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Kieselsäure (Silizium) - Mangel erkennen & vorbeugen

Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element in der Erdkruste. In der Natur kommt es jedoch nie in reiner Form vor und auch der menschliche Körper kann es am besten in Form von Kieselsäure aufnehmen. Für den Menschen ist Kieselsäure vor allem für die Zellgesundheit von Haut, Haar, Knorpel und Knochen wichtig. Da der Mensch Silizium selbst nicht herstellen kann, muss es über die Nahrung zugeführt werden.

In diesem Ratgeber erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Vorkommen & Funktion im Körper
  2. Symptome für Kieselsäure-Mangel
  3. Täglicher Kieselsäure-Bedarf
  4. Mögliche Risikogruppen
  5. Kieselsäurehaltige Ernährung
  6. Kieselsäure-Mangel behandeln

Vorkommen & Funktion im Körper

Funktionen von Kieselsäure

Natürlicherweise kommt Silizium nie in reiner Form, sondern nur als Siliziumoxid in Verbindung mit Sauerstoff vor. Dessen Säure wird als Kieselsäure bezeichnet. Im menschlichen Körper ist Silizium für einige Prozesse wichtig:

  • Elastizität von Bindegewebe und Sehnen
  • Haut-Stoffwechsel (Feuchtigkeit speichern)
  • Wachstum von Haar und Nägeln
  • Knochenbildung, Knorpelgesundheit
  • Immunsystem und Krankheitsabwehr
  • Zellstoffwechsel und Wundheilung

Als Spurenelement kommt Silizium nur in geringen Mengen im menschlichen Körper vor, insgesamt sind es gerade einmal etwa 1,4 g, dennoch ist es in kleinsten Mengen in fast jeder Zelle vorhanden, vor allem aber in Haut, Haar, Nägeln und Knochen. Osteoporotische Knochen enthalten geringere Mengen Silizium als gesunde, stabile, elastische Knochen.

Symptome

Ein Siliziummangel äußert sich vor allem durch die Organe, die höhere Mengen Silizium speichern. Folgende Symptome können auf einen Mangel hinweisen:

  • Störungen an Knochenflexibilität
  • Veränderungen des Knorpelgewebes 
  • verminderte Kollagenbildung (Hautelastizität sinkt)
  • brüchige Haare und Nägel
  • glanzloses, stumpfes Haar und Haarausfall
  • höhere Anfälligkeit für Krankheiten
  • Hautjucken
  • Zahnfleischrückgang

Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, wird durch den Arzt diagnostiziert. Eine Vollblutanalyse gibt Aufschluss über den Siliziumstatus. Bei der Vollblutanalyse wird der Siliziumgehalt nicht nur im Serum, sondern auch in den Blutzellen gemessen. Das erhöht die Aussagekraft des Ergebnisses. 

Täglicher Kieselsäure-Bedarf

Da der Mensch Silizium nicht selbst herstellen kann, muss es regelmäßig in Kleinstmengen mit der Nahrung aufgenommen werden. Bisher hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) keine Referenzwerte für die täglich empfohlene Tagesdosis herausgegeben. 

Schätzwerte gehen von einer täglichen Zufuhrempfehlung von 200mg Silizium aus.1

Mögliche Risikogruppen

Vor allem pflanzliche Lebensmittel enthalten höhere Mengen Silizium. Daher leiden Vegetarier und Veganer äußerst selten an einem Mangel.

Senioren & Personen im Wachstum

Mit zunehmendem Alter nimmt die Siliziumkonzentration im menschlichen Körper ab. Bei älteren Menschen ist Silizium jedoch wichtig für den Aufbau und Erhalt einer gesunden Knochenstruktur. Zudem fördert es den Aufbau von Gelenkknorpeln und Bändern, indem es die Kollagenbildung unterstützt.

Personen mit Haar- und Hautproblemen

Zwar lassen Haut- und Haarprobleme nicht automatisch auf einen Kieselsäure-Mangel schließen, jedoch kann dies ein Grund für veränderte Haut- und Haarstrukturen sein.

Ernährung bei Kieselsäure-Mangel

Folgende Lebensmittel sind besonders kieselsäurehaltig (Angaben in mg je 100g Lebensmittel):

  • Hafer: 595mg 
  • Hirse: 500mg 
  • Kartoffel: 200mg
  • Mais: 18,9mg
  • Blumenkohl: 8,7mg
  • Kürbis: 7mg

Kieselsäure-Mangel behandeln

In hochwertigen Nahrungsergänzungspräparaten liegt Silizium entweder in kolloidaler oder in organischer Form vor, damit es der Körper verwerten kann.

Im Falle eines Mangels kann eine mehrwöchige Kur mit einem hochwertigen Siliziumpräparat unterstützen. Wissenschaftlich bestätigt ist die Wirkung derartiger Präparate und Nahrungsergänzungen jedoch nicht.

Schachtelhalm ist reich an Silizium

Auch Pflanzen nehmen das anorganische Element aus dem Erdreich auf und erhöhen so die Verwertbarkeit. Ackerschachtelhalmkraut enthält sogar bis zu 10 Prozent Kieselsäure und ist als Kapsel oder Tees in Apotheken erhältlich.

Der tägliche Bedarf an Silizium kann auch über die Nahrung gedeckt werden. Kieselsäure findet man zudem in unterschiedlicher Konzentration im Trinkwasser. Heilwasser enthält höhere Mengen Kieselsäure. In dieser Form wird Silizium vom Körper gut aufgenommen. Ansonsten eignen sich vor allem Gräser, Kräuter und Getreide zur Siliziumaufnahme.

Überdosierung ist unwahrscheinlich

Eine Überdosierung ist dabei fast unmöglich. Nur bei längerfristig extrem hohen Dosen kann Silizium zur Bildung von Harnsteinen führen.


Quellen

1 Burgerstein, U., Schurgast, H, Zimmermann, M: Handbuch Nährstoffe - Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung (2012), Trias Verlag (12. Auflage)

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