Loperamid Al Akut Kapseln

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Loperamid AL akut wird bei akuten Durchfällen angewendet. Es bindet an Opioid-Rezeptoren im Darm und reduziert dadurch die Darmbewegung. Der Darm wird ruhig gestellt und der Durchfall herabgesetzt.

1.Was ist Loperamid Al Akut Kapseln und wofür wird es angewendet?

1.1.Welche Eigenschaften hat das Arzneimittel?

Loperamid Al Akut Kapseln enthält den Wirkstoff Loperamid, ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten Antidiarrhoika (Mittel gegen Durchfall) und Motilitätshemmer (Stoffe, die die Darmbewegung einschränken).

Loperamid wird üblicherweise in Salzform als Loperamidhydrochlorid angewendet.

Loperamid Al Akut Kapseln ist apothekenpflichtig und rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

1.2.Welche Wirkstärken und Darreichungsformen gibt es?

Loperamid zur Kurzzeitbehandlung (2 Tage) gibt es üblicherweise als

  • Hartkapseln/Kapseln, Tabletten, Filmtabletten, Schmelztabletten oder Brausetabletten enthaltend 2 mg Loperamidhydrochlorid.

Ihr Arzt legt fest oder Ihr Apotheker berät Sie, welche Wirkstärke und Darreichungsform für Ihre Behandlung geeignet sind.

1.3.Loperamid Al Akut Kapseln wird angewendet

zur symptomatischen Behandlung von akuten Durchfällen für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren, sofern keine ursächliche Therapie zur Verfügung steht.

Eine über 2 Tage hinausgehende Behandlung mit Loperamid darf nur unter ärztlicher Verordnung und Verlaufsbeobachtung erfolgen.

2.Was müssen Sie vor der Anwendung von Loperamid Al Akut Kapseln beachten?

2.1.Loperamid Al Akut Kapseln darf nicht angewendet werden,

  • bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Loperamidhydrochlorid oder einem der sonstigen Bestandteile,
  • bei Kindern unter 12 Jahren (siehe auch "Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?"),
  • bei Zuständen, bei denen eine Verlangsamung der Darmtätigkeit zu vermeiden ist, z.B. aufgetriebener Leib, Verstopfung und Darmverschluss,
  • bei Durchfällen, die mit Fieber und/oder blutigem Stuhl einhergehen,
  • bei Durchfällen, die während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftreten (pseudomembranöser (Antibiotika-assoziierter) Colitis),
  • bei chronischen Durchfallerkrankungen (Diese Erkrankungen dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit Loperamid behandelt werden),
  • bei einem akuten Schub einer Colitis ulcerosa (geschwüriger Dickdarmentzündung),
  • bei einer bakteriellen Darmentzündung, die durch in die Darmwand eindringende Erreger (z,B. Salmonellen, Shigellen und Campylobacter) hervorgerufen wird.

2.2.Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Loperamid Al Akut Kapseln ist erforderlich

  • Bei Durchfall kann es zu großen Flüssigkeits- und Salzverlusten kommen. Deshalb muss als wichtigste Behandlungsmaßnahme bei Durchfall auf Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten geachtet werden. Dies gilt insbesondere für Kinder.
  • Loperamid Al Akut Kapseln darf nur nach ärztlicher Verordnung angewendet werden, wenn eine Lebererkrankung besteht oder durchgemacht wurde, weil bei schweren Lebererkrankungen der Abbau von Loperamid verzögert sein kann.
  • Die empfohlene Dosierung von Loperamid Al Akut Kapseln und die Anwendungsdauer von 2 Tagen dürfen nicht überschritten werden, weil schwere Verstopfungen auftreten können.
  • Wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Loperamid Al Akut Kapseln weiterhin besteht, muss Loperamid Al Akut Kapseln abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.
  • Wenn Sie AIDS haben und zur Durchfallbehandlung mit Loperamid Al Akut Kapseln behandelt werden, sollten Sie bei den ersten Anzeichen eines aufgetriebenen Leibes die Einnahme von Loperamid Al Akut Kapseln beenden und Ihren Arzt aufsuchen.

Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile: Brausetabletten können Kalium enthalten. Wenn Sie eine Kalium-kontrollierte Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen. Sie können auch Natrium enthalten. Wenn Sie eine kochsalzarme Diät einhalten müssen, sollten Sie dies berücksichtigen. Arzneimittel zum Einnehmen können verschiedene Zuckerarten enthalten. Bitte nehmen Sie diese daher erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden. Schmelztabletten können Aspartam enthalten, als Quelle für Phenylalanin und können schädlich sein, wenn Sie eine Phenylketonurie haben.

2.2.a) Kinder

Kinder unter 12 Jahren dürfen nicht mit Loperamid Al Akut Kapseln behandelt werden.

Kindern zwischen 2 und 12 Jahren dürfen nur nach ärztlicher Verordnung mit Loperamid-haltigen Arzneimitteln behandelt werden.

2.2.b) Ältere Patienten

Besondere Vorkehrungen sind nicht zu treffen.

2.2.c) Schwangerschaft

Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Auch wenn bei einer begrenzten Anzahl von Frauen (ca. 800), die während der Schwangerschaft den Wirkstoff von Loperamid Al Akut Kapseln einnahmen, keine eindeutigen Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung gefunden wurden, sollten Sie Loperamid Al Akut Kapseln in der Schwangerschaft nicht anwenden.

2.2.d) Stillzeit

Da geringe Mengen des Wirkstoffes von Loperamid Al Akut Kapseln in die Muttermilch übergehen können, sollten Sie Loperamid Al Akut Kapseln in der Stillzeit nicht anwenden.

2.2.e) Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen

Bei Durchfällen kann es zu Müdigkeit, Schwindel und Schläfrigkeit kommen. Daher ist im Straßenverkehr oder bei der Arbeit mit Maschinen Vorsicht angeraten.

2.3.Welche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind zu beachten?

Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor Kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt vor allem dann, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Arzneimittel/Arzneistoffe regelmäßig oder auch gelegentlich einnehmen müssen:

  • Chinidin (Mittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Verapamil (Mittel zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Ritonavir (Mittel zur Behandlung einer HIV-Infektion)
  • Itraconazol (Mittel zur Behandlung einer Pilzinfektion),
  • Ketoconzol (Mittel zur Behandlung einer Pilzinfektion)
  • Gemfibrozil (Mittel zur Behandlung erhöhter Blutfette)
  • Desmopression (Mittel zur Hermmung der Wasserausscheidung (Antidiuretikum))

Es wird erwartet, dass Arzneimittel, die wie Loperamid die Magen- und Darmtätigkeit dämpfen, die Wirkungen von Loperamid verstärken und dass Arzneimittel, die die Magen-Darm-Passage beschleunigen, die Wirkung verringern.

2.4.Woran ist bei Einnahme von Loperamid Al Akut Kapseln zusammen mit Nahrungs- und Genussmitteln und Getränken zu denken?

Es sind keine speziellen Vorkehrungen notwendig.

3.Wie ist Loperamid Al Akut Kapseln einzunehmen?

3.1.Art und Dauer der Anwendung

Die Filmtabletten/Kapseln/Hartkapseln/Tabletten sollen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Schmelztabletten zergehen sofort auf der Zunge und werden mit dem Speichel hinuntergeschluckt. Weitere Flüssigkeitsaufnahme ist nicht erforderlich.

Brausetabletten werden in einem Glas Trinkwasser aufgelöst und unmittelbar nach dem Auflösen getrunken.

Nehmen Sie Loperamid Al Akut Kapseln ohne ärztlichen Rat nicht länger als 2 Tage ein. Wenn der Durchfall nach 2 Tagen Behandlung mit Loperamid Al Akut Kapseln weiterhin besteht, muss Loperamid Al Akut Kapseln abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von Loperamid Al Akut Kapseln zu stark oder zu schwach ist.

3.2.Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis

3.2.a) Erwachsene

Zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen 4 mg Loperamidhydrochlorid, danach nach jedem ungeformten Stuhl jeweils 2 mg Loperamidhydrochlorid.

Eine tägliche Dosis von 12 mg Loperamidhydrochlorid darf nicht überschritten werden.

3.2.b) Kinder über 12 Jahre

Zu Beginn der Behandlung von akuten Durchfällen und nach jedem ungeformten Stuhl 2 mg Loperamidhydrochlorid.

Eine tägliche Dosis von 8 mg Loperamidhydrochlorid darf nicht überschritten werden.

3.3.Wenn Sie eine größere Menge Loperamid Al Akut Kapseln eingenommen haben, als Sie sollten

Zeichen einer Überdosierung von Loperamid Al Akut Kapseln sind Verstopfung, Darmverschluss und Vergiftungserscheinungen des zentralen Nervensystems (Neurotoxizität) wie Krämpfe, Teilnahmslosigkeit (Apathie), Schläfrigkeit (Somnolenz), gesteigerte und unwillkürlich ablaufende Muskelbewegungen (Choreoathetose), Störung der Koordination von Bewegungsabläufen (Ataxie) oder Herabsetzung der Atmung (Atemdepression).

Beim Auftreten von Zeichen einer Überdosierung ist auf jeden Fall ein Arzt aufzusuchen. Die Behandlung richtet sich nach den Überdosierungserscheinungen und dem Krankheitsbild.

Unter ärztlicher Verlaufsbeobachtung kann versuchsweise der Opioidantagonist Naloxon als Gegenmittel eingesetzt werden.

Hinweis für den Arzt: Da Loperamid eine längere Wirkungsdauer als Naloxon hat, kann die wiederholte Gabe von Naloxon angezeigt sein. Der Patient sollte daher engmaschig über mindestens 48 Stunden überwacht werden, um ein mögliches (Wieder)auftreten von Überdosierungserscheinungen zu erkennen.

Um noch im Magen vorhandene Wirkstoffreste zu entfernen, kann ggf. eine Magenspülung durchgeführt werden.

3.4.Wenn Sie die Einnahme von Loperamid Al Akut Kapseln vergessen haben

Nehmen Sie Ihr Arzneimittel nach dem nächsten ungeformten Stuhl weiter so ein, wie im Abschnitt 3.2 beschrieben oder wie es vom Arzt verordnet wurde. Keinesfalls dürfen Sie eine vergessene Dosis durch die Anwendung einer doppelten Dosis ausgleichen.

3.5.Auswirkungen, wenn die Behandlung mit Loperamid Al Akut Kapseln abgebrochen wird

Sollten Sie die Behandlung abbrechen wollen, so besprechen Sie dieses bitte vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

4.Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Wie alle Arzneimittel kann Loperamid Al Akut Kapseln Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

  • sehr häufig: mehr als 1 von 10 Behandelten
  • häufig: weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
  • gelegentlich: weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1 000 Behandelten
  • selten: weniger als 1 von 1 000, aber mehr als 1 von 10 000 Behandelten
  • sehr selten: weniger als 1 von 10 000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle
  • Häufigkeit nicht bekannt: Häufigkeit kann aus den verfügbaren Daten nicht berechnet werden

4.1.Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?

4.1.a) Häufig

Kopfschmerzen.

4.1.b) Gelegentlich

Müdigkeit; Schwindelgefühle; Bauchkrämpfe; Übelkeit; Erbrechen; Mundtrockenheit.

4.1.c) Selten

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag; Nesselsucht; Schwellung von Haut oder Schleimhäuten durch Flüssigkeitsansammlung im Gewebe (angioneurotische Ödeme); Harnverhaltung.

4.1.d) Sehr selten

Anaphylaktischer Schock; schwere blasenbildende Hauterkrankung (toxisch epidermale Nekrose); Darmverschluss (Ileus) und Förderung der Ausbildung einer Dickdarmerweiterung als Komplikation z.B. einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (toxisches Megacolon). Verstopfung, aufgetriebener Leib, Blähungen und Verdauungsstörungen (Dyspepsie).

4.2.Welche Gegenmaßnahmen sind beim Auftreten von Nebenwirkungen zu ergreifen?

Beim Auftreten von Nebenwirkungen informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit über das weitere Vorgehen entschieden werden kann.

Wenn bei Ihnen eine Nebenwirkung plötzlich auftritt oder sich stark entwickelt, informieren Sie umgehend einen Arzt, da bestimmte Arzneimittelnebenwirkungen (z.B. übermäßiger Blutdruckabfall, Überempfindlichkeitsreaktionen) unter Umständen ernsthafte Folgen haben können. Nehmen Sie in solchen Fällen das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Anweisung weiter.

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die weder hier noch in der Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

5.Wie ist Loperamid Al Akut Kapseln aufzubewahren?

Lagern Sie das Arzneimittel bei normaler Raumtemperatur, und bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung vor Licht und Feuchtigkeit geschützt auf, so weit der Hersteller keine anderen Angaben macht.

Arzneimittel sollten generell für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden.

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf der Packung angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden.

Das Arzneimittel darf nicht im Abwasser und sollte nicht im Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft, die Umwelt zu schützen.

Woher kommen diese Daten?

Loperamid Al Akut Wirkstoffe


Inhaltsstoffe Menge
Loperamid hydrochlorid 2 mg
entspricht Loperamid 1.86 mg
Chinolingelb Hilfstoff
Eisen (II,III) oxid Hilfstoff
Eisen (III) hydroxid oxid x-Wasser Hilfstoff
Gelatine Hilfstoff
Indigocarmin Hilfstoff
Lactose 1-Wasser Hilfstoff
Magnesium stearat Hilfstoff
Maisstärke Hilfstoff
Talkum Hilfstoff
Titan dioxid Hilfstoff
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Produktdetails

Produktbezeichnung Loperamid Al Akut Kapseln
Packungsgröße(n) 10 Stück
DarreichungsformKapseln
Mindestens haltbar bisSiehe Verpackungsboden
Produkt vonALIUD PHARMA
GOTTLIEB-DAIMLER-STR.
89150 LAICHINGEN
Website
AnwendungsgebieteDurchfall
PZN08910316
BezugMedikament ist rezeptfrei
EtikettenspracheDeutsch
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