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Behandlung von Insektenstichen

Aktualisiert am 11.09.20

Insektenstiche sind unangenehm, doch sind sie oft harmlos. Das Insekt spritzt ein Gift oder einen Reizstoff in die Haut, wodurch es zu einer juckenden Schwellung kommt. Insektenstiche lassen sich mit einfachen Mitteln behandeln. Nur dann, wenn schwere allergische Reaktionen wie Atemnot auftreten, ist ein Arztbesuch unumgänglich.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Behandlung von Insektenstichen
    1. Erste-Hilfe-Maßnahmen
    2. Hausmittel
    3. Hilfe aus der Apotheke
  2. Wann zum Arzt?
  3. Insektenstiche im Mund- und Rachenraum
  4. Was passiert bei einem Insektenstich?
  5. Symptome
  6. Insektenstichen vorbeugen

Behandlung von Insektenstichen

Welche Behandlung bei einem Insektenstich erforderlich ist, richtet sich nach der Art des Stichs und der Hautreaktion. Handelt es sich um einen Mückenstich, ist eine Behandlung nicht unbedingt notwendig. Die Schwellung und der Juckreiz klingen nach einiger Zeit von allein ab. Mit verschiedenen Mitteln aus der Apotheke lässt sich der Juckreiz jedoch lindern.

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Ob Erste-Hilfe-Maßnahmen nach einem Insektenstich erforderlich sind, hängt davon ab, welches Insekt zugestochen hat. Handelt es sich um einen Bienenstich, sollten Sie den Stachel mit einer Pinzette aus der Haut ziehen. Hornissen und Wespen behalten ihren Stachel meistens und können mehrmals zustechen. Die betroffene Stelle kühlen Sie mit einem feuchten Tuch. So lindern Sie Schwellung und Juckreiz. Einen Notarzt müssen Sie konsultieren, wenn sich nach kurzer Zeit allergische Reaktionen wie Atemnot zeigen.

Hausmittel

Beliebte Hausmittel zur Behandlung schmerzender Insektenstiche sind Kältekompressen. Das können Eiswürfel, gefrorene Lebensmittel oder Kühlakkus sein. Um Erfrierungen der Haut zu vermeiden, wickeln Sie das Gefrorene in ein Handtuch. Die Kältekompresse lassen Sie zehn Minuten auf der betroffenen Stelle. Mit Ihrem eigenen Speichel können Sie den Juckreiz lindern. Das gelingt auch mit kalten Umschlägen mit Essigwasser, die zusätzlich entzündungshemmend sind. Wirksam gegen Juckreiz sind auch eine aufgeschnittene Zwiebel, Zitronensaft oder Gurkenscheiben, die Sie über die Einstichstelle reiben.

Hilfe aus der Apotheke

Verschiedene rezeptfreie Mittel aus der Apotheke lindern die Beschwerden bei Insektenstichen. In Form von kühlenden Gels, Spays, Stifte oder Tücher wirken sie Juckreiz, Schwellungen und Rötungen entgegenwirken. Zusätzlich können einige Mittel mit antibakteriellen Eigenschaften dienen. Besonders bewährt haben sich vor allem Wirkstoffe wie Dimetinden, Bisabolol, Triepelenamin, Bamipin, Panthenol und Aloe Vera. Weiterhin können spezielle Insektenpflaster die Haut kühlen und beruhigen.

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Wann zum Arzt?

Im Falle einer Insektengiftallergie sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden. Die äußert sich durch starke Schwellungen um die Einstichstelle, Schwellungen im Gesicht und am Hals, Hautrötungen und Atemnot. Als heftigste allergische Reaktion kann ein anaphylaktischer Schock auftreten. Der Notarzt behandelt die Symptome mit Adrenalin, Kortison und Antihistaminika.

Ein Arztbesuch ist auch notwendig bei:

Notfallhilfe bei Insektenstichallergie

Wenn Sie unter einer Insektenstichallergie leiden, ist es wichtig, dass Sie für den Notfall gewappnet sind. Ein Notfall-Set sollte daher immer griffbereit stehen. Als Notfallmedikamente eignen sich

Insektenstiche im Mund- und Rachenraum

Im Mund- und Rachenraum können Insektenstiche lebensgefährlich werden, da Erstickungsgefahr besteht. Schwillt die Schleimhaut an, kann es zu Atemnot kommen. Die Atemwege verengen sich oder verschließen sich komplett.

Insektenstiche in Mund- und Rachenraum machen sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar:

Bei Insektenstichen im Mund- und Rachenraum sollten Sie den Notarzt rufen, ähnlich wie bei allergischen Reaktionen.

Was passiert bei einem Insektenstich?

Insektenstiche treten vorrangig in der warmen Jahreszeit auf, da es dann für die meisten Insekten warm genug ist und die Menschen sich draußen aufhalten. Insekten wie Mücken, Bremsen, Stechfliegen oder Zecken stechen zur Nahrungsaufnahme und saugen Blut. Bienen, Wespen oder Hornissen stechen zu ihrer Verteidigung. Die Insekten spritzen Gift oder Reizstoffe in die Haut, die zu den typischen Symptomen wie Juckreiz und Schwellungen führen. Verschiedene Insekten können Krankheiten wie Malaria, Gelbfieber oder Dengue-Fieber übertragen.

Symptome eines Insektenstichs

Stiche von blutsaugenden Insekten wie Mücken verursachen Juckreiz, während Stiche nicht-blutsaugender Insekten wie Hornissen, Wespen und Bienen häufig mit starken Schmerzen verbunden sind. Bei den Symptomen werden drei Stufen unterschieden:

Insektenstichen vorbeugen - so schützen Sie sich!

Da Insekten durch dunkle Kleidung angezogen werden, können Sie sich mit heller Kleidung schützen. Lange Hosen und Oberteile mit langen Ärmeln schützen Beine und Arme. Auf Wiesen und Waldböden sollte Barfußgehen vermieden werden, um nicht auf Insekten zu treten. Weiterhin können sogenannte Repellents in Form von Sprays oder Cremes, Mücken, Bremsen und Zecken fernhalten. Diese werden über den Geruchssinn der Insekten wahrgenommen, welche in der Folge davon abgehalten werden, auf der Haut zu landen. Zusätzlich sollten Sie auf stark duftende Parfums verzichten, da diese Insekten anlocken können.

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