Covidgum: Ein Antiviraler Kaugummi zur Corona-Prävention?

Verfasst am 11.03.2022

Covidgum Antiviraler Kaugumm Während Nasensprays und Mundspülungen gegen Coronaviren schon länger bekannt sind, haben Mediziner jetzt auch einen speziellen Kaugummi namens "Covidgum" entwickelt. Dieser soll die Virenlast in der Ausatemluft deutlich reduzieren. Wir zeigen, was es mit dem neuartigen Kaugummi auf sich hat.

Kaugummi gegen Viren: Was kann der Covidgum?

Der COVIDGUM ist ein zertifiziertes Medizinprodukt der Clevergum GmbH. Sein Prinzip ist denkbar einfach: Er sorgt in der Mundschleimhaut - einer der Haupteintrittspforten für Krankheitserreger - für Schutzwirkung. Der Kaugummi enthält natürliche Inhaltsstoffe wie ätherische Öle in Bio-Qualität, die eine antivirale Wirkung aufweisen.


Beim Kauen werden die antiviralen Stoffe freigesetzt. Diese verbinden sich mit dem in der Mundhöhle vorhandenen Speichel. Die Kombination aus natürlichem Speichel und antiviralen Stoffen sorgt schließlich für eine desinfizierende Wirkung. Die gesamte Mundhöhle und der Atemwegstrakt werden damit benetzt.

Bestimmte ätherische Öle gelten als sogenannte ilophile Stoffe, welche die Virushülle des Coronavirus angreifen. Ein Andocken bzw. die Aufnahmen von Viren in die Zellen wird durch diese Stoffe verringert. Im Covidgum sind gleich mehrere natürliche Öle in hoher Konzentration enthalten. Vor allem das Zimtöl sorgt beim Kauen gleichzeitig für einen guten Geschmack im Mund.

Der antivirale Kaugummi dient zur Prävention einer Infektion. Er führt kurzzeitig zu einer Abnahme der Viruslast, wodurch das Risiko einer Infektionsübertragung beim Sprechen, Husten, Singen oder Lachen deutlich verringert wird. Die Verbreitung von Infektionen über Aerosole (feinste Tröpfchen) kann durch den Covidgum reduziert werden.

Aktuelle Studienlage

Die antivirale Wirkung der Inhaltsstoffe wurde bereits in zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen belegt. Darüber hinaus konnte das Institut für Klinische Forschung Pneumologie Frankfurt die Wirksamkeit von Covidgum bestätigen: Sie verabreichten Covid-19-Patient:innen den antiviralen Kaugummi unter kontrollierten Bedingungen. Die Ausatemluft der Patient:innen wurde vor und nach 15 Minuten Kauen über einen Zeitraum von drei Stunden hinsichtlich der Viruskonzentration in der Ausatemluft untersucht. Es stellte sich heraus: Die Konzentration an Viruspartikeln in der Ausatemluft war deutlich reduziert. Das galt auch für Virusvarianten wie Alpha oder Delta. Die Reduktion der Viruslast in der Ausatemluft hielt insgesamt zwei Stunden an. [1]

Wie wende ich den Covidgum an?

Damit der Covidgum seine volle Schutzwirkung entfalten kann, sollten 1-2 Kaugummis für circa 15 Minuten gekaut werden. Durch die Kaubewegungen wird Speichel gebildet und die ätherischen Öle des Kaugummis werden freigesetzt. Der Covidgum darf nicht runtergeschluckt werden und soll nach der Anwendung umweltfreundlich entsorgt werden. Der Kaugummi bietet eine Schutzwirkung von insgesamt zwei Stunden. Für einen erneuten antiviralen Effekt, wird einfach erneut ein Covidgum eingenommen. Bereits Kinder ab sechs Jahren dürfen den Kaugummi kauen. Allerdings liegt die Maximaldosis in dieser Altersgruppe bei zwei Kaugummis pro Tag. Für Erwachsene liegt die täglich maximale Verzehrmenge bei sechs Stück.

Covidgum: Sinnvolle Ergänzung oder Humbug?

Covidgum hemmt den Ausstoß von Virenpartikeln und trägt damit zur Eindämmung des Infektionsgeschehens bei. So ungewöhnlich es für viele vielleicht im ersten Moment klingen mag: Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich belegt und es handelt sich um eine sinnvolle Präventivmaßnahme. Der Hersteller betont allerdings, dass Covidgum kein Ersatz zur Impfung und anderen üblichen Schutz- und Hygienemaßnahmen wie AHA+L+A-darstellt. Der Covidgum sollte lediglich als sinnvolle Ergänzung betrachtet werden. Als alleinige Maßnahme reicht das Kauen des antiviralen Kaugummis nicht aus.

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