Aciclovir

Der Wirkstoff Aciclovir wird eingesetzt, um Infektionen mit Herpesviren zu behandeln. Es gibt unterschiedliche Herpesviren, die demnach auch verschiedenartige Krankheiten auslösen können. Zu den wohl bekanntesten Vertretern zählen die Herpes-simplex-Viren. Zum einen verursacht diese Virusgruppe Lippenherpes, zum anderen ist sie aber auch für Augeninfektionen, verursacht durch Herpesviren sowie Herpes an den Geschlechtsorganen der Auslöser.

Aciclovir entfaltet seine Wirkung, indem es die Virenvermehrung hemmt. Der Wirkstoff wird meist als Creme, Salbe, Tabletten oder Suspension angewendet. Mit Ausnahme von aciclovir-haltigen Lippencremes und -salben gegen Lippenherpes, ist der Wirkstoff verschreibungspflichtig.

Auf dieser Seite erhalten Sie folgende Informationen zu Aciclovir: 

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Aciclovir Anwendungsgebiete
  3. Wirkweise von Aciclovir
  4. Was ist vor der Anwendung von Aciclovir zu beachten?
  5. Aciclovir bei Kindern
  6. Aciclovir während der Schwangerschaft & Stillzeit
  7. Dosierung und Anwendung von Aciclovir
  8. Aciclovir Nebenwirkungen
  9. Aciclovir Wechselwirkungen
  10. Produkte mit dem Wirkstoff Aciclovir 

Wichtiges in Kürze

 Aciclovir Anwendungsgebiete

Der Wirkstoff wird bei allen Infektionen mit den verschiedenen Herpesviren verwendet, die viele Erkrankungen verursachen können. In diesem Zusammenhang wird Aciclovir verabreicht, um Juckreiz, Bläschenbildung und leichte bis mäßig starke Schmerzen zu lindern. Aciclovir wird als Bestandteil in Creme oder Salbe zur äußeren Behandlung von Herpes-Infektionen der Lippen, Augen (Hornhaut) und Genitalien angeboten. Vor allem an den Genitalien kann ein dauerhafter Einsatz des Wirkstoffs schwere Infektionen vermeiden. 

In Tablettenform (hauptsächlich von Kindern bei Gürtelrose) eingenommen, kann Aciclovir die Ausbreitung der Viren im gesamten Körper verhindern und die Nervenschmerzen lindern.

Tabletten mit einer Dosierung von 200mg können zur Therapie oder Vorbeugung gegen schwere und wiederkehrende Haut- und Schleimhautinfektionen verschrieben werden, die durch Herpes-simplex- und Herpes-genitalis-Viren verursacht werden.

Wirkweise von Aciclovir

Das Erbgut der Viren ist von einer Hülle aus Eiweiß umschlossen. Zu ihrer Vermehrung benötigen sie eine sogenannte Wirtszelle. Dazu infizieren sie eine menschliche Zelle, bringen notwendige Enzyme ein und nutzen die fremden, zellulären Strukturen zu ihrer eigenen Vervielfältigung. So stellen beispielsweise Herpes-Viren wie der Herpes simplex (Lippenherpes) und der Variella-Zoster-Virus (Gürtelrose) sicher, ihr Erbgut rasant vermehren zu können. 

Die virushemmende Wirkung von Aciclovir 

Die chemische Struktur von Aciclovir ist einem Bestandteil der viralen DNA ähnlich. Nach Eindringen von Aciclovir in die infizierte Zelle, wird der Wirkstoff vom Virus ausgewählt, enzymatisch aktiviert und in das Erbgut der Viren eingebaut. Der falsche Baustein führt zu einem sogenannten "Kettenbruch" im fadenförmigen Erbgut des Herpes-Virus. Notwendige Bestandteile fügen sich nicht mehr in die DNA des Virus ein, so dass sie unvollständig und ohne Eiweißhülle bleibt. Die Virus-Vermehrung wurde dadurch unterbrochen.

Mit Aciclovir die Heilung wirkungsvoll unterstützen 

Aciclovir wirkt nur dort, wo es nötig ist - in den infizierten Zellen. Die Zellteilung gesunder Zellen ist durch das Medikament ohne Beeinträchtigung. Der Wirkstoff wird nach der Aufnahme fast vollständig über die Nieren ausgeschieden. Er verkürzt den Verlauf von Herpes-Infektionen und lindert Beschwerden wie Schmerzen, Juckreiz und Bläschenbildung.

Was ist vor der Anwendung von Aciclovir zu beachten?

Der Wirkstoff Aciclovir darf nicht angewendet werden bei:

Tabletten, die Aciclovir enthalten, dürfen nicht eingenommen werden, wenn der Betroffene unter einer eingeschränkten Nierenfunktion oder verminderten Harnproduktion leidet.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Besondere Vorsicht bei der Anwendung des Wirkstoffs ist geboten, wenn eine schwere Störung der körpereigenen Immunabwehr vorliegt. Darüber sollte unbedingt ein Arzt informiert werden. Außerdem darf der Wirkstoff in Form einer Creme oder Salbe nicht auf die Schleimhäute (beispielsweise in der Mundhöhle oder am Auge) aufgetragen werden, da es sonst zu örtlichen Reizerscheinungen kommen kann.

 Aciclovir bei Kindern

Kinder ab drei Monaten dürfen bei einer Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus mit dem Wirkstoff behandelt werden.

 Aciclovir in der Schwangerschaft & Stillzeit

Eine Behandlung mit Aciclovir während der Schwangerschaft sollte nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung erfolgen. Während der Stillzeit darf der Wirkstoff nicht angewendet werden, da dieser in die Muttermilch übergeht.

 Dosierung und Anwendung von Aciclovir

Nachfolgend erhalten Sie Informationen über die Dosierung und Anwendung von Aciclovir bei Erwachsenen und Kindern. Präparate mit höher dosiertem Aciclovir sollten immer in Absprache mit dem Arzt angewendet werden. Dieser passt ggf. auch die Dosierung an. Präparate in Tablettenform sind generell nur auf Rezept erhältlich.

Dosierung von Aciclovir in Tablettenform bei Erwachsenen

Dosierung von Aciclovir in Tablettenform bei Kindern

Dosierung von Aciclovir als Salbe oder Creme bei Erwachsenen

Der Beginn der Behandlung solle bereits bei den ersten Symptomen der Infektion erfolgen, bei denen es sich um Brennen, Spannungsgefühle, Jucken oder Rötungen handeln kann. Die Creme wird auf alle betroffenen und die unmittelbar benachbarten Bereiche aufgetragen. 

 Aciclovir Nebenwirkungen

Ein Wirkstoff kann bei jeder Person Nebenwirkungen hervorrufen. Allerdings äußern sich diese bei jedem unterschiedlich oder müssen auch gar nicht auftreten.

Nebenwirkungen bei der äußerlichen Anwendung von Aciclovir

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Aciclovir

Bei der Anwendung des Wirkstoffs als intravenöse Infusion wurden darüber hinaus vorübergehende Krampfanfälle und Psychosen beobachtet.

 Aciclovir Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung zweier Wirkstoffe kann Wechselwirkungen auslösen, in dem ein Wirkstoff den anderen in seiner Wirkung hemmt oder verstärkt. Deshalb sollte dahingehend immer ein Arzt informiert werden, auch wenn es sich um rezeptfreie Medikamente handelt.


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