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Drei-Tage-Fieber

Das Drei-Tage-Fieber ist eine grundsätzlich harmlos verlaufende, virenbedingte Kinderkrankheit die in der Regel Säuglinge und Kleinkinder betrifft. Sie ist hochansteckend und zeichnet sich durch plötzlich stark ansteigendes hohes Fieber aus. Wie der Name schon verrät hält das Fieber drei Tage an, gefolgt von einem Hautausschlag. Behandelt werden ausschließlich die Symptome, wobei die volle Aufmerksamkeit dem Fieber gewidmet wird.

In diesem Artikel erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

    1. Lebenslange Immunität nach Einmalerkrankung
    2. Hohe Ansteckungsgefahr
    3. Ursache des Drei-Tage-Fiebers
    4. Symptome des Drei-Tage-Fiebers
    5. Komplikationen bei einer Erkrankung
    6. Behandlungsmethoden des Drei-Tage-Fiebers
      1. Medikamente
      2. Hausmittel
      3. Homöopathische Mittel
    7. Trotz relativ harmloser Krankheit, ist ein Arztbesuch erforderlich

Einmal Erkrankung stellt lebenslange Immunität auf

Typischerweise sind vor allem Kinder im Alter von sechs Monaten bis zu drei Jahren betroffen. In der Regel haben sich ältere Kinder bereits vorher mit dem Erreger infiziert, woraufhin eine körpereigene Immunität aufgebaut wurde, die vor einer erneuten Erkrankung schützt. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise während einer geschwächten Immunabwehr, können Zweiterkrankungen, meist auch als Gürtelrose, auftreten. Somit ist das Drei-Tage-Fieber (Roseola Infantum oder Exanthema subitum) eine der Kinderkrankheiten, an der man normalerweise nur einmal erkranken kann. Bislang gibt es keine Möglichkeit der Vorbeugung, beispielsweise in Form einer Impfung.

Hohe Ansteckungsgefahr zieht epidemieartige Erkrankungswellen nach sich

Das größte Problem des Drei-Tage-Fiebers ist die enorm hohe Ansteckungsgefahr, wodurch häufig epidemieartige Erkrankungswellen beobachtet werden können. Eine Ansteckung ist grundsätzlich überall möglich, da die Erreger weltweit vorkommen. Tödlich verläuft die Virusinfektion dahingegen nur in ganz seltenen Fällen und dies meist nur in Entwicklungsländern, in denen die medizinische Versorgung unzureichend ist. Denn aufgrund der unzureichenden medizinischen Möglichkeiten werden Komplikationen, die ebenfalls sehr selten sind, nicht rechtzeitig erkannt beziehungsweise behandelt.

Ursache des Drei-Tage-Fiebers ist ein Herpesvirus

Auslöser des Drei-Tage-Fiebers ist das humane Herpesvirus sechs, weshalb die Infektion nicht selten auch als sechste Krankheit bezeichnet wird. In seltenen Fällen kann auch das humane Herpesvirus sieben verantwortlich sein. Bei beiden Viren handelt es sich um doppelsträngige DNA-Viren. Von dem häufiger vorkommenden humanen Herpesvirus sechs gibt es zwei verschiedenen Serotypen. Zum einen das HHV-6A, welches überwiegend in Afrika auftritt und zum anderen das HHV-6B, welches vorrangig in den westlichen Ländern vorzufinden ist. Europäische Kinder erkranken somit in der Regel nur an dem humanen Herpesvirus sechs B. Grundsätzlich findet eine Ansteckung mit den Drei-Tage-Fieber auslösenden Viren über eine Tröpfcheninfektion statt. Nach der Infektion vermehren sich die Viren im Nasen-Rachen-Raum, in den Schleimhäuten sowie in den Lymphknoten, woraufhin eine Verbreitung über die Blutbahnen folgt. Außerdem kommt es zu einer Vermehrung in der Haut des betroffenen Kindes. Die gesamte Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch, beträgt zwischen fünf und 15 Tagen.

Symptome des Drei-Tage-Fiebers - Plötzlich auftretendes hohes Fieber

Die Krankheitsanzeichen des Drei-Tage-Fiebers können sehr individuell sein, wobei stets das dreitägige Fieber ohne erkennbaren Grund charakteristisch ist. Zu Beginn der Erkrankung bekommen die betroffenen Kinder sehr plötzlich hohes Fieber zwischen 39 und 40° Celsius. In der Regel treten keine weitere Symptomatik auf. In einigen Fällen werden aber auch leichte katarrhalische und gastroenterische Erscheinungen beschrieben. Das heißt, es kann unter Umständen zu leichten Erkrankungen der Luftwege (Husten, Schnupfen), oder zu leichten Magen-Darm-Verstimmungen (Durchfall, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen) kommen. Wobei vor allem Letzteres vom Kind abhängig ist, denn viele jüngere Kinder entwickeln solche Begleiterscheinungen aufgrund des Unwohlseins durch die hohe Körpertemperatur. Normalerweise bleibt der Allgemeinzustand der Kinder aber sehr gut, das heißt, sie fühlen sich nur wenig krank und wirken eventuell sogar richtig gesund.

Hautausschlag nach Fieberabfall

Nach dreitägiger Dauer, währenddessen das Fieber konstant bleibt, fällt dieses plötzlich ab. Gleichzeitig kommt es bei dem Kind zu einem klein- bis mittelfleckigen Hautausschlag. Dieser kann sehr unauffällig sein und verschwindet zumeist bereits nach wenigen Stunden.

Komplikationen gibt es selten und meist und nur von leichtem Ausmaß

In der Regel verläuft das Drei-Tage-Fieber ohne schwerwiegende Komplikationen. Bei uns in Europa bestehen die häufigsten Komplikationen lediglich aus Durchfall, Erbrechen, geschwollenen Augenlidern, Pappeln an Gaumen und Zäpfchen, Husten, geschwollenen Halslymphknoten, gewölbten oder gespannten Fontanellen sowie Fieberkrämpfen. Vor allem Fieberkrämpfe können die Eltern beunruhigen. In diesen Fällen empfiehlt sich auch ein direkter Weg in das nächste Krankenhaus, wobei die Krämpfe normalerweise harmloser Natur sind. Sofern sich Kinder mit erworbenen oder angeborenen Immunschwächekrankheiten mit dem Drei-Tage-Fieber infizieren kann es auch zu schwerwiegenderen Komplikationen kommen, wie z.B.:

      • Hepatitis
      • Lungenentzündung
      • Gehirnentzündung
      • Netzhautentzündung
      • Erkrankungen des Knochenmarks

Drei-Tage-Fieber mit Medikamente, Hausmittel & homöopathische Mittel behandeln

Medikamente - Fiebersaft und -zäpfchen

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Drei-Tage-Fieber sind in der Regel sehr begrenzt. Normalerweise bestehen diese ausschließlich aus Maßnahmen zur symptomatischen Behandlung. Das heißt, dass vor allem darauf geachtet werden sollte, dass das Fieber nicht zu sehr ansteigt und eine Überhitzung des Körpers entsprechend verhindert wird. Dazu verschreibt der Kinderarzt normalerweise fiebersenkende Mittel in Form von Paracetamol (Zäpfchen) oder Ibuprofen (Fiebersaft). Unter Umständen kann es notwendig sein, Begleiterscheinungen zu behandeln. Im Fall von Durchfall und Erbrechen werden in der Regel Elektrolytlösungen verabreicht. Sollte der Durchfall besonders schlimm sein, können auch Hefemittel angebracht sein, die eine bindende Wirkung haben und dafür sorgen, dass der Stuhl fester wird. Ob eine stationäre Behandlung notwendig ist, hängt größtenteils von der Schwere der Erkrankung ab. Im Fall von eintretenden Fieberkrämpfen ist ein Krankenhausaufenthalt durchaus empfehlenswert. Ebenfalls sollten Kinder mit Immunschwäche genauer beobachtet werden.

Medikamente mit Paracetamol

Benuron Saft 100 ML
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Bene-Arzneimittel

Medikamente mit Ibuprofen

Nurofen Junior 125 Mg Zäpfchen  10 ST
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Reckitt Benckiser Deutschland
Nurofen Junior Zäpfchen 60mg  10 ST
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Hausmittel - Wadenwickel und viel Flüssigkeit

Grundsätzlich können bei Drei-Tage-Fieber alle Hausmittel angewandt werden, die auch bei normalem Fieber zum Einsatz kommen. Beispielsweise die bekannten Wadenwickel, bei denen jedoch darauf geachtet werden sollte, dass die Wickel nicht zu kalt, sondern idealerweise lauwarm aufbereitet werden. Bei sehr kleinen Kindern und Säuglingen können anstelle der Wadenwickel auch Wickel an den Hand- und Fußgelenken angelegt werden, etwa mit einem feuchten Taschentuch. Darüber hinaus ist es natürlich von großer Wichtigkeit, darauf zu achten, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Hier vor allem ungesüßte Tees und Wasser. Empfehlenswert ist auch der Genuss einer Wassermelone. Diese schmeckt nicht nur gut, sondern enthält vor allem sehr viel Flüssigkeit.

Homöopathische Mittel bitte in Absprache mit einem Homöopathen/Arzt anwenden

Bei dem Drei-Tage-Fieber haben sich auch einige homöopathische Mittel bewährt. Allerdings sollten die Mittel entsprechend des Verhaltens vom Kind ausgewählt werden.

      • Wenn das Kind großen Durst hat, sehr unruhig ist, sich im Bett hin und her wälzt, blass wirkt aber voll da ist, empfiehlt sich Aconitum napellus.
      • Hat das Kind einen sehr roten Kopf, erweiterte Pupillen und ist es sehr heiß, aber ohne dabei Durst zu verspüren und ist darüber hinaus empfindlich gegenüber Licht und Berührungen empfiehlt sich Belladonna atropina.
      • Wenn das Fieber nur ganz langsam ansteigt, das Kind sich nur wenig bis gar nicht krank fühlt und eventuell Nasenbluten auftritt, kann Ferrum phosphoricum sehr nützlich sein.

Trotz relativ harmloser Krankheit, ist ein Arztbesuch erforderlich

Da betroffene Kinder während des Drei-Tage-Fiebers hoch ansteckend sind, dürfen Sie weder den Kindergarten noch die Schule oder andere Gemeinschaftseinrichtungen besuchen. Die Ansteckungsgefahr ist erst vorbei, wenn das Fieber abgeklungen ist. Obwohl das Drei-Tage-Fieber eine vergleichsweise harmlose Erkrankung im Kindesalter ist, sollte sie nicht unterschätzt werden. Ein Besuch beim Kinderarzt ist unumgänglich, zumal die Symptome auch anderer Natur sein können. Die Diagnose beim Kinderarzt besteht in der Regel aus einer Ausschlussdiagnostik, sodass auch die Eltern Gewissheit haben, dass nichts Schlimmeres hinter dem Fieber steckt.

Quellen:
http://www.babycenter.de/dreitagefieber; http://www.experto.de/b2c/gesundheit/homoeopathie/homoeopathische-behandlung/homoeopathie-fuer-kinder/drei-tage-fieber-homoeopathisch-behandeln.html; http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=2075; http://de.wikipedia.org/wiki/Exanthema_subitum; https://www.apotheken.de/gesundheit-heute-news/article/dreitagefieber/
Naturheilpraxis Heute - Elviera Bierbach, Lehrbuch für Heilpraktiker - Isolde Richter, Pschyrembel – Naturheilkunde

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