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Hilfe bei Schmerzen im Mund- und Rachenraum

Die Ursachen für Schmerzen im Mund- und Rachenraum können vielfältig sein, oftmals liegen sie einer Entzündung zugrunde. Einige Erkrankungen dieses Bereichs sind ansteckend, andere können schwere Auswirkungen auf den restlichen, bisher nicht betroffenen Bereich des Mundraumes haben. Wiederum andere jedoch gehen ebenso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind, auch ohne ärztliche Behandlung. Um starke Schmerzen vernünftig behandeln zu können, ist es daher wichtig zu wissen, was sie überhaupt auslöst.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was zählt zu den Schmerzen im Mund- und Rachenraum?
  2. Ursachen
  3. Symptome
  4. Ernährung
  5. Behandlung
  6. Folgen bei Nichtbehandlung
  7. Tipps zum Vorbeugen

Karies, Parodontose und Aphthen - dies sind nur drei von vielen Möglichkeiten, die Schmerzen im Mund- und Rachenraum verursachen können. Während Aphthen häufig von allein abheilen und nur aufgrund der starken Schmerzen, die sie oftmals hervorrufen, behandelt werden möchten, bedürfen Karies und Parodontose professioneller Hilfe eines Arztes.

Was zählt zu den Schmerzen im Mund- und Rachenraum?

Zunächst gilt es zu klären, welche Bereiche betroffen sein können. Als Erstes wäre die Mundhöhle zu nennen. Diese besteht aus dem Bereich zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen - Mundhöhlenvorhof genannt - und der eigentlichen Mundhöhle. Des weiteren gehören zum Mundraum die Zähne, die Zunge, der harte und der weiche Gaumen sowie die Mundbodenmuskulatur. Auch der Rachenraum kann in Nasen-, Mund- und Kehlkopfrachen unterteilt werden - viele Stellen also, die von Schmerzen betroffen sein können.

Sind Schmerzen im Mund- und Rachenraum ansteckend?

Generell kann diese Frage nicht mit einem Ja oder Nein beantwortet werden, denn es kommt auch hier auf die Ursache der Schmerzen an. Handelt es sich beispielsweise um kariesbedingte Schmerzen, so ist dies durchaus ansteckend.

Bakterielle Erkrankungen sind ansteckend

Häufig werden Schmerzen durch Entzündung ausgelöst, welche wiederum aufgrund von Bakterien im Zusammenspiel mit mangelnder Mundhygiene oder einer Verletzung im Mundbereich entstanden sind. Eine schmerzende Verletzung ist natürlich nicht ansteckend, die Bakterien, die eine mögliche Entzündung auslösen, sind jedoch sehr wohl übertragbar. Schmerzen, die auf ansteckenden Erkrankungen beruhen, können somit leicht durch das Küssen oder das Nutzen eines gemeinsamen Besteckes übertragen werden.

Ursachen

Wie bereits erwähnt können Schmerzen im Mund- und Rachenraum unterschiedlicher Natur sein. Zu den häufigsten Ursachen sind jedoch folgende Erkrankungen zu zählen:

Symptome

Schmerzen im Mund- und Rachenbereich äußern sich je nach Art der Erkrankung unterschiedlich. Darauf können einige Symptome hindeuten:

  • Werden Schmerzen durch Karies verursacht, sind der erste Hinweis auf diese Erkrankung weiße oder bereits bräunliche Flecken auf dem betroffenen Zahn.
  • Bei Entzündungen sind die ersten Symptome Rötungen und/oder Schwellungen an der betroffenen Stelle, auch Bläschen oder Blutungen können auftreten.
  • Symptome wie Speichelfluss, Schluckbeschwerden, Mundgeruch und Fieber deuten ebenfalls auf eine Entzündung hin.

Ernährung bei Schmerzen im Mund- und Rachenraum

Je nachdem, was die Schmerzen verursacht, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Sind Sie beispielsweise anfällig für Entzündungen, kann eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse diesen entgegenwirken. Kohlenhydraten und zuckerhaltige Lebensmittel bieten zudem Bakterien einen guten Nährboden, was wiederum zu Karies und infolgedessen zu Schmerzen führen kann.

Nahrungsmittel, die bei Schmerzen vermieden werden sollten

Bei Entzündungen oder Wunden sollte auf scharfkantige Nahrungsmittel verzichtet werden, die die betreffenden Stellen zusätzlich reizen könnten. Auch auf scharfes und säurehaltiges Essen sollte verzichtet werden, vor allem bei Entzündungen. Speisen und Getränke sollten zudem nicht zu heiß oder zu kalt sein, um zusätzliche Reizungen zu vermeiden.

Wichtige Mineralstoffe & Vitamine

Wenn die Mundschleimhaut beeinträchtigt ist, besteht ein erhöhtes Risiko, Entzündungen zu erleiden und somit Schmerzen zu bekommen. Um die Mundschleimhaut intakt zu halten, ist die Zufuhr bestimmter Mineralstoffe und Vitamine wichtig.

Eisen und Vitamin B2 sind wichtig

Ein Mangel dieser Stoffe kann Ursache für eine schmerzhafte Entzündung sein. Gehen die Schmerzen auf eine bakterielle Erkrankung zurück, so ist auch die Calciumzufuhr wichtig. Calcium wirkt der durch Bakterien entstehenden Säure entgegen und remineralisiert außerdem den Zahnschmelz, sodass einer schmerzhaften Karieserkrankung ebenfalls vorgebeugt werden kann.

Behandlung von Schmerzen im Mund- und Rachenraum

Erneut ist darauf hinzuweisen, dass Sie zunächst die Ursache abklären sollten, die für Ihre Schmerzen verantwortlich ist. Nicht immer sind diese ersichtlich, doch oftmals einfach zu lokalisieren.

Bei Zahnschmerzen zum Arzt

Handelt es sich beispielsweise um Zahnschmerzen, so sollten Sie unbedingt einen Zahnarzt aufsuchen, um eine Verstärkung der Schmerzen zu vermeiden. Handelt es sich um eine kleine Entzündung oder eine Aphthe, so muss dies nicht zwingend von einem Arzt behandelt werden. Kleine Entzündungen und Aphthen gehen oftmals sogar nach einigen Tagen von allein wieder weg. Um den Schmerz zu lindern, bieten sich jedoch einige Medikamente an.

Medikamente gegen Schmerzen im Mund- und Rachenbereich

Je nachdem, ob es sich um großflächige oder punktuelle Schmerzen handelt, können diese mit Lutschtabletten, Pastillen, Gelen, Spülungen und Tinkturen behandelt werden. Folgende Wirkstoffe sind rezeptfrei erhältlich, wie immer sollte aber die Packungsbeilage beachtet werden und die Einnahme nur maximal bis zum empfohlenen Zeitrahmen stattfinden.

Lidocain

Das schmerzstillende Mittel wird vor allem als Gel verwendet, um direkt an der betroffenen Stelle als oberflächige Betäubung zu wirken.

Weitere Informationen zum Wirkstoff Lidocain.

Paracetamol

Paracetamol ist ein Nichtopioid-Analgetika, das den schmerzauslösenden Prozess unterdrückt und in Tablettenform dargereicht wird.

Weitere Informationen zum Wirkstoff Paracetamol.

Benzydamin

Da dieser Wirkstoff sowohl schmerzstillend als auch entzündungshemmend wirkt, eignet er sich besonders bei Zahnfleischentzündungen oder Ähnlichem. Als Darreichungsformen sind zum Beispiel Sprays, Mundwasser oder Lutschtabletten erhältlich.

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Pflanzliche Präparate

Als schmerzstillende Präparaten auf pflanzlicher Basis haben sich Produkte bewährt, die Inhaltsstoffe wie Kamille, Salbei und Myrrhe haben.

Hausmittel

Je nach Ursachen der Schmerzen, sind unterschiedliche schmerzstillende Hausmittel denkbar.

Tee aus EIbischwurzel

Bei Entzündungen hilft zum Beispiel Eibisch-Tee besonders gut, den Sie mit Eibischblättern und Eibischblüten ganz einfach selbst herstellen können.

Lokale Verwendung von Backpulver

Backpulver hingegen empfiehlt sich bei Aphthen, denn das Backpulver kann mit einem Wattestäbchen gezielt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden und hat neben der scherzstillenden auch eine entzündungshemmende Wirkung.

Folgen bei Nichtbehandlung

Nicht immer muss eine Nichtbehandlung von Schmerzen Folgen haben. Schmerzen, die eine eher harmlose Ursache haben, können nach wenigen Tagen von selbst wieder aufhören. Ist jedoch Karies, Parodontitis oder eine schwerwiegende Entzündung die Ursache, können die Folgen gravierend sein und in manchen Fällen bis zum Zahnausfall führen.

Tipps zum Vorbeugen

Um Schmerzen im Mundbereich allgemein vorzubeugen, sollte immer auf ausreichende Mundhygiene geachtet werden, denn viele Erkrankungen, die Schmerzen verursachen, gehen auf Bakterien zurück, die nicht ausreichend entfernt worden sind. Außerdem ist es sinnvoll, ganz allgemein auf das Immunsystem zu achten, um Entzündungen so gut es geht vorzubeugen.

Quellen

http://www.apotheken.de/gesundheit-heute-news/article/aufbau-und-funktion-von-mund-und-rachen/http://www.zentrum-der-gesundheit.de/natuerliche-schmerzmittel-ia.html


Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen der Autorin dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über sparmedo.de direkt eingepflegt und sind keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments.

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