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Parkinson

Morbus Parkinson, auch einfach Parkinson oder Parkinson-Krankheit genannt, ist eine neurologische Erkrankung, also eine Erkrankung des Gehirns. Parkinson tritt vornehmlich im hohen Lebensalter auf, nämlich dann, wenn das Mittelhirn degenerativ erkrankt, das heißt, wenn die Nervenzellen, die für die Dopaminproduktion zuständig sind, absterben.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was ist Parkinson?
  2. Ursachen
  3. Risikofaktoren
  4. Symptome
  5. Diagnose
  6. Therapie und Behandlung
  7. Neueste Studien und Erkenntnisse

Definition und Überblick

Obwohl Parkinson in Einzelfällen auch jüngere Menschen treffen kann, ist die im Volksmund auch Schüttellähmung genannte Erkrankung eine typische Alterskrankheit. Grund hierfür ist unter anderem das deutlich höhere Lebensalter der Bevölkerung. Die Menschen werden immer älter, nicht selten auch weit über 90 Jahre. Obwohl Herz und Körper diesem hohen Lebensalter oft standhalten können, verliert das menschliche Hirn im Laufe des Lebens an Leistung, Nervenzellen werden nicht mehr ausreichend regeneriert, es kommt zum Absterben und Parkinson kann entstehen. Morbus Parkinson besteht bis zum Lebensende, ist jedoch nicht lebensbedrohlich oder lebensverkürzend.

Der Unterschied zwischen Parkinson und Demenz

Immer wieder kommt es landläufig zur Verwechslung zwischen Morbus Parkinson und der klassischen Demenz. Obwohl beide Erkrankungen auch von vegetativen und kognitiven Störungen begleitet sind, unterscheiden sie sich jedoch deutlich:

Parkinson: Erkrankungsformen im Überblick

Unter dem Begriff Morbus Parkinson sind verschiedene Erkrankungsformen zusammengefasst, die allesamt dieselben Leitsymptome aufweisen, sich allerdings in der Erkrankungsursache unterscheiden. In der Vielzahl der Fälle ist die Ursache der Parkinson-Krankheit unbekannt, man spricht dann vom idiopathischen Parkinson-Syndrom. Für diese Form der Krankheit werden also weder genetische noch äußere Ursachen vermutet. Weiterhin gibt es das atypische Parkinson-Syndrom. Patienten, die unter dieser Krankheit leiden, weisen alle typischen Beschwerden des Parkinson-Syndroms auf, aber auch Symptome, die nicht unmittelbar zu diesem Krankheitsbild gehören. Darüber hinaus sind folgende Krankheitsformen des Morbus Parkinson bekannt:

Sekundäre Parkinsonsyndrom
Hierbei leiden Betroffenen unter Symptomen der Parkinsonkrankheit in ihrer vollen Ausprägung, ohne dass ein idiopathisches Syndrom vorliegt. Betroffen sind vor allem Menschen, deren Hirnstruktur sich durch Medikamentenmissbrauch, Traumata, Unfälle, Entzündungen oder andere Vorerkrankungen verändert. Das sekundäre Parkinsonsyndrom tritt also in Folge einer bereits bestehenden Erkrankung auf und ist in diesen Fällen als Spät- oder Langzeitfolge zu werten.

Familiäre Parkinsonsyndrom
Hierbei spielen die genetische Disposition und die Vererbung die zentrale Rolle. Betroffen sind demnach Menschen, in deren familiären Hintergrund es bereits Parkinsonerkrankungen gab. Fälle familiärer Erblichkeit sind beim Parkinsonsyndrom dennoch die Ausnahme.

Prävalenz: Wie häufig tritt Parkinson auf?

Wie bereits beschrieben ist die Parkinsonkrankheit eine typische Krankheit des Alters. Sie betrifft daher zumeist Menschen zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr, kann in Einzelfällen aber auch früher oder deutlich später ausbrechen. Hierzulande leidet knapp eine halbe Million Menschen über dem 50. Lebensjahr unter Morbus Parkinson, wohingegen nur etwa 10.000 Menschen unter dem 45. Lebensjahr von der Krankheit betroffen sind. Das Risiko, nach dem 80. Lebensjahr noch an Morbus Parkinson zu erkranken, liegt hingegen bei rund zwei Prozent. Parkinson gehört damit zu den häufigsten und am besten erforschten degenerativen Erkrankungen des Gehirns. Aufgrund der schleichenden Entwicklung der Erkrankung erreicht sie ihre volle Ausprägung etwa fünf bis acht Jahre nach dem Ausbruch.

Ursachen von Parkinson

Obgleich bekannt ist, dass bei der Parkinsonkrankheit die Nervenzellen im Gehirn absterben, sind die genauen Ursachen für das Absterben bislang ungeklärt. Bei Parkinson-Patienten sterben die Hirnnervenzellen ab, die für das Weiterleiten und die Produktion des Botenstoffs Dopamin zuständig sind. Infolge dessen degeneriert sich die Substantia nigra, jene Region im Mittelhirn, die für die Koordination der Körperbewegung zuständig ist. Während das Zellsterben im Bereich des Mittelhirns bereits seit vielen Jahren erforscht wird, steckt die Medizin mit der Erforschung anderer Hirnareale, die ebenfalls vom Morbus Parkinson betroffen sind, noch in den Kinderschuhen.

Der Dopaminmangel als Hauptursache

Ein Dopaminmangel kann unterschiedlichste Symptome hervorrufen und ist ursächlich für verschiedene Erkrankungen, so zum Beispiel auch für Depressionen. Die typischen Symptome der Parkinsonkrankheit löst der Dopaminmangel erst aus, wenn rund 60 Prozent der Hirnnervenzellen bereits abgestorben sind. Aus diesem Grund wird Morbus Parkinson häufig erst spät diagnostiziert. Andere Krankheitsanzeichen, wie etwa dauerhafte Störungen im Magen-Darm-Trakt, wurden in den vergangenen Jahren als nicht diagnoserelevant gesehen, gewinnen aber heute zunehmend an Bedeutung, um Betroffenen frühzeitig helfen zu können.

Seltenere Ursachen

Das Parkinson-Syndrom kann in selteneren Fällen auch auf zellulärer Ebene entstehen, das heißt, über Vererbung. Vor allem Großfamilien, in denen sich fehlerhafte Gene negativ weiter entwickeln, weisen ein höheres Risiko auf, an einer Form des Morbus Parkinson zu erkranken. Darüber hinaus ergaben sich in den letzten zehn Jahren Hinweise auf eine äußere Einwirkung durch Pestizide. Gemessen an der Tatsache, dass übermäßig häufig Landwirte an Morbus Parkinson erkranken, ergaben sich Belege, dass Pestizide und Herbizide sämtliche Parkinson-Symptome auslösen und manifestieren können. In Frankreich gilt Parkinson daher bereits als Berufskrankheit und Betroffenen werden von ihren Versicherungen entsprechend entschädigt.

Risikofaktoren

Was kann die Parkinson-Krankheit begünstigen?

Die Risikofaktoren für das Parkinson-Syndrom finden sich im Wesentlichen in den Ursachen der Krankheit wieder. Das Risiko, an Parkinson zu erkranken, steigt grundsätzlich mit zunehmendem Lebensalter, gipfelt jedoch zwischen dem 58. und dem 62. Lebensjahr. Weitere Risikofaktoren sind:

Symptome

Wie macht sich Morbus Parkinson bemerkbar?

Die Parkinsonkrankheit äußert sich durch mehrschichtige Symptome, außerdem verläuft sie schleichend. Das heißt, Morbus Parkinson ist nicht heilbar und schreitet bis ans Lebensende fort, wobei die Beschwerden im Krankheitsverlauf immer weiter zunehmen. Im Anfangsstadium ist die Krankheit daher nur schwer zu erkennen, viele Betroffene werden erst nach einigen Jahren diagnostiziert. Je nach Erkrankungsform wird Parkinson von verschiedenen Beschwerden begleitet, die Leitsymptome einer jeden Erkrankungsform sind jedoch:

Frühe Anzeichen der Parkinsonkrankheit sind beispielsweise Schmerzen in einer Schulter und einseitige Verspannungen, die zumeist den oberen Rücken betreffen. Im weiteren Verlauf zeigt sich eine einseitige Armsteifheit, der betroffene Arm schwingt beim Gehen nicht mehr mit. Erst später treten Beschwerden auf, die sich in Kardinalsymptome und fakultative Begleitsymptome unterteilen.

Kardinalsymptome

Fakultative Begleitsymptome

Diagnose

Der lange Weg zum richtigen Befund

Da Morbus Parkinson eine schleichende Erkrankung ist, wird die Diagnose häufig sehr spät gestellt.

Doch gerade im frühen Stadium der Krankheit, lange bevor die eigentlichen Hauptsymptome auftreten, äußert sich Parkinson durch stetige Stimmungsschwankungen, eine Abnahme der Riechleistung, Schlafstörungen und chronische Verstopfungen, sodass Neurologen heute deutlich früher auf Parkinson schließen, als es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Die Diagnostik des Parkinsonsyndroms erfolgt hauptsächlich symptomatisch, also durch eine eingehende Patientenanamnese. Da Parkinson über einfache Labortests nicht nachweisbar ist, erfolgt die Diagnostik vornehmlich über den sogenannten L-Dopa-Test. Im Rahmen dieses Tests bekommt der Patient die 1,5-fache Menge L-Dopa, ein Medikament zur Bildung neuen Dopamins. Ist die gesamte Symptomatik unter der Gabe des Medikaments rückläufig, kann vom Vorliegen eines Morbus Parkinson ausgegangen werden, da Parkinson sensibel auf Dopamingaben reagiert.

Weitere Untersuchungen

Lässt sich der Parkinson-Verdacht im L-Dopa-Test bereits bestätigen, kann die Diagnose in vielen Fällen schon gesichert sein. In unklaren Fällen, etwa bei Verdacht auf weitere neurologische oder körperliche Erkrankungen, sind bildgebende Verfahren wie MRT oder CT sinnvoll, um andere Veränderungen der Hirnstruktur auszuschließen oder zu bestätigen. Andere Untersuchungen, wie etwa eine Hirnbiopsie, mit deren Hilfe sich Morbus Parkinson zweifelsfrei nachweisen ließe, kommen in der Regel nicht zum Einsatz, da Nebenwirkungen und Risiko der Untersuchung in keiner Relation zum Ergebnis stehen. Dieselben Ablagerungen, die sich jedoch im Hirn von Parkinson-Patienten finden, lassen sich jedoch auch über die Speicheldrüsen und Abstriche der Magen- und Darmschleimhaut nachweisen, sodass die Diagnostik künftig erleichtert werden kann.

Therapie und Behandlung

Morbus Parkinson ist nicht heilbar und auch das Fortschreiten der Krankheit kann nicht aufgehalten werden. Die Behandlung der Krankheit stützt sich also hauptsächlich auf Medikamente, die die Symptome abmildern. Die mittlerweile ausgereifte medikamentöse Behandlung kann den Betroffenen in den ersten Jahren, in einigen Fällen sogar Jahrzehnten, ein nahezu beschwerdefreies Leben ermöglichen.

Betroffene bekommen im Rahmen der Therapie Medikamente verordnet, die den vorherrschenden Dopaminmangel ausgleichen und das Hirndopamin erhöhen, ohne das Hirn selbst zur Neuproduktion des Botenstoffs anzuregen. Zu den klassischen Medikamenten, die bei Morbus Parkinson zum Einsatz kommen, zählen vor allem L-Dopa-Präparate, Dopaminagonisten und COMT-Hemmer. Das Medikament L-Dopa wird hierzulande jedoch am häufigsten verordnet, da es als Vorstufe des Dopamins in der Lage ist, die Blut-Hirn-Schranke zuverlässig zu passieren und eine entsprechende Wirksamkeit zu garantieren.

Hirnschrittmacher

Der Hirnschrittmacher zur tiefen Hirnstimulation hilft schwer betroffenen Patienten, Impulse zu empfangen und das Bewegungsbild wieder zu verfeinern. Die elektrischen Impulse stimulieren einzelne Hirnareale und schwächen den krankheitsbedingten Tremor deutlich ab, wenn die medikamentöse Behandlung bereits ihre Grenzen erreicht hat. Die komplizierte Operation am offenen Hirn dauert rund zwölf Stunden und wird nur in besonders schweren Parkinson-Fällen durchgeführt. Die Operationsrisiken sind hoch, in vielen Fällen kommt es beispielsweise zu anhaltenden Störungen in der Sprache, oder aber zum Ausbruch einer Epilepsie.

Im Anschluss an die erfolgte Operation erhalten die Betroffenen ein Kontrollgerät, mit dessen Hilfe sie den Status der Batterie des Hirnschrittmachers selbst überprüfen können. Außerdem haben sie die Möglichkeit, das Gerät selbst an- oder auszuschalten, somit kann der Hirnschrittmacher nach Bedarf verwendet werden. Die Operation zum Einsatz eines Hirnschrittmachers wird bereits seit den 90er Jahren durchgeführt, sollte aber speziell ausgebildeten Neurochirurgen vorbehalten bleiben. Außerdem erfordert ein einmal eingesetzter Hirnschrittmacher regelmäßige, wenn auch kleinere Folgeoperationen durch die Schädeldecken, in deren Rahmen Neugeräte mit voller Batterieleistung eingesetzt werden.

Alternative Behandlung

Physio- und Bewegungstherapien, autogenes Training, Meditation und Akupunktur machen einen Großteil der alternativen Behandlungsmöglichkeiten aus. Die Erfolge sind im Wohlbefinden der Betroffenen messbar. Vor allem Bewegungsübungen können dazu beitragen, die körperliche Mobilität bei Parkinson zu erhalten und den Verfall der feinen, motorischen Bewegungsabläufe hinauszuzögern.

Zudem ist eine begleitende Sprachtherapie angezeigt, sobald die ersten Probleme beim Modulieren der Stimme auftreten. Das ist meist im fortgeschrittenen Stadium der Fall, kann aber in einigen Krankheitsfällen auch schon sehr früh eintreten. Ergänzend zur Physio- und Sprachtherapie kann eine Ergotherapie den Betroffenen helfen, im Alltag so lange wie möglich eigenständig zu bleiben und die räumliche Wahrnehmung zu verbessern.

Verbesserung der Beschwerden über die Ernährungsumstellung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung trägt im Allgemeinen zum Wohlbefinden bei, so dementsprechend auch bei Morbus Parkinson. Viele Betroffene versuchen, die Symptomatik der Krankheit zudem über Nahrungsergänzungsmittel zu regulieren. Durch die Einnahme zusätzlicher Vitamine sollen Mangelzustände vermieden oder behoben werden, was zur Verbesserung des Allgemeinbefindens führt.

Begleitsymptome wie Depressionen und Magenbeschwerden können auf diese Weise abgeschwächt werden. Dennoch sollten Betroffene ihre Nahrungsergänzung immer mit ihrem behandelnden Arzt besprechen, denn einige Vitaminpräparate sind kontraindiziert. Zu beachten sind vor allem die Neben- und Wechselwirkungen mit der verordneten medikamentösen Behandlung.

Selbsthilfe für Betroffene und Angehörige

Das Parkinsonsyndrom ist eine unheilbare Krankheit, die Betroffene bis an ihr Lebensende begleiten wird. Obwohl sie nicht tödlich verläuft und viele Patienten einen normalen Alterstod sterben, kann sie das Leben doch so weit beeinträchtigen, dass es Betroffenen nicht mehr lebenswert erscheint.

Hilfe in dieser schweren Zeit bieten vor allem Selbsthilfegruppen, in denen Betroffene sich untereinander austauschen und beratschlagen können. Während die Hilfe der Familie und der Freunde oftmals ausgeschlagen wird, finden Betroffene in Selbsthilfegruppen Ansprechpartner auf Augenhöhe. Vielen Patienten helfen diese Gespräche, mit ihrer Krankheit und dem Wissen um den fortlaufenden Verfall besser umzugehen. Selbsthilfegruppen können außerdem dazu motivieren, dem Morbus Parkinson aktiv entgegen zu treten und verschiedene Behandlungsansätze zu probieren.

Hilfe für Angehörige

Auch die Angehörigen eines Parkinson-Patienten müssen die Diagnose verarbeiten und mit den Auswirkungen der Erkrankung umgehen lernen. Eigens für Angehörige gibt es ebenfalls Selbsthilfegruppen, in denen die kleinen und großen Probleme des Alltags, die das Leben und die Pflege eines Parkinson-Patienten mit sich bringt, besprochen werden können.

Neueste Studien und Erkenntnisse

Frühere Diagnose von M. Parkinson durch Hauttest möglich? (08.02.2017)
Der Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der sich phosphorylliertes alpha-Synuclein ablagert. Nach neusten Erkenntnissen lagert sich alpha-Synuclein nicht nur im Gehirn ab, sondern auch in Nervenfasern der Haut. Das Forscherteam um Doppler, Jentschke und Schulmeyer verglich nun Hautbiopsien von Gesunden mit denen von Patienten mit den Anfangssymptomen eines Morbus Parkinson und mit denen von Patienten, die an einer REM-Schlaf-Verhaltensstörung ohne Parkinson-Symptome litten. Die REM-Schlaf-Verhaltensstörung beschreibt ein gesteigert aggressives Verhalten während der Traum-Phasen. Diese Störung kann einer Parkinson-Erkrankung vorausgehen. Das Ergebnis: Kein Gesunder hatte alpha-Synuclein-Ablagerungen, jedoch über die Hälfte der Patienten mit REM-Schlaf-Verhaltensstörung und 80 % der Patienten mit frühen Parkinson-Symptomen. Zur Studie.

Diabetes-Medikament Exenatid könnte bei Morbus Parkinson helfen (03.08.2017)
Der GLP-1-Rezeptor-Agonist Exenatid, der bei Diabetes mellitus Typ 2 eingesetzt wird, könnte nützlich bei Morbus Parkinson sein. In einer Studie gegen Placebo zeigten sich nach 60 Wochen sowohl eine vergleichsweise bessere Muskelfunktion als auch eine Verzögerung des Abbaus von Dopamin-Transportern. Derzeit ist noch unklar, ob Exenatid nur die Symptome verbessert oder die Nervenzellen sogar beschützen kann. Weitere und größere Studien müssten zur Beantwortung dieser Frage folgen. Hier geht´s zur Studie.

Parkinson: Asthma-Mittel mindern Erkrankungsrisiko, Betablocker steigern es (17.08.2017)
Im Tierexperiment an Mäusen wurde die Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika wie Clenbuterol, Salmeterol und Metaproterenol (Orciprenalin) auf die Entwicklung eines Morbus Parkinson untersucht. Im Rahmen des Morbus Parkinson lagert sich Alpha-Synuclein in den Hirnzellen ab, wodurch diese verkümmern. Die Produktion von Alpha-Synuclein wird unter anderem über das SNCA-Gen gesteuert. Im Experiment zeigte sich, dass Beta-2-Sympathomimetika die Ablesung des SNCA-Gens hemmten und somit weniger Alpha-Synuclein produziert wurde. Ob diese Ergebnisse auch für Menschen zutrafen, ermittelten die Forscher über das Reseptregisteret aus Norwegen, das die Einnahme von Medikamenten protokolliert. Beispielsweise nehmen Menschen mit Asthma bronchiale regelmäßig Beta-2-Sympathomimetika ein. Die erhobenen Daten wurden mit dem Register für Morbus Parkinson abgeglichen: Es stellte sich heraus, dass Menschen mit regelmäßiger Beta-2-Sympathomimetika-Einnahme tatsächlich deutlich seltener an Morbus Parkinson erkranken! Allerdings erkranken Menschen, die regelmäßig den Beta-Blocker Propranolol einnehmen, doppelt so häufig an Morbus Parkinson. Zur Studie.

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