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8 Faktoren, die die Fruchtbarkeit beeinflussen

Die meisten Paare gehen davon aus, dass sie ein Kind bekommen können, wann immer sie es wollen. Wie klein die Chance jedoch in Wirklichkeit ist, merken sie erst, wenn sie es einige Zeit erfolglos versucht haben. 

Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen zu folgenden Themen:

  1. Gesund und Krankheitsfrei
  2. Nicht unter Druck setzen lassen
  3. Stress vermeiden
  4. Gesunde Ernährung und Sport in Maßen
  5. Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu
  6. Wechselspiel aus Sex und Enthaltsamkeit
  7. Optimales Scheidenmilieu
  8. "Eierwärmer" beeinträchtigen die Spermienqualität

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend!

In jedem Menstruationszyklus liegt die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden nur bei 15 bis 25 Prozent. Vorausgesetzt der Geschlechtsverkehr findet an den fruchtbaren Tagen statt und alle anderen beeinflussbaren Faktoren sind optimal. Das Zeitfenster für eine erfolgreiche Befruchtung ist also sehr klein und kann nur zum Zeitpunkt des Eisprungs stattfinden. Doch um diesen genau zu ermitteln, bedarf es einen regelmäßigen Zyklus. Oder man greift auf die Hilfe von so genannten Zykluscomputern, Ovulationstests oder die Basaltemperatur-Messmethode zurück. Generell ist die menschliche Fortpflanzung allerdings sehr anfällig für Störungen. Das heißt, dass schon ein kleiner Fehler bei der Eizellreifung, Spermienbildung oder Befruchtung, die Möglichkeit auf eine Schwangerschaft (für die nächsten vier Wochen) verhindern kann.

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Damit alle Voraussetzungen für eine Schwangerschaft geschaffen sind, sollten folgende Faktoren beachtet werden:

1. Gesund und Krankheitsfrei

Diverse Erkrankungen können die Fruchtbarkeit negativ beeinflussen, dazu gehören z. B. Geschlechtskrankheiten, Infektionskrankheiten sowie Stoffwechselerkrankungen. So wirkt sich eine Schilddrüsenunterfunktion oder -überfunktion negativ auf die weibliche Fertilität aus, da die Schilddrüsen- und Sexualhormone durch einen Regelkreis verbunden sind. Wichtig ist auch ein vollständiger Impfschutz. Häufig sind nicht alle nötigen Impfungen vorhanden bzw. müssen aufgefrischt werden. So kann z. B. eine Rötelerkrankung in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen des Babys führen. Aus diesem Grund wird jeder Frau mit Kinderwunsch empfohlen, ihren Impfschutz überprüfen zu lassen. Doch nicht nur die Frauen sollten auf ihre Gesundheit achten und sich regelmäßig durchchecken lassen, auch verschiedene Krankheiten bei Männern beeinflussen die Qualität der Samenzellen (wie z. B. Diabetes) und sollten behandelt werden.

2. Nicht unter Druck setzen lassen!

Der Wunsch nach einem Baby ist sehr oft verbunden mit psychischem Druck, vor allem dann, wenn die erhoffte Schwangerschaft auf sich warten lässt. Unzufriedenheit und Beziehungsstress sind die Folge. Das wiederum hat Auswirkungen auf die sexuelle Lust und Fruchtbarkeit beider Geschlechter. Zusätzlichen Druck löst das soziale Umfeld aus (wie Großeltern, Freunde oder Nachbarn, die auf den ersehnten Nachwuchs warten). Befreien Sie sich von solchen Einflüssen und weihen Sie andere erst gar nicht in Ihre Nachwuchspläne ein. Verwandte und Freunde erfahren schon früh genug wann es wirklich so weit ist.

3. Stress vermeiden!

Dass Stress nicht gesund ist weiß mittlerweile jeder. Aber das körperlicher sowie seelischer Stress gerade bei Kinderwunsch negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit hat, ist vielen nicht wirklich bewusst. Dabei wird durch Stress die Abgabe des Hormons Prolaktin gefördert, welches die männliche Samenproduktion hemmt und den weiblichen Zyklus und Hormonhaushalt beeinflusst. Ebenfalls sind zu hohe körperliche und psychische Belastungen schlecht bei Kinderwunsch. Gönnen Sie sich also Ruhepausen und nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltag. Empfehlenswert sind Entspannungstechniken wie z. B. Yoga oder Autogenes Training.

4. Gesunde Ernährung und Sport in Maßen

Eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sollte nicht erst in der Schwangerschaft erfolgen, sondern schon bei dem Wunsch nach einem Baby. Denn eine einseitige Ernährung bringt den Hormonhaushalt durcheinander und schadet der Fruchtbarkeit. Dies gilt übrigens für beide Partner. Ebenso negativ äußert sich Übergewicht auf den Kinderwunsch. Aus diesem Grund ist auch regelmäßige Bewegung (am besten an der frischen Luft) zu empfehlen. Die Bewegung bringt den Kreislauf auf Trab, begünstigt die Fertilität und senkt das Stressniveau. Aber aufgepasst, wer es übertreibt und allzu großen Ehrgeiz aufweist oder Leistungssport betreibt, bewirkt genau das Gegenteil und sorgt für einen Stressaufbau. Leichte Sportarten wie Radfahren oder Laufen, verbunden mit ausreichend Erholungsphasen sorgen für das Gleichgewicht.

5. Alkohol, Nikotin und Koffein sind tabu!

Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein sollten bei bestehendem Kinderwunsch von beiden Geschlechtern gemieden werden. Denn Alkohol senkt bei Männern die Spermienproduktion sowie deren Qualität und Schnelligkeit. Bei Frauen verzögert er das Reifen von Eizellen. Nikotin und Koffein schränken ebenfalls bei beiden Partnern die Fruchtbarkeit ein.

6. Der Mix macht´s - Wechselspiel aus Sex und Enthaltsamkeit

Laut Forschungen verringert täglicher Geschlechtsverkehr die Spermienanzahl um ein Vielfaches. Demnach ist es für Pärchen mit Babywunsch besser, den Liebesakt nur alle zwei bis drei Tage zu genießen. Die Stellung hat dabei keinen Einfluss auf die Empfängnis.

7. Optimales Scheidenmilieu

Damit es die Spermien auch bis in die Gebärmutter schaffen, ist ein natürliches Umfeld in der Scheide sehr wichtig. Deshalb sollte auf alles, was das Scheidenklima verändern könnte, verzichtet werden (wie z. B. Gleitmittel, Intimsprays, Spülungen, etc.).

8. „Eierwärmer“ beeinträchtigen die Spermienqualität

Auch Männer können einiges dafür tun, die Chancen auf das Wunschkind zu erhöhen. Kontraproduktiv für die Fruchtbarkeit der Männer sind z. B. Sitzheizungen im Auto, lange Saunagänge oder ausgedehnte heiße Bäder. Diese hohen Temperaturen im Hoden stören die Samenproduktion und -beweglichkeit. Gut sind dagegen lockere Jeans und Boxershorts, da sie für die optimale Belüftung im Schritt sorgen.

Auch wenn Sie alle Faktoren berücksichtigt haben, ist das keine Garantie für eine sofortige Schwangerschaft. Mutter Natur lässt sich dafür auch gerne mal bis zu zwei Jahre Zeit, was absolut im Normbereich ist. Sollte sich nach dieser Zeit trotzdem keine Schwangerschaft einstellen, ist der Gang zum Facharzt ratsam. Gynäkologen und Kinderwunschkliniken können der Natur meist ein wenig auf die Sprünge helfen, damit der Traum vom Wunschkind in Erfüllung geht. Allerdings hat auch die Medizin ihre Grenzen.

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