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Hilfe bei Herpes

Mit 170 Formen ist Herpes eine sehr vielfältige Virengruppe, die sich auf zahlreichen Wegen und in mehreren Bereichen zeigen kann. Besonders häufig tritt Lippenherpes auf, dessen Erreger von etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung getragen werden.1 Mit entsprechenden Medikamenten lässt sich diese Herpes-Form allerdings gut und schnell behandeln. 

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was ist Herpes?
  2. Das Hautbild und die Symptome von Herpes
  3. Unterschiedliche Herpes-Formen
  4. Auslöser und Ursachen von Herpes
  5. Wann mit Herpes zum Arzt?
  6. Folgen von Herpes
  7. Herpes in der Schwangerschaft
  8. Lippenherpes - Die häufigste Herpes-Form
  9. Hausmittel bei Lippenherpes

Gerade an den Lippen zeigt sich Herpes bei vielen Menschen mehrmals im Laufe des Lebens, heilt hier aber meist problemlos wieder ab und kann selbstständig behandelt werden. Bei Kindern und einem geschwächten Immunsystem kann der Virus allerdings schwere Verlaufsformen annehmen und sich auch auf andere Bereiche ausbreiten. Ein Arztbesuch ist dann unumgänglich.

Was ist Herpes?

Bei Herpes handelt es sich um einen Virus, der in etwa 170 Formen unterschieden wird. Einmal im Organismus, kann sich der Virus über Jahre hinweg in einem Ruhezustand befinden. Ein erneuter Ausbruch kommt dann zustande, wenn das Immunsystem und der Körper bereits geschwächt sind. Der Herpes-Virus erzeugt dann eine sogenannte Sekundärinfektion.

Im Verlauf dieser Zweitinfektion zerstört das Virus Zellstrukturen, wodurch es zu Entzündungsreaktionen und Schmerzen kommt. Je nachdem, um welche Herpes-Form es sich handelt, können sogar lebensbedrohliche Schweregrade auftreten.

Das Hautbild und die Symptome von Herpes

Befallen die Herpesviren Haut oder Schleimhaut, zeigt sich ein typisches Erscheinungsbild:

RötungJuckreizBläschenbildungschmerzKrustenbildung

  • Befallene Areale röten sich und jucken teilweise stark.
  • Es bilden sich Bläschen.
  • Hinzu kommen Schmerzen und entzündungsbedingte Wärmeentwicklung, Spannungsgefühle und meist auch Verkrustungen.

Unterschiedliche Herpes-Formen

Obwohl vor allem der Herpes labialis bekannt ist, ist diese bei weitem nicht die einzige Form dieser Virengruppe. Zu ihr gehören auch:

Herpes Zoster

Besser bekannt ist Herpes Zoster als Gürtelrose. Hierbei finden sich die für Herpes charakteristischen Bläschen als eine Art Gürtel im Bereich von Hüfte oder Brust. Es handelt sich hierbei oftmals um vergleichsweise schwere Verläufe, die mit Fieber und starken Schmerzen einhergehen. Bis zu 350.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Herpes Zoster.2 Betroffen sind vor allem ältere Personen.

Genitalherpes

Genitalherpes ist eine sexuell übertragbare Krankheit, bei der sich schmerzhafte Bläschen im Bereich der Geschlechtsorgane zeigen. Die Erkrankung ist hochansteckend und gerade während der Schwangerschaft besonders gefährlich für das ungeborene Kind. Obwohl bis zu 30 Prozent aller Erwachsenen Antikörper gegen diesen Virustyp in sich tragen, bricht die Krankheit längst nicht in jedem Fall sichtbar aus.3

Herpes generalis

Der sogenannte generalisierte Herpes beschreibt die Ausbreitung der Viren über mehrere Bereiche hinweg. Auch innere Organe können betroffen sein und dadurch lebensbedrohliche Zustände und schwere, bleibende Schäden hervorrufen. Die Häufigkeit des Auftretens ist vergleichsweise gering, da die Generalisierung nur bei einem aktuellen Schub der Krankheit und bei zugleich stark geschwächtem Immunsystem stattfindet.

Herpes-Formen nach betroffenem Bereich

Herpes kann im Grunde in jedem Bereich auftreten und jedes Organ befallen, die Haut und Schleimhäute ebenso, wie Augen, Nerven und Gehirn, Genitalien und Analbereich. Dabei befallen verschiedene Formen auch meist verschiedene Bereiche und werden entsprechend benannt.

Auslöser und Ursachen von Herpes

Die Ursache von Herpes ist die Infizierung mit entsprechenden Viren dieser Gruppe. Herpes kann durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden. Allerdings kann es auch vorkommen, dass bei einem akuten Schub mit sichtbaren Bläschen Schmierinfektionen die Viren auf andere Bereiche übertragen. Es kommt also zu einer Ausweitung und damit oftmals zu schwereren Verläufen.

Als Auslöser für eine derartigen Schub kommen verschiedene Faktoren in Frage. Zu diesen gehören:

  • Geschwächtes Immunsystem: Beispielsweise durch Stress, andere Infektionen, häufigen Alkoholkonsum und fortgesetzten Schlafmangel.
  • Reizungen und Verletzungen der Haut: Sonnenbrand, Verbrennungen, chemische Mittel und fortgesetzte Reibung können die Haut reizen oder verletzen und damit das Risiko einer Sekundärinfektion mit Herpes erhöhen.
  • Schwankungen im Hormonhaushalt: Menstruation, Schwangerschaft und Stillzeit, aber auch die Pubertät erzeugen Schwankungen im Hormonhaushalt, wodurch es zu Ausbrüchen der vorhandenen Herpesviren kommen kann.

Wann mit Herpes zum Arzt?

Gerade bei Säuglingen, aber auch immungeschwächten Personen kann es durch Herpes zu schweren Schäden und problematischen Verläufen kommen. Ein umgehender Arztbesuch ist daher in den folgenden Fällen dringend angeraten:

  • Auftreten von Fieberbläschen bei Säuglingen, bereits geschwächten Kindern oder Senioren
  • Herpes im Genitalbereich, Gürtelrose und Gesichtsrose
  • Bei dem "Verschmieren" von Herpes. Wenn die Bläschen beispielsweise nicht nur an den Lippen, sondern in der Folge eines Schubes auch an den Wangen, Händen oder an anderen Stellen auftreten.
  • Wenn schwere Schmerzen oder starker Juckreiz auftreten, der Lippenherpes von Fieber oder anderen auffälligen Symptomen begleitet wird.
  • Bei sehr häufigen Ausbrüchen, zwischen denen nur kurze zeitliche Abstände liegen.

Mögliche Folgen von Herpes

Herpes und ist zwar behandel- aber nicht heilbar. Je nach Form und individueller Stärke des Immunsystems können sowohl die Erstinfektion als auch folgende Herpes-Schübe relativ harmlos oder auch sehr schwer verlaufen. Zu möglichen Folgen und Schäden gehören:

  • Ausbreitung auf Augen, Nerven, Gehirn und andere umliegende Areale
  • Zell- und Gewebeschäden
  • Fieber
  • Vernarbung
  • Beeinträchtigung der Sehfähigkeit und von neurologischen Funktionen

Herpes in der Schwangerschaft

Lippenherpes ist während der Schwangerschaft nicht gefährlich und kann sowohl mit Medikamenten als auch Cremes behandelt werden. Anders verhält es sich bei unterschiedlichen Herpes-Formen, die zum Teil bereits über den Mutterkuchen spätestens aber während und kurz nach der Geburt übertragen werden können. In jedem Fall empfiehlt es sich, den Arzt aufzusuchen, um mögliche Komplikationen zu verhindern.

Lippenherpes - Die häufigste Form von Herpes

Lippenherpes

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei Lippenherpes beziehungsweise Herpes labialis um die häufigste Form der Herpes-Virengruppe. Verantwortlich für die Erkrankung ist das Herpes simplex Virus Typ-1 - abgekürzt HSV-1. Dieses kann recht einfach übertragen werden, das Ansteckungsrisiko ist also besonders hoch. Aufgrund des engen Kontakts zwischen Eltern und Kindern werden oftmals bereits Säuglinge infiziert.

Die Dauer von Lippenherpes-Schüben

Bricht Lippenherpes aus, macht er sich im Vorfeld oftmals durch Kribbeln und Juckreiz sowie Spannungsgefühle der Haut bemerkbar. Im Anschluss bilden sich Bläschen, die Druck und auch Schmerzen erzeugen können. Bis sich die typischen Bläschen öffnen, austrocknen und abheilen vergehen in der Regel ein bis zwei Wochen.

Ansteckungsgefahr ist sehr hoch

Lippenherpes tritt schubweise auf und ist nicht heilbar. Vor allem bei einem akuten Ausbruch ist daher Vorsicht geboten, da die Ansteckungsgefahr während dieser Zeit besonders hoch ist. Allerdings kann die Ansteckung auch dann erfolgen, wenn keine Anzeichen sichtbar sind.

Lippenherpes behandeln

Auch Lippenherpes kann zwar nicht geheilt, wohl aber behandelt werden. Hierzu empfehlen sich Cremes mit den Wirkstoffen Aciclovirund Docosan-1-ol, die beispielsweise in Aciclostad und Zovirax oder Muxan enthalten sind:

Diese Mittel hemmen die Viren und können somit die Abwehr und Heilung der erkrankten Bereiche beschleunigen.

Alle Präparate mit Aciclovir anzeigen.

Pflaster zur Verringerung der Ansteckungsgefahr

Um die Ansteckungsgefahr während eines Ausbruchs zu verringern, empfiehlt sich zusätzlich das Aufbringen von Herpes-Pflastern beziehungsweise Patches:

Diese decken das betroffene Areal ab und verhindern somit eine Schmierinfektion und damit auch die Ausbreitung auf umliegende Haut.

Zudem empfiehlt sich Folgendes, um zum einen erneuten Ausbrüchen vorzubeugen und zum anderen bei einem akuten Schub eine schnelle Abheilung zu bewirken:

Immunsystem stärken

Eine vitaminreiche und ausgewogene Ernährung, ausreichend Entspannung und Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und die Vermeidung von negativem Stress helfen Ihrem Körper dabei, die Infektion zu bekämpfen oder einen Schub erst gar nicht zustande kommen zu lassen.

Genussmittel in Maßen

Alkohol und Tabak aber auch Zucker und Fast Food können den Organismus stressen und bei regelmäßigem Genuss in großen Maßen, die Haut, Verdauung und andere Organe beeinträchtigen. Hierdurch kann sich die Neigung zu Herpes-Ausbrüchen erheblich erhöhen.

Vorsicht und Hygiene

Da Herpes vor allem bei einem aktuell bestehenden Ausbruch hochansteckend ist und es zudem zur Ausbreitung durch Schmierinfektionen kommen kann, sind Hygiene und Vorsicht von entscheidender Bedeutung. Verwenden Sie zur sanften Reinigung ausschließlich Wegwerf-Waschlappen beziehungsweise Utensilien und teilen Sie Handtücher nicht mit anderen. An den betroffen Stellen und oftmals eitrigen Bläschen zu kratzen führt meist zu einem Verschmieren der Erreger, vermeiden Sie es daher. Herpes-Pflaster und Cremes mit den erwähnten Wirkstoffen bieten zusätzlichen Schutz und sollten gemäß der Packungsbeilage möglichst oft und regelmäßig verwendet werden.

Hautkontakt vermeiden

Besteht aktuell ein Herpes-Ausbruch, ist das Infektionsrisiko gleich beiderseitig erhöht. Hierdurch kann es zum einen zur Ausbreitung von Herpes aber auch zu anderen Erkrankungen kommen. Vermeiden Sie es daher, Geschirr und Besteck, Handtücher und alles andere, das direkten Hautkontakt hat, mit anderen Personen zu teilen - auch nicht in der Familie. Verwenden Sie desinfizierende Reinigungs- und Waschmittel und lüften Sie Räume häufig, hierdurch verringert sich die Erregerkonzentration in der Luft.

Richtige Hauptpflege

Auf einer gesunden Haut mit einem intakten körpereigenen Schutz haben es die Herpes-Erreger schwerer, sich auszubreiten. Setzen Sie daher auf entsprechenden Sonnenschutz, schützen Sie sich bei trockener Raumluft durch reichlich Trinken und Feuchtigkeitscremes, reinigen Sie Handtücher und Make-up-Utensilien.

12 Hausmittel bei Lippenherpes

Neben Cremes, Pflastern und antiviralen Medikamenten steht auch eine ganze Bandbreite von Hausmitteln gegen Lippenherpes parat. Im Folgenden erfahren Sie, welche dieser Maßnahmen und Wirkstoffe helfen können.

Kälte wirkt gegen Schwellung und Schmerzen

Ein Eiswürfel oder Gel-Kühlpack in ein sauberes Tuch geschlagen und auf den betroffenen Bereich gelegt, wirkt gegen die Schwellung, die durch die Entzündung bedingte Hitzeentwicklung und Schmerzen. Eine eindeutige Verkürzung des Schubs ist damit meist nicht zu erreichen, wohl aber eine eindeutige Linderung der Symptome.

Wärme tötet wärmeempfindliche Viren ab

Spezielle Wärmestifte oder ein Löffel, der auf etwa 52°C erhitzt und auf die betroffenen Hautstelle gepresst wird, kann die wärmeempfindlichen Viren abtöten und damit sowohl die Ausbreitung unterbinden, als auch die Dauer des Schubs verkürzen. Eine genaue Kontrolle der Temperatur ist entscheidend. Zudem sollte beachtet werden, das höhere Temperaturen nicht besser helfen, wohl aber Schaden an der Haut anrichten können.

Zahnpasta mit Zink trocknet aus

Immer wieder wird Zahnpasta als Erste Hilfe bei Lippenherpes angepriesen, wirksam ist sie allerdings nur bedingt. Zahnpasta-Sorten, die Zink enthalten, haben durchaus einen austrocknenden und damit heilungsbeschleunigenden Effekt. Andere Zahncreme-Sorten und auch Wirkstoffe in diesen können die Haut hingegen zusätzlich reizen und schädigen.

Die bessere Alternative ist daher das folgende Hausmittel:

Zink zur äußeren Anwendung

Cremes und Salben, die Zink enthalten, wirken auf zweifache Weise gegen Lippenherpes. Zum einen trocknen sie die Bläschen aus und beschleunigen damit die Heilung und den Krankheitsverlauf. Zum anderen wirken sie entzündungshemmend, weswegen Zink oftmals auch bei anderen Infektionen zum Einsatz kommt.

Zitronenmelisse hemt Herpes-Virus

Ein Hausmittel, das nachweislich wirkt, findet sich in der Zitronenmelisse. Die enthaltenen ätherischen Öle und andere Wirkstoffe hemmen den Herpes simplex-Virus und können damit die Ausbreitung und Dauer des Ausbruchs reduzieren.4 

Teebaumöl desinfiziert und lindert Entzündung

Das ätherische Öl wirkt hemmend oder gar abtötend auf eine Vielzahl von Keimen und damit desinfizierend sowie entzündungslindernd und leicht austrocknend.

Honig wirkt desinfizierend

Desinfizierend, heilend und in nahezu jedem Haushalt bereits vorhanden, lohnt sich der Griff zum Honig bei Herpes. Gefährliche oder einfach nur unerwünschte Nebenwirkungen gibt es bei diesem Hausmittel nicht.

Ingwer zur Stärkung des Immunsystems

Bereits bei Erkältungen ist Ingwer als wirksames Hausmittel bekannt, da er effizient gegen Erreger wirkt. Allerdings ist er auch scharf und kann das Brennen bei Lippenherpes noch zusätzlich verschlimmern sowie die empfindliche Haut schädigen. Er ist dadurch mit Vorsicht und möglichst zeitig direkt auf der Haut anzuwenden, indem eine aufgeschnittene Knolle direkt auf den kribbelnden Bereich gepresst wird. Auch das Trinken von Ingwer-Tee wirkt unterstützend auf das Immunsystem und kann einen Schub daher effektiv verkürzen.

Aloe Vera als feuchtgkeitsspendender Hautschutz

Hautschutz, Versorgung mit Feuchtigkeit und beschleunigte Heilung, Stärkung des Immunsystems, Linderung der Schmerzen und Abtötung von Keimen - Aloe Vera ist ein kleines Wundermittel, das auch bei Herpes wirken kann.

Kamille wirkt entzündungshemmend

Entzündungshemmend und leicht austrocknend wirkt Kamille doppelt gegen Herpes.

Argan-Öl mit leicht austrocknender Wirkung

Das Öl des Arganbaums wirkt hautpflegend, entzündungshemmend, fördert die Regeneration und hat pur angewendet einen leicht austrocknenden Effekt. Dadurch ist es bestens für die alternative oder zusätzliche Behandlung von Lippenherpes geeignet - auch wenn es sich aufgrund des geringen Bekanntheitsgrads noch nicht vollständig als bewährtes Hausmittel durchgesetzt hat.

Grapefruitkernextrakt als natürliches Antibiotikum

Der Extrakt gilt als natürliches Antibiotikum und kann unter anderem Lippenherpes wirksam bekämpfen.

Propolis mit vergleichbarer Wirkung wie Honig

Ähnlich wie Honig ist auch dieses Bienenprodukt eine effiziente Hilfe im Kampf gegen Herpes labialis, kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Wie bei den Medikamenten und Cremes gilt, dass auch die Hausmittel so schnell wie möglich angewendet werden müssen, um effizient zu wirken. Dazu sollten einige Regeln beachtet werden.

Hausmittel bei Lippenherpes richtig anwenden

Auch bei den Hausmitteln gilt, dass Hygiene das oberste Gebot ist. Dazu sollten die folgenden Regeln Beachtung finden:

  • Je früher, desto besser: Hat sich das Lippenherpes erst einmal ausgebreitet, benötigen sowohl spezielle Hautpflege, als auch Medikamente und Hausmittel längere Wirkzeit und können die Dauer des Schubs nur in geringem Maße verringern.
  • Vorsicht und Hygiene beim Auftragen: Ob Eis oder Wärme - bei allen Anwendungen sollte Schmierinfektionen dringend vorgebeugt werden. Alle Materialien und Utensilien sind daher nur einmal zu verwenden und im Anschluss vollständig zu desinfizieren oder abzukochen.
  • Wattestäbchen zum Auftragen: Cremes, Öle und andere, eher flüssige Hausmittel werden am besten per Wattestäbchen aufgetragen - und zwar mit Vorsicht und regelmäßig. Die benutzten Wattestäbchen werden im Anschluss sofort entsorgt.
  • Schutz durch Pflaster & Vaseline: Aufgetragene Hausmittel bleiben besser und länger an Ort und Stelle, wenn sie mit Pflastern oder einer Schicht Vaseline abgedeckt werden. Vermeiden Sie dabei direkten Hautkontakt.
  • Anwendung bei Brennen oder Unverträglichkeit stoppen: Das aufgetragene Mittel brennt oder reizt die Haut merklich? Dann verzichten sie auf die Anwendung. Die genannten Hausmittel sind nicht für jeden Hauttyp und für jeden Schweregrad ideal.
  • Öffnen der Bläschen: Das Öffnen der Bläschen ist umstritten und nicht ganz ungefährlich, daher wird häufig davon abgeraten. Grund dafür ist die hoch viruelle Flüssigkeit in den Bläschen, die die Infektion noch zusätzlich verschmieren kann. Zudem ist die geschädigte Haut besonders anfällig für weitere Krankheitskeime. Hierbei muss also mit höchster Vorsicht und steril vorgegangen werden. Fachgerecht geöffnet, können die Bläschen aber meist schneller austrocknen und im Anschluss ebenfalls schneller abheilen.
Quellen

1 http://www.onmeda.de/krankheiten/lippenherpes-definition-1264-2.html 2 Thomm, Monika: Schmerzmanagement in der Pflege, Springer; Auflage: 2012 (21. September 2011) 3 http://data.aerzteblatt.org/pdf/96/38/a2358-4.pdf 4 http://www.netdoktor.de/krankheiten/herpes/hausmittel-gegen-herpes/


Bitte beachten Sie: Die im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über sparmedo.de direkt eingepflegt und stellen keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments dar.

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