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Trockene Nasenschleimhaut behandeln

Aktualisiert am 10.11.20

Die Nasenschleimhaut filtert die Atemluft und übt eine Abwehrfunktion aus. Eine Trockene Nasenschleimhaut wird durch Umweltreize, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Allergien, Schnupfen oder biologische Faktoren verursacht. Sie ist durch Krustenbildung, beeinträchtigte Nasenatmung und Juckreiz gekennzeichnet. Zur Behandlung eignen sich Nasensprays, aber auch Hausmittel wie Nasenspülungen.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Wofür ist die Nasenschleimhaut zuständig?
  2. Ursachen für trockene Nasenschleimhaut
  3. Trockene Nasenschleimhaut erkennen
  4. Was tun gegen trockene Nasenschleimhäute?
  5. Was können Sie selbst tun?

Wofür ist die Nasenschleimhaut zuständig?

Die Nasenschleimhaut filtert und befeuchtet die Atemluft. Die in der Nasenschleimhaut befindlichen Becherzellen produzieren Schleim, an dem Partikel aus der Atemluft kleben bleiben. Das Flimmerepithel der Nasenschleimhaut bewegt sich ständig, um Fremdstoffe wie Staub oder Blütenpollen aus der Atemluft in den Rachenraum zu transportieren. Diese Fremdstoffe können verschluckt oder ausgespuckt werden. Da sich im Schleimsekret der Nasenschleimhaut Antikörper befinden, erfüllt die Nasenschleimhaut eine wichtige Funktion bei der Immunabwehr. Eine trockene Nasenschleimhaut schränkt diese Funktionen ein.

Ursachen für trockene Nasenschleimhaut

Nicht nur im Winter, sondern auch in der wärmeren Jahreszeit kann die Nasenschleimhaut austrocknen. Ältere Menschen betrifft dieses Problem häufiger als die jüngere Generation. Verliert die Nasenschleimhaut an Feuchtigkeit, wird das Nasensekret zähflüssig, was zum Austrocknen der Schleimhaut führt. Folgende Faktoren rufen eine trockene Nasenschleimhaut hervor:

Umweltreize

Trockene Raumluft durch Heizungen im Winter sowie Klimaanlagen im Sommer ist ein typischer Umweltreiz, der die Nase austrocknen lässt. Staub, beispielsweise bei Schleif- oder Reinigungsarbeiten, Tabakrauch, verschmutzte Luft oder Abgase belasten ebenfalls die Schleimhaut.

Allergien und Schnupfen

Allergien wie Heuschnupfen, aber auch Schnupfen lassen die Nasenschleimhaut anschwellen. Häufiges Naseputzen und Niesen verstärken diesen Effekt. Abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen lindern anfangs die Beschwerden, doch in der Folge trocknen sie die Schleimhaut aus.

Ernsthafte Erkrankungen

Hinter einer trockenen Nasenschleimhaut können ernsthafte Erkrankungen wie eine Schilddrüsenüber- oder -unterfunktion, eine Fehlstellung der Nasenscheidewand oder eine Septumperforation (Loch in der Nasenscheidewand) stecken. Auch eine chronische Entzündung der Nasenschleimhaut führt zu den Symptomen.

Biologische Faktoren bei Frauen

Häufig tritt eine trockene Nasenschleimhaut bei Frauen während oder nach den Wechseljahren auf. Auch die Schleimhäute von Augen oder Rachen können trocken werden. Der Grund dafür ist ein absinkender Östrogenspiegel.

Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme

Die Schleimhäute werden von innen befeuchtet. Damit sich genügend gesunder, flüssiger Schleim bilden kann, sollten Sie täglich mindestens zwei Liter trinken. Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr macht den Schleim zähflüssig.

Weitere Ursachen

Eine trockene Nasenschleimhaut kann außerdem entstehen durch:

Trockene Nasenschleimhaut erkennen

Ist die Nasenschleimhaut trocken, macht sich das durch verschiedene Symptome bemerkbar:

Die Symptome können einzeln oder zusammen auftreten. Da die geschädigte Nasenschleimhaut gute Bedingungen für Viren und andere Krankheitserreger bietet, ist die Infektanfälligkeit erhöht.

Was tun gegen trockene Nasenschleimhäute?

Die trockene Nasenschleimhaut können Sie mit verschiedenen einfachen Mitteln behandeln. Verschwinden die Symptome nicht, sollten Sie einen Arzt konsultieren, da auch eine ernsthafte Erkrankung die Ursache sein könnte.

Isotone Nasensprays

Isotone Nasensprays sind Sprays auf Salzbasis. In den meisten Fällen handelt es sich um Meersalz. Die isotonen Nasensprays haben den gleichen Salzgehalt wie die Nasenschleimhaut, also eine Salzkonzentration von 0,9 Prozent. Zusätzlich ist in einigen Präparaten der Wirkstoff Dexpanthenol zum Schutz der Nasenschleimhaut enthalten. Isotone Nasensprays befeuchten die Nasenschleimhäute und wirken nicht abschwellend. Sie entziehen den Nasenschleimhäuten kein überschüssiges Wasser. Krankheitserreger können sich schwerer ansiedeln.

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Hypertone Nasensprays

Hypertone Nasensprays unterscheiden sich von den isotonen Präparaten durch eine höhere Salzkonzentration. Die Salzkonzentration beträgt bis zu drei Prozent. Aufgrund des höheren Salzgehalts entziehen diese Sprays der Nasenschleimhaut Flüssigkeit und wirken abschwellend. Der Flüssigkeitsentzug erfolgt solange, bis ein Konzentrationsausgleich stattfindet. Anders als chemische Nasensprays führen hypertonische Nasensprays nicht zum Gewöhnungseffekt.

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Nasenduschen

Nasenduschen beugen Erkältungen vor, da sie die Nase von täglichen Belastungen wie Pollen, Viren oder Bakterien befreien. Bei Allergikern bringen sie im Sommer Linderung. In Verbindung mit Kochsalz wirken Nasenduschen aktiv schleimlösend und machen die Nase auch bei Erkältungen wieder frei.

Für Nasenduschen gibt es spezielle Spülkannen in der Apotheke. Bereiten Sie eine Kochsalzlösung mit neun Gramm Salz auf einen Liter Wasser. Die Nasendusche sollten Sie mehrmals täglich anwenden. Bei schräg geneigtem Kopf gießen Sie die lauwarme Salzlösung in das eine Nasenloch hinein und lassen sie aus dem anderen Nasenloch herauslaufen. Alternativ zur selbst hergestellten Kochsalzlösung können Sie eine isotonische Salzlösung aus der Apotheke verwenden. Die Nasendusche befeuchtet die Nasenschleimhaut, da Salz das Wasser bindet.

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Nasensalben

Nasensalben eignen sich, wenn die Nase bereits wund und gereizt ist. Die Salben enthalten den Wirkstoff Dexpanthenol, der einen Schutzfilm für die angegriffene Nasenschleimhaut bildet. Zusätzlich sind häufig ätherische Öle enthalten. Die Salben pflegen die Nase, befeuchten die Schleimhaut und verhindern das Wundsein. Sie lindern Juckreiz und Brennen in der Nase und lassen Entzündungen abklingen.

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Nasensalbe richtig anwenden

Ist Ihre Nase verstopft, putzen Sie zuerst die Nase. Die Salbe bringen Sie direkt mit der Tubenspitze in jedes Nasenloch ein. Um Infektionen zu vermeiden, wischen Sie die Tubenspitze nach jeder Anwendung mit einem sauberen Taschentuch ab.

Hausmittel - Inhalationen mit Kamille, ätherische Öle oder- Salz

Das bekannteste Hausmittel gegen eine trockene Nasenschleimhaut sind Inhalationen mit Salz oder ätherischen Ölen. Salz, spezielle Öle zum Inhalieren oder getrocknete Kamille geben Sie in eine Schüssel und gießen kochendes Wasser darüber. Beugen Sie Ihren Kopf über die Schüssel. Damit die Dämpfe nicht so schnell entweichen, bedecken Sie Kopf und Schultern mit einem Handtuch. Sie sollten 10 bis 20 Minuten lang inhalieren.

Olivenöl

Ein weiteres Hausmittel ist Olivenöl, das Sie in die Nasenlöcher geben und einmassieren. Wie ein Film legt sich das Olivenöl über die Nasenschleimhaut. Olivenöl wirkt entzündungshemmend pflegend.

Was können Sie selbst tun?

Täglich sollten Sie mindestens zwei bis drei Liter trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Viel Flüssigkeit trägt zu einem positiven Milieu in der Nase bei und kann helfen, festes Sekret zu lösen. Geeignet sind Mineralwasser, ungesüßter Tee und Saftschorlen. Sie sollten für eine Luftfeuchtigkeit von ungefähr 60 Prozent sorgen. Dazu eignen sich elektronische Luftbefeuchter oder Schalen mit Wasser, die Sie auf die Heizkörper stellen.

Grünpflanzen können einer trockenen Nase entgegenwirken, da sie das Raumklima verbessern.


Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen der Autoren dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über unsere Seite direkt eingepflegt und sind keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments.

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