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Hilfe bei Osteoporose

Von Osteoporose - umgangssprachlich auch Knochenschwund -  können Frauen, besonders in den Wechseljahren, und Männer betroffen sein, auch wenn Frauen aufgrund des Hormonabfalls häufiger daran erkranken. Die Knochendichte nimmt ab, die Knochen werden poröser und die Gefahr für Knochenbrüche steigt. Ein Zustand, der sich mit der richtigen Therapie gut in den Griff bekommen lässt.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Was ist Osteoporose?
  2. Wie entsteht Osteoporose?
  3. Ursachen von Osteoporose
  4. Risikofaktoren
  5. Symptome
  6. Ernährung bei Osteoporose
  7. Osteoporose-Therapie

Was ist Osteoporose?

Die Osteoporose beschreibt den Zustand der anfällig gewordenen Knochen im Alter. Die Knochenmasse verändert sich im Laufe der Jahrzehnte, die Knochendichte nimmt ab. Mit dem Abbau der Knochensubstanz, die das gesamte Skelett betrifft, sind Knochenbrüche häufig die Folge. Im Allgemeinen betrifft Osteoporose hauptsächlich Frauen, die die Menopause erreicht haben.

Unterschiede zwischen Männern und Frauen

In dieser Phase verändert sich der Mineralienhaushalt einer Frau, der auch die Knochenmasse betrifft. In ähnlicher Weise sind jedoch auch Männer von Osteoporose betroffen. Frauen sind aufgrund des hohen Abfalls an Hormonen häufiger betroffen als Männer. Beiden Geschlechtern liegt der Rückgang an Mineralstoffen und einem höheren Bedarf dieser Mineralien zugrunde.

Wie entsteht Osteoporose?

Während des gesamten Lebens werden die Knochen mit Mineralien versorgt. In jungen Jahren wachsen die Knochen, verändern sich dann jedoch im Erwachsenenalter. Es beginnt ein Prozess, der von Auf- und Abbau gekennzeichnet ist. Der Knochen selbst erfährt kleinste Haarrisse, die im Alltag unbemerkt bleiben und vom Organismus gesteuert, wieder repariert werden.

Hormone und Schilddrüse beeinflussen die Knochenmasse

Dieser reguläre Auf- und Abbau der Knochenmasse wird durch mehr als 20 Hormone gesteuert. Ab dem 45. Lebensjahr verändert sich der Hormonspiegel von Frauen und Männern. Das Zusammenspiel von Östrogen, Testosteron sowie der Schilddrüsenhormone beeinflusst den Erhalt einer guten Knochendichte, die Folge ist der langsame Abbau der Knochenstruktur. Der Prozess der Osteoporose beginnt.

Ursachen von Osteoporose

Ein geringerer Knochenabbau als der vorher stattfindende Abbau ist demnach eine der Ursachen der Osteoporose. Gleichzeitig kann auch ein extremer Abbau der Knochenmasse zu dieser Erkrankung führen. Der Organismus ist dann nicht in der Lage, die Knochen in kürzester Zeit wieder aufzufüllen, um die gleiche Stabilität zu erzeugen. Erschwerend kommt hinzu, dass Menschen, die über längere Zeit Cortison einnehmen, unter einem starken Knochenabbau leiden.

Entzündliche Erkrankungen und Mangelerscheinungen

Auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann ursächlich zur Osteoporose führen. Ferner stellen entzündliche Krankheiten wie Morbus Crohn, sowie ein dauerhafter Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel weitere Ursachen von Osteoporose dar. Auch chronische Schwermetall- bzw. Aluminiumbelastungen erhöhen den Risikofaktor, an Osteoporose zu erkranken. Zu den Medikamenten, die Einfluss auf das Knochengerüst bzw. dessen Dichte haben, gehören auch blutverdünnende Mittel wie Heparin, Barbiturate, oder oral eingenommene Verhütungsmittel.

Risikofaktoren

Da die Menopause der Frau einen extremen Wechsel des Mineralienhaushaltes darstellt, sollten Frauen ab 45 Jahren besonders darauf achten, ausreichend Mineralstoffe zu sich zu nehmen. Dies kann einen starken Knochenabbau verzögern, aber auch den Knochenaufbau begünstigen. Als Risikofaktor und Ursache gleichermaßen müssen in diesem Zusammenhang auch eine fleischreiche Ernährung mit wenig Obst und Gemüse genannt werden.

Der Lebensstil ist ein wichtiger Risikofaktor

Ferner stellen phosphathaltige Getränke bzw. starker Konsum von Colagetränken in Verbindung mit calciumarmer Ernährung einen Risikofaktor von Osteoporose dar. Und auch der eigene Lebensstil reduziert oder erhöht das Risiko zum Knochenschwund.

erhöhen das Risiko. Mit diesen Faktoren ist meist auch eine stark säurehaltige Ernährungsweise verbunden. Eine basische Ernährung hingegen kann eine Erkrankung an Osteoporose senken.

Symptome

Lange Zeit wissen die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung. Osteoporose kommt langsam und schleichend, und wird die Erkrankung nicht in einem Frühstadium erkannt, ist sie meist schon fortgeschritten. Ein klares Symptombild gibt es vor dem ersten Knochenbruch meist nicht

Mögliche Anzeichen für Osteoporose

Allen voran ist die Häufigkeit von Knochenbrüchen ein Anzeichen dafür, dass die Knochensubstanz reduziert ist. Personen:

sollten die Knochendichte messen lassen. Mit jedem höheren Lebensjahrzehnt kann eine neue Erkrankung auch ein mögliches Anzeichen von Osteoporose sein.

Mögliche Risikogruppen

In erster Linie sind ältere Menschen von Osteoporose betroffen. Stürze können sich aufgrund der schwachen Knochensubstanz zu schwierigen Brüchen entwickeln. Diese Komplikationen zwingen die Betroffenen häufig für längere Zeit an das Bett und hier liegt die Schwierigkeit der Osteoporose. Bildlich gesprochen zerbröseln die Knochen in einem langsam fortschreitenden Prozess, weshalb gerade Frauen und Männer ab dem 70. Lebensjahr zur Risikogruppe gehören. 

Ernährung bei Osteoporose

Wie aus den Ursachen bereits zu erkennen ist, kann das Risiko einer Erkrankung über die Ernährung reduziert werden. Die Frage, ob die Ernährung bei Osteoporose eine Rolle spielt, kann also mit "ja" beantwortet werden. Generell spielt hier eine ausgewogene Ernährungsweise die zentrale Rolle. In diesem Kontext ist es wichtig zu verstehen, dass mit einer guten Ernährung nicht erst ab dem 40. Lebensjahr begonnen werden sollte.

Bereits in jungen Jahren eine gute Basis schaffen

Die Grundlage für eine gute Knochenstruktur wird hauptsächlich in jüngeren Lebensjahren gelegt. Mit dem Erreichen des 30. Lebensjahres ist die ideale Struktur der Knochenmasse erreicht. Darauf erfolgt der reguläre Ab- und Aufbau.

Die erforderlichen Substanzen finden sich nicht etwa nur in Milch- und Milchprodukten, vielmehr ist hier ein vielschichtiger Komplex aus Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen notwendig, die als wertvolle Lieferanten den Knochenstoffwechsel fördern und eine hohe Knochendichte erhalten.

Nicht geeignete Lebensmittel: zu viel Fleisch und Milchprodukte

Eine einseitige Ernährung mit hohem Anteil an Fleisch enthält zwar Proteine, jedoch nicht die ausreichende Menge an Mineralstoffen, die für den ständigen Aufbau der Knochenmasse notwendig ist. Auch der übermäßige Genuss von Milchprodukten ist nicht förderlich. Hier wird dem Körper zwar viel Calcium angeboten, doch erst mit der Kombination der erforderlichen Mikronährstoffe kann dieses auch aufgenommen und verwertet werden.

Basische Ernährung - die bessere Alternative

Die regelmäßige Versorgung mit frischen Obst- und Gemüsesorten unterstützt nicht nur die Versorgung mit den für den Knochenstoffwechsel notwendigen Substanzen, sie sorgen gleichzeitig auch für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt. Dieser ist aus einem anderen Blickwinkel ebenso für den Erhalt der Knochendichte wichtig. Auf dem täglichen Speiseplan sind daher Lebensmittel aus Weißmehlprodukten, Zucker, tierische Fette und Alkohol nur reduziert akzeptabel. So ist der tägliche Konsum von Brötchen und frischem Toast zwar köstlich, doch in Verbindung mit Butter, Wurst und Käse nicht förderlich in Bezug auf starke und gesunde Knochen bis ins hohe Alter.

Die Osteoporose-Therapie

Wird die Diagnose Osteoporose vom Arzt gestellt, kann es sich fortan nur um eine Linderung oder Verbesserung der Knochendichte handeln. Dies bedeutet: Durch eine gesunde Lebensführung ist die Vorbeugung immer die bessere Therapie. Da jedoch auch die individuelle Konstitution und genetische Belastung eine Rolle spielt, kann es trotz gesunder Lebensweise zur Diagnose Knochenschwund kommen. Dennoch sind Betroffene ihrer Situation nicht hilflos ausgeliefert.

Wann sollten Betroffene zum Arzt?

Die Osteoporose zeigt sich oft mit häufigen oder komplizierten Knochenbrüchen im fortgeschrittenen Alter. Innerhalb der Diagnose wird die Messung der Knochendichte die weitere Therapie anzeigen, die in der Regel mit einer begleitenden Behandlung verbunden ist. Je nach individueller Diagnose ist das Ziel der Therapie die Stärkung der Knochendichte verbunden mit der Vermeidung weiterer Brüche. Deshalb ist ein Arztbesuch mit gezielter Untersuchung der Knochenmasse nach dem ersten Bruch angeraten. Dies gilt für Patienten ab dem 45. Lebensjahr.

Die richtige Bewegung fördert die Stabilisierung der Knochen

Auch mit der Diagnose Osteoporose braucht der Körper Bewegung unter leichter Belastung. Spaziergänge oder Schwimmen sind im Sinne der Stärkung der Knochen hier nicht angezeigt. Damit das Calcium eingelagert und den Knochen stärken kann, ist gute körperliche Bewegung notwendig. Einerseits wird die Muskulatur gekräftigt. Sie ist neben der Knochendichte ein wichtiger Faktor zur Unterstützung der Knochen und Gelenke.

Sport bei Osteoporose: Mechanische Reize sind förderlich

Wichtig ist, dass die Muskeln durch Zug leichten Druck auf die Knochen ausüben. Diese sportlichen Übungen müssen natürlich immer in Hinsicht auf das Alter und der körperlichen Möglichkeiten des Betroffenen ausgeführt werden. Ohne diesen mechanischen Reiz hat der Organismus keinen Anreiz, den Knochen aufzubauen und die Dichte zu erhöhen. Eine flotter Spaziergang von einer halben Stunde täglich fördert den Aufbau der Muskulatur und versorgt den Körper darüber hinaus mit dem wichtigen Vitamin D.

Behandlung mit Präparaten

Bei der Diagnose Osteoporose ist eine Zufuhr von 1000mg Calcium pro Tag erforderlich. Diese Menge richtet sich an Menschen ab dem 60. Lebensjahr und sollte für ca. sechs bis acht Wochen eingenommen werden. Zum Verständnis: 100g Hartkäse oder 1 Liter Milch enthalten rund 1000mg Calcium. Weitere hochwertige Calcium-Lieferanten sind Nüsse, Samen und grüne Gemüsesorten wie Broccoli oder Grünkohl.

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Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der Knochendichte

Dementsprechend kann die fehlende Menge an Calcium durch Nahrungsergänzungen ergänzt werden. Gleichzeitig muss immer darauf geachtet werden, dass auch Vitamin D3 und Folsäure ausreichend in der Ernährung oder der Nahrungsergänzung eingenommen werden. Die optimale Basis ist jedoch in jedem Falle eine harmonische Ernährungsweise. Grüne Salate, Hülsenfrüchte und frisches Obst sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. In der Menge sollten hier jeden Tag 700 - 1000g erreicht werden.

Im Alltag: Obst, Gemüse und die Kontrolle des Arztes

Ein Apfel hat bereits das durchschnittliche Gewicht von 250g. Die zusätzliche Einnahme der Nahrungsergänzungen von Vitamin D3, Vitamin K, Folsäure und Calcium bestimmt letztendlich die Schwere der Osteoporose. Regelmäßige Arztbesuche mit entsprechender Knochendichtemessung werden zum gegebenen Zeitpunkt die gewünschte Verbesserung anzeigen.

Calcium, Magnesium und andere wichtige Spurenelemente

Während Calcium dafür bekannt ist, dass es die Knochendichte erhöht, hat Magnesium die gleiche Wirkung auf die Knochenstruktur und aktiviert darüber hinaus die Bildung von Enzymen, die für den Knochenaufbau mitverantwortlich sind. Daher empfiehlt es sich, Calcium und Magnesium immer parallel einzunehmen.

Weitere wichtige Mineralstoffe hinsichtlich eines verbesserten Knochenaufbaus sind Omega-3-Fettsäuren. In einer empfohlenen Tagesdosis von 1 - 2 mg verbessern sie den Knochenaufbau und hemmen die Entzündungsbereitschaft. Auch Silizium gehört zu den wichtigen Mineralien, das in einer Menge zwischen 20 - 200 mg täglich empfohlen wird. Bor und Kupfer jeweils in der Menge zwischen 1 - 3 mg, wobei Kupfer die Knochenelastizität fördert und Bor den Östrogenspiegel erhöht.

Quellen

Burgerstein, U., Schurgast, H, Zimmermann, M: Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung (2012), Trias Verlag (12. Auflage)
https://de.wikipedia.org/wiki/Osteoporose
https://www.osteoporose.de/Osteoporose-verstehen/Symptome-der-Osteoporose.html
http://www.fid-gesundheitswissen.de/orthopaedie/osteoporose/das-richtige-training-schuetzt-sie-vor-osteoporose/
http://www.netdoktor.de/krankheiten/osteoporose/therapie/


Bitte beachten Sie: Die ggf. im Ratgeber aufgeführten Medikamente stellen keine Empfehlungen der Autorin dar. Es handelt sich hierbei lediglich um eine lose Auswahl von Präparaten, die einen bestimmten Wirkstoff enthalten und/oder einer speziellen Produktkategorie zugeordnet werden. Diese werden über sparmedo.de direkt eingepflegt und sind keineswegs eine Aufforderung zum Kauf eines bestimmten Medikaments.

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