im Haus oder in der Wohnung lebenden Tieren.

Diagnose und Behandlung der Gastritis bei Katze und Hund

Das Vorgehen bei der Diagnose der Erkrankung ist wiederum identisch mit dem Vorgehen beim Menschen: Magenspiegelung, Gewebeproben und anschließende Medikation mit Antibiotika oder Protonen-Pumpen-Hemmern gegen die Übersäuerung.

Auch beim Thema Futter und Füttern sind einige Dinge zu beachten, wenn Katze oder Hund an Gastritis erkrankt sind. Bei einer akuten Gastritis kann es sinnvoll sein, die Fütterung für gewisse Zeit auszusetzen. So kann der Magen sich besser regenerieren und ausheilen. Bei einer chronischen Magenschleimhautentzündung sollte auf eine magenschonende Ernährung geachtet werden. Es können zum Beispiel fettarme Fleischsorten wie Kalb und Geflügel gefüttert werden. Von der Fütterung eines Trockenfutters sollte man hingegen lieber Abstand nehmen. Trockenfutter enthält sehr viele verschiedene Bestandteile, auf die das Haustier allergisch reagieren kann, und ist schlechter verdaulich.

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