Azelastin

Der Wirkstoff Azelastin dient der Linderung von allergischem Schnupfen, Heuschnupfen und allergiebedingter Bindehautentzündung. Azelastin ist in Spray- und Tropfen-, sowie in Tablettenform erhältlich und somit in der Anwendung auf den Betroffenen und die empfohlene Darreichungsform abstimmbar. Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sollte nicht mit Azelastin behandelt werden. 

Auf dieser Seite erhalten Sie folgende Information zu Azelastin:

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Azelastin Anwendungsgebiete
  3. Wirkweise von Azelastin
  4. Was ist vor der Anwendung von Azelastin zu beachten?
  5. Azelastin bei Kindern
  6. Azelastin während der Schwangerschaft
  7. Dosierung & Anwendung von Azelastin
  8. Azelastin Nebenwirkungen
  9. Azelastin Wechselwirkungen
  10. Produkte mit dem Wirkstoff Azelastin

Das Wichtigste in Kürze

 Azelastin Anwendungsgebiete

Azelastin wird zur Symptomlinderung bei verschiedenen allergischen Reaktionen der Schleim- und Bindehaut eingesetzt. Dazu gehören:

Wirkweise von Azelastin

Bei Azelastin handelt es sich um ein Antihistaminikum der Wirkstoffgruppe H1, welches die allergiefördernde und allergieauslösende Wirkung von Histamin blockiert. 

Azelastin hemmt körpereigene Histaminwirkung 

Azelastin unterdrückt die Wirkung des körpereigenen Botenstoffes Histamin, der für Entzündungen und allergische Reaktionen verantwortlich ist. Zusätzlich wirkt Azelastin gegen weitere körpereigene Stoffe wie Leukotriene und Serotonin, die zu Beginn oder im Verlauf einer Allergie in größerer Menge ausgeschüttet werden und so zur Verschlimmerung der Symptomatik beitragen. 

Durch die Blockade des körpereigenen Histamins, welches für Schleimhautentzündungen und Schnupfen mit allergischer Grundlage verantwortlich ist, werden nicht nur die Symptome minimiert, sondern der Heilungsprozess beschleunigt. Die abschwellende Wirkung sorgt für den schnellen Abfluss des Sekrets und somit für die Verbesserung des Allgemeinzustandes. 

Schnelle Wirksamkeit bei Azelastin 

Die Entzündungsvermittler werden durch den direkten Kontakt mit Azelastin gehemmt, wodurch ein Fortschreiten oder die Verschlimmerung der Allergie ausgeschlossen sind. Eine spürbare Verbesserung des Allgemeinbefindens ist bereits ab der ersten Anwendung spürbar. Juckreiz, Tränenfluss, eine verstopfte oder stetig laufende Nase und brennende Schleimhäute heilen durch die hohe Wirksamkeit des H1-Antihistaminikums rasant und vollständig ab. 

Was ist vor der Anwendung von Azelastin zu beachten?

Vor der Anwendung sollte geprüft werden, ob eine Unverträglichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe in Azelastin besteht. Weiter gilt abzuklären, ob es sich bei der Erkrankung um eine allergische Reaktion oder einen viralen, beziehungsweise bakteriellen Infekt mit Beeinträchtigung der Nasennebenhöhlen, der Nasenschleimhaut und Bindehaut handelt. In diesem Fall wirkt Azelastin nicht. 

Azelastin darf nicht eingenommen werden

Die Anwendung sollte unterbleiben, wenn: 

Vor Autofahrten oder dem Bedienen von Maschinen darf Azelastin nicht eingenommen werden.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

Azelastin kann das Reaktionsvermögen der Augen einschränken, wodurch die Einnahme vor dem Autofahren oder der Bedienung von Maschinen gefährlich ist. Sollte das Arzneimittel nach der Einnahme eine allergische Reaktion auslösen oder die Symptome der eigentlichen Allergie verstärken, ist die Kontrolle beim Arzt notwendig.

 Azelastin bei Kindern

Eine Behandlung von Kindern unter 4 Jahren ist nicht angeraten. Ab dem 4. Lebensjahr kann eine jahreszeitlich allergisch bedingte Bindehautentzündung mit Azelastin Augentropfen oder der Gabe von Tabletten, nicht aber mit Nasentropfen behandelt werden. Ab dem 6. Lebensjahr können zu den Augentropfen oder Tabletten auch Nasentropfen verabreicht werden. Die ganzjährige Anwendung von Azelastin Augentropfen darf erst ab dem 12. Lebensjahr erfolgen und sollte die Rücksprache mit dem Arzt voranstellen.

 Azelastin in der Schwangerschaft & Stillzeit

In den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten sollte Azelastin aufgrund seiner Wirkstoffe in keiner Darreichungsform verabreicht werden, da es über eine Schädigung des ungeborenen Lebens im Mutterleib keine fundierten Erkenntnisse gibt. Im Verlauf einer Schwangerschaft sollte die Anwendung von Azelastin vorab mit dem Arzt besprochen und nur mit seinem Einverständnis vorgenommen werden.

Während der Stillzeit ist die Behandlung mit dem Antihistaminikum nicht angeraten, da geringe Spuren in die Muttermilch übergehen und vom Säugling aufgenommen werden. 

 Dosierung & Anwendung von Azelastin

Der Wirkstoff Azelastin ist in Tablettenform, als Nasenspray und Augentropfen erhältlich und sollte in seiner Anwendung strikt nach der Verpackungsbeilage, beziehungsweise den Vorgaben des Arztes erfolgen. Tabletten mit diesem Wirkstoff sind nur auf ärztliche Verschreibung hin erhältlich.

Dosierung von Nasenspray mit Azelastin

Dosierung von Augentropfen mit Azelastin

Dosierung von Tabletten mit Azelastin

Tabletten mit Azelastin sind in der Regel rezeptpflichtig.

 Azelastin Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen unterscheiden sich anhand der Darreichungsform und treten je nach Anwender überhaupt nicht oder in unterschiedlichen Stärken auf. 

Sehr häufige und häufige Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen

Sehr seltene Nebenwirkungen

 Azelastin Wechselwirkungen - Gleichzeitige Einnahme mit anderen Arzneimitteln

Bei Nasenspray und Augentropfen sind keine Wechselwirkungen bekannt. Die Einnahme von Azelastin in Tablettenform kann in Kombination mit beruhigenden Mitteln oder Schlaftabletten, sowie bei Einnahme mit Alkohol zu einer verstärkenden Wirkung führen und Schläfrigkeit erzeugen. Die kombinierte Einnahme von Azelastin mit dem Magenmittel Cimitidin kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Produkte mit dem Wirkstoff Azelastin

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Allergodil Akut Augentropfen  6 ml
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Allergodil Akut Nasenspray  5 ml
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Allergodil Augentropfen  Meda Pharma 6 ml
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  • Meda Pharma
  • 6 ml Augentropfen
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