Gute Gründe, einer Selbsthilfegruppe beizutreten

Verfasst am 07.03.2014

Grundsätzlich gibt es 1000 gute Gründe, einer Selbsthilfegruppe beizutreten. Zu den allgemeinen Beweggründen gehört die Suche nach Verständnis, Zusammenhalt, psychischem Beistand und emotionaler Unterstützung. Darüber hinaus bieten Selbsthilfegruppen auch organisatorische und motivationale Hilfen. Dass hierbei auch neue Freundschaften entstehen können, ist nur einer von vielen netten Nebeneffekten. Zunächst kommt es aber darauf an, aus welchem Grund Sie eine SHG aufsuchen wollen. Die zwei Hauptsäulen in der Selbsthilfe sind zum einen die Hilfe zur Abgewöhnung von Süchten und zum anderen die Verbesserung der Lebensqualität bei chronischen Erkrankungen.

Suchtspezifische Selbsthilfegruppen

Eine SHG mit dem Thema Sucht kann von ganz verschiedenen Menschen aufgesucht werden. Sie dient sowohl Menschen mit substanzgebundenen Süchten als auch Personen mit substanzungebundenen Süchten. Das heißt, hier finden sowohl drogen-, alkohol- und medikamentenabhängige Menschen Hilfe als auch Menschen mit Kauf- oder Spielsucht. Auch für Essstörungen jeder Art gibt es Selbsthilfegruppen. Darüber hinaus sind diese SHGs meist unterteilt in sogenannte Cleangruppen für Menschen, die bereits in Therapie waren und nicht mehr körperlich abhängig sind, und in Gruppen für Menschen, die noch nicht abstinent sind. Der Wunsch nach Heilung und einem Leben ohne Sucht ist oftmals nur der kleinste Beweggrund für suchtkranke Menschen, an einer SHG teilzunehmen.

Gründe, einer suchtspezifischen SHG beizutreten sind weiterhin:

Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke

SHGs für Menschen mit chronischer oder gar lebensverkürzender Krankheit verstehen sich, im Gegensatz zu suchtspezifischen Gruppen, eher als Gruppen des Erfahrungsaustauschs. Der Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Lebensqualität bei bestehender Krankheit, die sich nicht heilen lässt. Die Teilnehmer profitieren hier untereinander von weitergegebenen Erfahrungen und Tipps, die meist weit über die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten hinausgehen. Alternative Heilverfahren kommen zur Sprache, die Teilnehmer machen sich Mut und schenken sich ein Verständnis, welches nur Betroffene haben können. Insbesondere unheilbar Kranke, aber auch Menschen mit chronischen Erkrankungen profitieren vom Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten und können oftmals wertvolle Tipps in ihrer privaten Alltag integrieren.

Mögliche Gründe, einer Selbsthilfegruppe für chronisch Kranke beizutreten sind:

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Anika Saager
Gesundheits-Redakteurin Online-Redaktion Sparmedo Ratgeber und Gesundheitsmagazin